Roller-Highlights auf der Intermot 2008
Roller-Highlights auf der Intermot 2008 Bilder

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Im Mittelpunkt der größten Motorrad- und Roller-Messe Europas, der Intermot 2008 , stehen in diesem Jahr die Roller, denn das Interesse an den häufig belächelten Scootern hat deutlich zugenommen.

Gerade in der Hubraumklasse über 125 ccm verzeichnen die Hersteller Zuwächse von bis zu 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei den 50er-Roller, die nur mit einem Versicherungskennzeichen gefahren werden können und damit statistisch schwer zu erfassen sind, sollen nach Herstellerangaben dieses Jahr rund 200 000 Fahrzeuge verkauft werden. Dieser Run auf diese Fahrzeuge hat einerseits ökonomische Gründe wegen der hohen Spritpreise, aber auch praktische Erwägungen, indem vom Zweitwagen auf das Zweirad umgestiegen wird. Gerade im städtischen Umfeld haben Roller große Vorteile: Sie sind wendig, brauchen wenig Parkplatz und sparen im Stau Zeit.

Daher dürften besonders Roller mit modernen Antriebskonzepten auf das Zuschauerinteresse stoßen. Wobei sich die Konzepte hauptsächlich auf kleinere Elektroroller bezieht, die immer noch mit geringen Reichweiten und langen Ladezeiten der Batterien zu kämpfen haben – oder mit dem Preis. Wer zum Beispiel bereit ist, rund 10 000 Euro für einen Elektroroller wie den amerikanischen Vectrix zu bezahlen, bekommt zwar Leistungsdaten wie bei einem Maxi-Roller mit einer Höchstgeschwindigkeit um die 100 km/h, muss aber schon sehr viel unterwegs sein, um die Mehrkosten wieder hereinzufahren.

Auf der Messe am Rhein kann man auch der Ablösung einer Legende beiwohnen. Zwölf Jahre nach der Einführung des 50er-Rollers Speedfight ersetzt Peugeot seinen Bestseller durch den Speedfight 3, nachdem er die historische Hürde von insgesamt 500 000 verkauften Einheiten genommen hat. Besonders bei Jugendlichen ist das Modell beliebt wegen seiner sportlichen [foto id=“50869″ size=“small“ position=“right“]Optik. Der Sport-Scooter hat ein völlig neues Fahrwerk erhalten, was ihn insgesamt zwölf Zentimeter länger macht. Vergrößert worden sind auch die Räder, die jetzt 13 Zoll messen.

Mit zahlreichen Gimmicks wie einem 12-Volt-Stecker zum Anschuss einer als Zubehör erhältlichen Soundanlage und verschiedenen digitalen Cockpitanzeigen soll der Speedfight gerade wieder beim jungen Publikum punkten. Der Fuffi wird in drei Motorvarianten angeboten, die übrigens aus China kommen.Das Reich der Mitte nimmt bei der Entwicklung von Rollern eine immer wichtigere Position ein. Mehrere namhafte europäische Hersteller wie zum Beispiel Piaggio lassen in China ihre Roller zusammenbauen. Aber auch japanische Unternehmen wie Yamaha haben Modelle in ihrem Programm, die in China produziert werden. Auch eine alte Traditionsmarke zählt dazu: Kreidler. Das ehemalige deutsche Unternehmen präsentiert in Köln gleich sechs neue Roller, allesamt in China gefertigt.

Andere große Namen wie Benelli, Italjet und Garelli überleben nur noch Dank chinesischer Investoren. Außen auf dem Fahrzeug ein bekannter Name, darunter häufig einfachste und preiswert umgesetzte Technik. Moderne Antriebstechnik hat nämlich ihren Preis, wie man am Beispiel Yamaha sieht. Ein Technik-Highligt wie der Giggle 50 oder der neu vorgestellte Neo’s 4, dessen 50 ccm-Einzylinder-Viertaktmotor zu den wenigen Benzin einsparenden und emissionsarmen Antrieben mit elektronischer Benzineinspritzung zählt, kosten doppelt soviel wie ein sogenannter China-Kracher. Europäische Technik, trotz des Zusammenbaus in China, bietet die zum Piaggio-Konzern gehörende Rollermarke Vespa. Dort besinnt man sich mal wieder auf die eigene Geschichte und schenkt der Vespa S einen neuen Motor, einen Viertakt-Einzylinder mit vier Ventilen. Der Motor soll 4,3 PS leisten, also nicht ganz ein PS mehr als der alte Antrieb, und rund ein Drittel weniger Sprit verbrauchen als ein vergleichbarer Zweitaktmotor.

Dass sich Dreirad-Roller hierzulande gut verkaufen lassen, hat Piaggio mit dem MP3 bewiesen. Etwa 2 000 Stück will der Hersteller in Deutschland verkauft haben. Auf der Intermot zeigen die Italiener nun eines dieser Dreiräder mit 250 beziehungsweise 400 Kubikzentimeter Hubraum soweit umgerüstet, dass man auch mit dem Pkw-Führerschein ein solches Fahrzeug fahren darf. Dazu erhielt der MP3 eine zusätzliche Fußbremse – wie früher bei einer klassischen Vespa – eine Spurverbreiterung und seitlich montierte Blinker, um den Gesetzesvorgaben zu genügen. Der Hersteller empfiehlt Autofahrern allerdings, vor dem ersten Ausflug an einem Sicherheitstraining teilzunehmen. Der Piaggio MP3 mit Hybrid-Antrieb sollte eigentlich schon im Sommer serienreif sein, aber der Verkaufsstart wurde noch einmal verschoben.

Der MP3 125 dagegen ist der erste Piaggio-Roller mit Benzineinspritzung. Fast interessanter aber ist, dass der MP3 das sogenannte „ride by wire“ erhält, ein System, das den Mix aus Luft und Benzin nicht mehr mechanisch, sondern elektronisch regelt – jeweils angepasst auf den Fahrstil, egal ob sportlich oder tourig unterwegs. Das System wird erstmals an einem Roller angewandt. Elektronisch geregelt wird zudem neu beim MP3 die Kühlung, was die Haltbarkeit des Motors erhöht und Wartungsintervalle von 10 000 Kilometer statt 6 000 Kilometer wie bisher ermöglicht. Auch das hilft, Kosten zu senken.

Bedauerlich an der Intermot ist, dass der eigentliche Scooter-Star in der Domstadt nur auf Bildern zu bestaunen ist, real aber auf der gleichzeitig stattfindenden Automobilausstellung [foto id=“50870″ size=“small“ position=“left“]in Paris seinen Auftritt hat: der innovative Peugeot HYmotion3. Der dreirädrige Dachroller, der vorne wie ein Piaggio MP3 aussieht und von hinten wie der legendäre, inzwischen eingestellte BMW C1, hat das Zeug, der Zweirad-Industrie den Weg in die Zukunft zu zeigen. Die Studie ist bewusst als dreirädriges Fahrzeug mit Neigetechnik konzipiert worden. Es steht für Stabilität, Sicherheit und maximales Fahrvergnügen. Mit einer Breite von 82 Zentimeter ist es kaum breiter als ein normaler Roller, daher besonders wendig im Straßenverkehr. Die Windschutzscheibe ist bis zum Heck verlängert und bildet bei Wind und Regen eine schützende Zelle für Fahrer und Sozius. Außerdem kann dieses Fahrzeug mit dem Pkw-Führerschein gefahren werden.

Das Konzept ist mit HYmotion ausgerüstet, einem Hybrid-Antrieb der neuesten Generation. Er beinhaltet den gleichen Kompressormotor, der bereits im Peugeot-Roller Satelis eingesetzt wird. Mit maximal 15 kW/20 PS treibt der Single das Hinterrad an, er wird mit zwei Elektromotoren in den Vorderrädern kombiniert, die jeweils drei kW beisteuern. Die Antriebsaggregate entwickeln so zusammen eine Gesamtleistung von 21 kW/29 PS bei einem besonders moderaten Kraftstoffverbrauch von durchschnittlich zwei Litern Superbenzin auf 100 Kilometern. Die Fahrleistungen sollen denen eines 400-Kubik-Rollers entsprechen. Ausgerüstet ist der Hybrid-Scooter außerdem noch mit ABS. Ob das Fahrzeug allerdings gebaut wird, hängt auch davon ab, was andere Hersteller wie Piaggio und eventuell auch BMW in dieser Richtung noch bringen werden. Die Münchener spielen ja mit dem Gedanken, wieder ins Scooter-Geschäft einzusteigen. Die Entscheidung darüber soll noch Ende 2008 fallen.

Trotz des fehlenden HYmotion3 hat sich auf der Intermot bei den Rollern der Trend bestätigt, dass die Hersteller diesmal weniger in sensationelle neue Modelle investiert, sondern das Augenmerk mehr auf technische Details gelegt haben, die den Roller vor allem in Sachen Benzinverbrauch und Komfort noch attraktiver machen.

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