Schumacher dankt Ferrari: Abschied aus Maranello

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(motorsport-magazin.com) Elf Jahre lang waren Michael Schumacher und Ferrari auf der Rennstrecke unzertrennlich. Drei weitere Jahre blieben der Deutsche und die Scuderia verbunden. Damit ist jetzt Schluss. Ab der Saison 2010 wechselt Schumacher die Farben von Rot zu Silber. "Es war kein einfacher Schritt, ehrlich gesagt, denn ich habe viele Freunde bei Ferrari und gute Erinnerungen an meine Zeit dort", gesteht Schumacher.

Der einzige Grund, warum er über ein Comeback bei einem anderen Teams als Ferrari nachdachte, waren alte Freunde: Ross Brawn und Mercedes. "Ich möchte gar nicht leugnen, dass mich die Vorstellung eines deutschen Teams in der Formel 1 extrem reizt – ich glaube, das würde jedem deutschen Rennfahrer so gehen", erklärt Schumacher. "Und natürlich spielt es eine große Rolle, dass ich bei Mercedes Grand Prix wieder mit Ross arbeiten kann."

Der Hunger ist zurück

Das ist aber nicht alles: "Vor allem ist auf einmal mein alter Rennfahrer-Hunger wieder erwacht. Noch in Abu Dhabi, als Ross mich fragte, ob ich mir eine Rückkehr vorstellen könne, fühlte ich mich nicht bereit dafür. Doch nur zwei Wochen später, als er mich erneut anrief, merkte ich, wie das alte Feuer hochkam. Plötzlich hatte mich das Fieber wieder gepackt." Die Vorstellung, wieder in einem Formel-1-Auto um die Weltmeisterschaft zu fahren, war für ihn wieder aufregend.

Bis dahin hatte er Comebackwünsche bestritten. "Der Initialzünder war die Verletzung von Felipe [Massa] im Sommer und die damit verbundene unvorhersehbare Situation", bestätigt Schumacher, der eigentlich plante, seine Karriere bei Ferrari zu beenden. "Ich hatte vorher keine andere Motivation und wollte eigentlich auch Luca di Montezemolo absagen." Doch der erste Test in Mugello und die weltweiten Reaktionen machten Schumacher wieder Lust auf mehr. "Ich habe gespürt, wie wohl ich mich in einem Auto fühle, trotz der Schmerzen, wie schnell ich mich darin zurechtgefunden habe."

Initialzündung im Sommer

Das Gespräch mit Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo verlief positiv. "Er hatte mitbekommen, dass ich sehr enttäuscht war, als ich im Sommer das Comeback mit Ferrari absagen musste", sagte Schumacher, der bei Ferrari keine Möglichkeit auf ein Cockpit in der Saison 2010 bekam. "Es war aber auch in keiner Weise vorherzusehen, dass diese Möglichkeit entstehen würde." Erst im November habe Ross Brawn Schumachers Rennfahrerherz begeistern können. "Da hat es in mir gefunkt und ich bin zufrieden, diese Entscheidung getroffen zu haben."

Trotzdem gelten seine Gedanken Ferrari. "Ich bin sehr froh darüber, dass die Trennung so harmonisch abläuft und wir weiterhin in Freundschaft verbunden sind", so Schumacher. "Ich möchte einen großen Dank an Luca di Montezemolo und das gesamte Team aussprechen, für all die gemeinsame Zeit – und dafür, dass sie mir die Möglichkeit geben in Freundschaft zu gehen." Solche Taten machen Freundschaften aus, meinte er. "Denn auch wenn der Vertrag noch nicht unterschrieben war, hatten wir uns doch die Zusammenarbeit in die Hand versprochen. Nach diesen 14 Jahren werde ich ein großes Stück Ferrari immer im Herzen tragen, und ich werde nie die Zuneigung und Begeisterung der tifosi vergessen."

Ab sofort sind die roten Autos jedoch Gegner wie alle anderen auch. "Die Verbundenheit wird bleiben, auch wenn wir uns auf der Strecke duellieren werden – denn ich bin sicher, Ferrari wird zur alten Stärke zurück finden, weil die Mannschaft so gut und gefestigt ist."

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