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Opel-Offensive: Drei neue Motorenfamilien mit 13 Aggregaten für 23 Modelle
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Astra-Familie, Zafira Tourer und Cascada sind mit dem neuen Benziner unterwegs. Bilder

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Bei dem Vierzylinder handelt es sich um einen aufgeladenene Direkteinspritzer. Bilder

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In der Astra-Familie, hier der Fünftürer, setzt Opel den neuen 1,6-Liter-Turbobenziner ein. Bilder

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Die Stopp/Start-Automatik hilft beim Spritsparen. Bilder

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Opels Zafira Tourer hat den neuen 1,6-Liter-Turbodiesel schon unter der Haube. Foto: Opel Bilder

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Rüsselsheim – Bis 2016 will Opel 80 Prozent seiner Antriebe erneuern. Darunter sind nach Angaben der Rüsselsheimer drei komplett neue Motorenfamilien mit 13 unterschiedlichen Aggregaten für 23 Modelle und entsprechende Getriebe. Im Rahmen einer Deutschland-Tour hat Opel jetzt die Neuerungen vorgestellt. Astra, Zafira Tourer und das neue Cascada-Cabrio fahren als erste mit neuen Motoren und Getrieben vor.

Start mit 1,6-Liter-Turbos

Den Anfang machen demnach 1,6-Liter-Turbotriebwerke. Die im Hubraum kleineren, mittelgroßen Benzin- und Dieselmotoren zeichnen sich durch mehr Leistung und stärkere Durchzugskraft bei geringerem Spritverbrauch und durch niedrigere Ausstößen des schädlichen Treibhausgases Kohlendioxid aus. Laut Opel erreichen sie eine höhere Leistungsdichte sowie ein höheres Maß an Komfort und Ausgewogenheit.

Benziner mit 125/170 kW/PS

So wartet etwa der aufgeladene, 125/170 kW/PS starke 1,6-Liter-Benzindirekteinspritzer jetzt mit elastischen 280 Newtonmeter Drehmoment auf, die er bereits ab 1650 Touren zur Verfügung stellt. Der Vierzylinder treibt Astra GTC, Fünftürer, Limousine und Sports Tourer an, dazu Zafira Tourer und Cascada. Im Vergleich zum gleich großen Vorgänger liegen Kraftstoffkonsum und Kohlendioxid-Ausstoß um bis zu 15 Prozent niedriger. Der Drehmomentzuwachs beläuft sich auf 22 Prozent. Zumindest in der Leistungsklasse der Kompaktwagen von 150 bis 180 PS legt der Motor laut Opel damit die Messlatte höher.

Noch elastischer und effizienter

Die weniger als neun Sekunden, die der fünftürige Astra und die Limousine damit im fünften Gang von 80 auf Tempo 120 beschleunigen, zeigen, wie elastisch das Triebwerk ist. Vorher waren es fast zwei Sekunden mehr. Mit Stopp/Start-System und Sechsgang-Schaltgetriebe findet sich der Mixverbrauch beide Astra-Varianten mit 5,9 Litern zumindest im Datenblatt, was einem Ausstoß von 139 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer entspricht, 14 Prozent weniger als zuvor. „Und der GTC“, betont Opel, „dreht mit einer Reduzierung von 15 Prozent noch einmal stärker an der Effizienzschraube.“

Entscheidende Änderungen

Entscheidend sind demnach die Einführung der Direkteinspritzung für eine verbesserte Verbrennung, ein spontaner ansprechender Turbolader für starken Durchzug schon bei geringen Motordrehzahlen sowie verschiedene Maßnahmen im Bereich „Sound-Engineering“, die ein ruhigeres und ausgeglicheneres Fahrverhalten begünstigten.

Diesel mit 100/136 kW/PS

Beim neuen 1,6-Liter-Turbodiesel mit 100/136 kW/PS, eingesetzt schon im Zafira Tourer, nach und nach dann auch in anderen Modellen, handelt es sich um das erste Vollaluminium-Dieseltriebwerk von Opel. Dessen Literleistung geben die Rüsselsheimer mit 85 PS an. Der neue Selbstzünder löst in den meisten Modellreiehen die aktuellen 1,7- sowie die schwächeren 2,0-Liter-Aggregate ab. Im Vergleich zum etwa im Zafira Tourer erhältlichen 2,0-Liter-Turbodiesel mit ähnlicher Leistung sollen Spritverbrauch und Kohlendioxid-Ausstoß mit nur noch 4,1 Litern und 109 Gramm um zehn Prozent geringer ausfallen.

Noch bessere Werte möglich

Die Ingenieure gehen davon aus, dass mit diesem Motor in kleineren Fahrzeugen sogar Werte von weniger als vier Litern und 100 Gramm und darunter möglich sind. In Sachen Schadstoffausstoß sei der neue 1,6-Liter-Turbodiesel dank eines speziellen Einspritzsystems „so sauber wie ein Benziner“ und erfülle bereits die ab September 2015 gültige Abgasnorm Euro 6. Die Rüsselsheimer kündigen dieses Triebwerk auch noch mit zusätzliche Leistungsstärken an.

Mit besserem Schaltkomfort

Die neuen Motoren werden kombiniert mit manuellen Fünf- und Sechsgang-Getrieben mit verbessertem Schaltkomfort. Allein für deren Optimierung habe man mehr als 50 Millionen Euro investiert, heißt es. Zahlreiche Änderungen an den Getriebekomponenten und Schaltmechanismen sowie an der Integration ins Fahrzeug sorgten für deutlich kürzere Schaltwege und minimalen Kraftaufwand beim Schalten. Zudem ist ein besonders reibungsarmer Sechsstufen-Automat erhältlich mit „Active Select“ genannter Funktion zur manuellen Gangwahl, die für ein direkteres Fahrgefühl sorgen soll.

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