Selbstzünder machen sich aus dem Staub
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Im Eiltempo tobt die Rallye Dakar durch Marokko, dem Herzstück in Mauretanien entgegen. Zählten jenseits von Afrika noch Sekunden, wird nun auch bei den Topteams in Minutenabständen gerechnet. Mit drei von vier Tagessiegen macht Volkswagen weiter das Tempo. Zuerst brillierte Lokalmatador Carlos Sousa auf heimischen Pisten in Portugal und setzte sich zusammen mit seinem deutschen Beifahrer Andreas Schulz noch vor den vier Werkswagen an die Spitze des Feldes. Tags darauf legte der ehemalige Rallye-Weltmeister Carlos Sainz nach, bevor der Südafrikaner Giniel De Villiers mit Co Dirk von Zitzewitz (Karlshof) den dritten Etappensieg für Volkswagen besorgte. Titelverteidiger Mitsubishi, in den vergangenen Jahren sechsmal in Folge siegreich, hat den Auftakt der bis zum 21. Januar dauernden Marathonrallye verschlafen und befindet sich erst einmal in der Verfolgerrolle. Mittendrin im Werksduell, der Wüsten-Exzentriker Jean-Louis Schlesser, der auf der gestrigen Etappe die Nase seines Eigenbau-Buggy vorne hatte. Knapp dahinter versucht auch das hessische X-raid BMW Team, wie VW mit einem Dieselmotor am Start, Anschluss zu halten.

Respekt von der Konkurrenz

„Dass VW so angast, hätten wir nicht erwartet“, staunt Wüsten-Schumi Stéphane Peterhansel, der neben Vorjahressieger Luc Alphand die Doppelspitze bei Mitsubishi bildet. „Nun gilt es Druck zu machen.“ Bei der zum 29. Male ausgetragenen Marathonjagd längst das einzige Rezept. Alles ist möglich, die Dakar unberechenbar. Im Prestigeduell Benziner gegen Diesel musste auch Widersacher Volkswagen einen ersten, wenn auch kleinen Rückschlag hinnehmen. Ausgerechnet der viermalige Dakar-Sieger Ari Vatanen versenkte beim Auftaktgeplänkel seinen Race Touareg in einer Wasserfurt und kann mit Stunden-Rückstand seine Siegambitionen getrost begraben. Nur unwesentlich besser Jutta Kleinschmidt. Auch die deutsche Wüstenqueen im X-raid BMW X3 CC hadert mit allerlei Unbill und hetzt 2,5 Stunden hinter der Spitze hinterher. Derweil mischt ihr junger Teamkollege Guerlain Chicherit als Gesamt-Achter im Duell der beiden Werksmannschaften munter mit.

VW hat den Sieg im Blick – Andere wollen nur durchkommen

Eine Situation von der andere nur träumen können. Dakar-Debütant Sandro Wallenwein (Stuttgart) und sein Hamburger Co Thomas Schünemann agieren clever und liegen im privat eingesetzten Buggy auf dem tollen 40. Gesamtrang. Ihr einziges Ziel: „Durchkommen!“ Im sechsten Anlauf will dies auch das Göppinger Abenteurerduo Gerhard Walcher/Stefan Niemz packen und wühlen im Mittelfeld der Racetruck-Klasse mit. Weniger Glück hatte Ellen Lohr. Beim zweiten Versuch im M-Klasse-Prototyp blieb die ehemalige DTM-Pilotin mit Getriebeschaden schon jenseits von Afrika liegen. Sand drüber. Das rasende Zeltlager tobt derweil weiter Richtung Dakar, wo die Rallye am 21. Januar endet. Finaler deutscher Jubel nicht ausgeschlossen. Denn nach dem ersten Sieg einer Frau (Jutta Kleinschmidt 2001) könnte diesmal der erste Diesel-Sieg durch einen Volkswagen folgen.

Tragödien bleiben nicht aus

Unwägbarkeiten und Tragödien sind schon immer Teil der skurrilen Dakar-Faszination, wie – und das ist die Kehrseite der wilden Wüsten-Wallfahrt – über 45 Todesopfer in der 28-jährigen Geschichte belegen. Auch gestern musste ein Motorradfahrer seine wüste Leidenschaft mit dem Leben bezahlen. Nach 140 von 405 Kilometern der vierten Tagesetappe verunglückte der 29 Jahre junge Elmer Simons aus Südafrika tödlich. Er wird wohl nicht der letzte bleiben.

ar/rk

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