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Noch intensiver: Neue B-Klasse von Mercedes im (Fahrsimulator-)Test
Noch intensiver: Neue B-Klasse von Mercedes im (Fahrsimulator-)Test Bilder

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Und so erlebt man als Testfahrer die Szenerie im Auto. Bilder

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Detailaufnahme des Schienen-Bewegungssystems. Bilder

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Blick in die Schaltzentrale des Fahrsimulators. Bilder

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Fahrsimulator-Gebäude in Sindelfingen. Bilder

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Blick auf die Kuppel des Fahrsimulators. Bilder

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Sindelfingen – Gleich hätte es gekracht! Und nur, weil in einer Haltebucht auf der Straßenseite gegenüber schon die neue knallrote A-Klasse von Mercedes zu sehen gewesen ist, die erst im nächsten Jahr auf den Markt kommen soll. Aber gerade noch rechtzeitig hat uns ein radargestütztes System zur Kollisionswarnung auf die drohende Gefahr aufmerksam gemacht: In der leichten Rechtskurve wären wir jedenfalls im nächsten Moment auf ein vorausfahrendes Fahrzeug aufgefahren.

Weiter auf Seite 2: Gefahrlose Annäherung an Grenzbereich; Schutz vor Auffahrunfällen über Tempo 30; Kollisionswarnung hat funktioniert

Kamera muss draußen bleiben

Sindelfingen, Tor 17. Ein moderner Zweckbau über mehrere Etagen, auf dem in großen Buchstaben und Zahlen „Fahrsimulatoren 64″ steht. Wir sind über eine Fluggast-ähnliche Brücke in ein stark abgeklebtes [foto id=“373205″ size=“small“ position=“left“]Cockpit der neuen B-Klasse geführt worden. „Die Kamera“, sagt der Daimler-Mann, der uns begleitet, „muss leider draußen bleiben“.

Mit 360-Grad-Leinwand für eine …

Erst Ende vergangenen Jahres haben die Stuttgarter ihren neuen „Bewegt-Simulator“, wie sie ihn nennen, eingeweiht. Er soll mit seiner 360-Grad-Leinwand, dem schnellen elektrischen Antrieb sowie der zwölf Meter langen Schiene für Bewegungen in Quer- und Längsrichtung der „leistungsfähigste in der Automobilindustrie“ sein, heißt es jedenfalls in Sindelfingen. Den Vorteil sieht Thomas Weber darin, hochdynamische Fahrmanöver wie Spurwechsel noch realistischer nachbilden und so das Verhalten von Fahrer und Fahrzeug im Straßenverkehr noch intensiver erforschen zu können. „Reale Testfahren“, das weiß auch der oberste Daimler-Konzernforscher und Mercedes-Entwickler, „kann und wird die Anlage nicht vollständig ersetzen.“ Aber: Im Simulator lassen sich Systeme und Komponenten in allen Entwicklungsphasen erproben.

… realitätsgetreuere Verkehrsdarstellung

Der Simulator besteht aus einer Kuppel mit einem Durchmesser von siebeneinhalb Metern, montiert auf sechs einzeln ausfahrbaren Zylindern und auf einem Bewegungssystem. In ihr ist ein komplettes Fahrzeug [foto id=“373206″ size=“small“ position=“left“]befestigt. Die Innenfläche der Kuppel dient als Projektionswand, auf der der Straßenverkehr realistätsgetreu mit bewegten Fußgängern, Gegenverkehr und Häusern dargestellt wird.

Szenerie ändert sich ständig

Die Steuereinrichtungen des Fahrzeugs sind über Datenleitungen mit der Computersteuerung des Fahrsimulators verbunden. Lenkt der Testfahrer, gibt er Gas oder betätigt er die Bremse, werden das von der Computersteuerung registriert und hat Auswirkungen wie im realen Verkehr. Die dargestellte Szenerie ändert sich ständig. Der bewegliche Raum ahmt die Lage des Autos zum Untergrund nach, beispielsweise das Einnicken beim Bremsen oder Seitenneigung bei schneller Kurvenfahrt. Über 1000-mal pro Sekunde berechnet der Computer das Fahrverhalten, gibt der Elektrik entsprechende Befehle. Sie bewegt die Anlage mit einer Geschwindigkeit von maximal zehn Metern pro Sekunde, also mit Tempo 36, um bis zu zwölf Meter in Querrichtung, sodass etwa auch Doppelspurwechsel möglich sind.

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Gefahrlose Annäherung an Grenzbereich

Die neue B-Klasse, deren Einführung bei uns ab November vorgesehen ist, war eines der ersten Modelle, das im neuen Fahrsimulator den letzten Feinschliff erhalten hat vor den realen Testfahrten. Zusätzlich, deutet Teamleiter Hans Grezlikowski an, der wie in einer Kommandozentrale vor einem großen Schaltpult sitzt und von hier per Knopfdruck und Regler das Geschehen steuert, wird der Simulator etwa auch für Tests eingesetzt, „bei denen sich normale Autofahrer gefahrlos dem fahrphysikalischen Grenzbereich näheren und uns Aufschluss geben können über Akzeptanz und Bedienung neuer Sicherheitssysteme“. Wie in unserem Fall eben über die neuartige Kollisionswarnung.

Schutz vor Auffahrunfällen über Tempo 30

Die ist in der neuen B-Klasse schon standardmäßig an Bord, soll die Gefahr eines Auffahrunfalls verringern helfen, indem sie eventuell abgelenkte Fahrer optisch und akustisch vor erkannten Hindernissen warnt und den Bremsassistenten auf eine möglichst punktgenaue Bremsung vorbereitet, die eingeleitet wird, sobald [foto id=“373208″ size=“small“ position=“left“]der Fahrer das Bremspedal deutlich betätigt. Im Unterschied zu anderen Systemen soll es sich bei dem neuen nicht um ein „reines Stadtsystem zur Minimierung von Bagatellschäden“ handeln. Vielmehr, so Mercedes, ziele die neuartige Lösung „auf den Schutz vor typischen Auffahrunfällen in gefährlichen Verkehrssituationen über 30 Stundenkilometer“.

Kollisionswarnung hat funktioniert

Bei unserem Test im Simulator dürfen wir – bis zur Einführung ist es schließlich noch eine Weile hin – höchstens eine Ahnung davon bekommen, wie dynamisch man künftig mit der neuen B-Klasse unterwegs sein kann, mehr nicht. Und damit wir uns nicht zu viele Gedanken darüber machen, weist uns die ruhig klingende Stimme von Hans Grezlikowski beim bislang eher gemächlichen Fahren hinter einem Wagen, der gleich in einer leichten Rechtskurve bedrohlich langsamer werden wird, zur besseren Ablenkung lieber noch auf die neue knallrote A-Klasse auf der Straßenseite gegenüber hin … Kein Crash! Nichts passiert! Die neue Kollisionswarnung hat funktioniert.

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