Rückrufe von Automobilherstellern – was bedeutet das?
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Rückrufaktionen von Automobilherstellern sind keine Seltenheit. Ihre Zahl hat sich Statistiken des ADAC zufolge seit 1998 verdreifacht, im Vorjahr wurden deutschlandweit rund eine Million Fahrzeuge wegen Sicherheitsbedenken zurückgerufen.

Erinnerung

In Erinnerung bleiben stets die großen Massenrückrufe wie derzeit bei Toyota oder jene, die auf einem bestimmten Fehlverhalten des Fahrzeugs wie die umkippende Mercedes-Benz A-Klasse beim sogenannten Elchtest beruhen. Doch warum werden eigentlich Autos zurückgerufen, wie funktioniert die Aktion genau und was hat das für Konsequenzen für den Fahrzeughalter?

Rückrufe von Autos

Rückrufe von Autos sind eine Vorsichtsmaßnahme, bei der potenzielle Gefahrenherde in einem Fahrzeug ausgeschaltet werden sollen, möglichst bevor sie Schaden anrichten können. Nach der Definition des sogenannten Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes haben sie vor allem dann zu erfolgen, wenn von einem Mangel eine plötzliche, unvorhersehbare und unabwendbare Gefahr für die Fahrzeuginsassen ausgeht. Die Automobilhersteller greifen oftmals jedoch früher zu einer Rückrufaktion, indem sie im Rahmen sogenannter „freiwilliger“ Rückrufe Autos bereits vor der Existenz einer ernsten Gefahr in die Werkstatt bitten. Das tatsächliche Risiko für den Autobesitzer ist dann meist gering. Da Rückrufaktionen jedoch stets verunsichern, wägen die meisten Hersteller zunächst zwischen der Risikominimierung und dem entstehenden Imageverlust ab. Ist ein Rückruf unvermeidbar, werden die Halter der betroffenen Fahrzeuge angeschrieben. Meist erhalten die Autohersteller die entsprechenden Adressen aus einer Datenbank des Kraftfahrt-Bundesamtes, in der die aktuellen Besitzer jedes in Deutschland zugelassenen Fahrzeugtyps registriert sind. In dem Schreiben werden sie aufgefordert, den nächsten Händler der Marke zu besuchen, weil ein Mangel im Fahrzeug aufgetreten ist. Bei einem für den Halter gewöhnlich kostenlosen Werkstattaufenhalt soll dieser behoben werden, dafür ist ein entsprechender Termin mit dem Händler auszumachen. Oft werden mit diesem Schreiben auch Verhaltenshinweise mitgeteilt, wie bei Auftreten des Mangels vor dem Werkstattbesuch zu reagieren ist.

Unnötige Panikmache

Für Autohersteller und -besitzer ist ein Rückruf zweifelsohne lästig. Meist hat er jedoch präventiven Charakter, der den Halter nur vor Gefahren schützen soll. Eine unnötige Panikmache ist deshalb unangebracht. Wer sich unwohl fühlt, sollte sein Fahrzeug dennoch bis zum Werkstattbesuch nicht mehr benutzen, obwohl das Gefahrenrisiko gewöhnlich gering ist.

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