„RIC“ Staaten auf der Überholspur im Fahrzeugabsatz
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Daimler will 2020 wieder an der Spitze der Premiumhersteller stehen und VW mittels seiner ambitionierten „Strategie 2018“ Nummer eins der Automobilhersteller werden. Das 23. Automobilforum stellt sich den komplexen globalen Herausforderungen angesichts einer labilen Weltwirtschaft.

Dunkle Wolken verdüstern nach Ansicht von Johannes Lapré, Geschäftsführer „IHS Global“, die Wachstumsprognosen der Weltwirtschaft für 2012 und die folgenden Jahre. Das stabile Geschäftsklima, so die Prognose, werde sich außerhalb Europas fortsetzen und die Weltautomobilproduktion stärker wachsen als die globale Wirtschaft. Dabei werden die Anforderungen an die Automobilhersteller und die Zulieferindustrie immer komplexer.

In diesem schwierigen Umfeld schrieb Volkswagen 2011 das beste Ergebnis seiner Geschichte mit einem operativen Ergebnis von mehr als elf Milliarden Euro und einem Plus von 1,1 Millionen produzierter Fahrzeuge. Obwohl der europäische Markt ein Minus von zwei Millionen Fahrzeugen zu beklagen hat. Dieser Rückgang des Neuwagengeschäfts in Europa „entspricht der Jahreskapazität von zehn Fabriken,“ verdeutlichte Michael Macht, Produktionsvorstand der Volkswagen AG. Das Wachstum – da herrschte Einigkeit – findet im wesentlichen in Asien und Russland statt, in den so genannten „RIC“-Staaten (Russland, Indien, China); und abgeschwächt auch in Südamerika. Die Herausforderungen der Zukunft will Wolfsburg mit Wirtschaftlichkeit und Prozessorientierung meistern. Für den Zwölfmarken-Konzern gilt es, 94 Standorte mit 16 Motoren- und 22 Getriebegruppen, mit über 190 Pressestraßen, mehr als 28.000 Robotern, über 40 Anläufen pro Jahr und insgesamt über 870 Standards zu koordinieren. Mit einer Umsatzrendite von mehr als acht Prozent sieht sich das Unternehmen auf gutem Wege.

Wer erfolgreich sein will, muss eine klar durchdachte Strategie vorweisen können und verstärkt vor Ort produzieren. „Es genügt nicht, ein gutes Auto zu bauen, es muss sich auch lohnen,“ betonte Thomas Steinberger von „Pricewaterhouse Coopers“. Dem pflichtete Klaus Zehender, Leiter Einkauf Mercedes-Benz Cars und Vans, uneingeschränkt bei. „Regionalisierung“ oder „local content“ heißen die Schlagworte. Wer auf der Gewinnerseite stehen möchte, ob als Hersteller oder Zulieferer, muss sich global aufstellen.

Ungefähr 40 Millionen mehr produzierte Fahrzeuge bis 2018 zeichnen das Bild einer Automobilindustrie auf solidem Wachstumskurs. Allerdings findet dieses Wachstum hauptsächlich in Asien statt. In China und immer mehr auch in Indien, das bis 2020 zum drittgrößten Fahrzeugmarkt der Welt aufsteigt, so die Prognosen. Die klare Botschaft: Wer nicht schon vor Ort aktiv ist, sollte sich schleunigst auf den Weg machen, wenn er weiter im Geschäft bleiben möchte.

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