Klare Linien unterstreichen das moderne Design

Skoda Superb Kombi: Grenzgänger
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Beim Design hat die tschechische Volkwagen-Tochter Skoda einen guten Lauf, und beim Raum für Passagiere und Ladung waren auch die Vorgänger des Superb bisher schon so sehr führend wie sie beim Preis zurückhaltend waren.

Der Vorgänger war ja auch schon ein preisgünstiges Raumwunder

Dabei verblüfft Skoda auch bei diesem Superb Kombi mit einem überzeugenden Einstiegspreis der nur knapp über dem Niveau der besseren Kompaktklasse liegt. Aber auch bei Skoda wird das Geschäft nicht anders ablaufen als bei anderen: Dieses Modell zum Einstiegpreis wird vermutlich nicht ein einziges Mal gebaut werden, obwohl die Preislisten den Skoda Superb Combi Ambition als recht gut ausgestattet beschreiben.

Außer der Variante „Active“ bietet Skoda noch „Ambition“ als Diesel mit 150 PS von 125 PS bis 220 PS, fünf Diesel von 120 PS bis190 PS, das Sechs-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG Frontantrieb und viele Komfort- und Sicherheitssysteme, je nach Version in der Serie oder als Option. Der Einstieg in einen Superb liegt daher bei 24 700 Euro für den Superb Combi – ein Preis für einen 2.0 TDI mit 150 PS und DSG, der deutlichen Abstand zum Wettbewerb hält, auch zu dem aus dem eigenen Konzern, dem Volkswagen Passat. Doch der Passat hat mit seiner etwas feiner ziselierten Ausstattung, einem Hauch mehr Hochwertigkeit und dem besseren Image traditionell die Nase vorn beim Flottengeschäft, beim Verkauf an Dienstwagenkunden. Da liegt der Superb aktuell auf dem siebten Rang. Aber er kämpft nun heftig mit 660 Litern Kofferraum, die sich auf sagenhafte 1950 Liter erweitern lassen und der Möglichkeit, nach Umlegen der Lehne des Beifahrersitzes Ladungen bis 3,10 Meter Länge unterbringen zu können. Dazu kommen die zahlreichen kleinen, feinen und pfiffigen Ausstattungsideen, die Skoda als „simply clever“-Lösungen anbietet, darunter jetzt auch ein zweiter Regenschirm in der Türverkleidung. Rolls-Royce hat nur einen an Bord.
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Neun von zehn Superb wurden bisher schon als Kombis gekauft

Das können beim Neuen sogar noch mehr werden, meint Imelda Labbé, Skoda-Chefin in Deutschland. Sie rechnet das neue Flaggschiff der Skoda-Baureihen zur Mittelklasse. Im Kontakt mit dem Kombi geht es einem aber nicht anders als bei der Limousine: Vom Raumangebot her haben beide die Klassengrenzen gesprengt, zumal sie bei der Kopffreiheit vorn und hinten sowie bei der Ellenbogenbreite noch einmal zugelegt haben. Maße wie die Kniefreiheit für die Insassen auf der Rückbank lassen den Superb zu einem Grenzgänger werden. Sie misst nun 157 Millimetern. Da muss so manche Oberklasse-Limousine schamhaft passen.

Wir haben jetzt den Superb Ambition in einer Ausstattung, von der wir annehmen, dass sie viele Abnehmer finden wird, mit dem Zwei-Liter-TDI von 110 kW / 150 PS mit der Sechs-Gang-DSG in der Ausstattungsvariante Style. 30 Prozent weniger Verbrauch bei 20 Prozent mehr Leistung versprechen die Presseunterlagen als Mittel für die neue Generation. Man kommt mit 5,8 Litern Diesel zurecht und hat nie das Gefühl, nicht genug Kraft zur Verfügung zu haben.
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Alles ganz zeitgemäß

150 PS und das DSG sind eine gute Kombination, die sich auch beim Herausbeschleunigen aus Kurven nicht lumpen lässt. Dabei wirken sich nicht nur die rund 70 Kilogramm Mindergewicht aus, auch das elektronische Sperrdifferenzial XDS+ hilft beim Einlenken. Zusammen mit dem adaptiven Fahrwerk Dynamic Chassis Control geht es sogar agil und sportlich voran, wenn man beim „Driving Mode Select“ die Einstellung Sport gewählt hat. Die Spreizung der Einstellungen des Superb-Charakters reicht bis zum komfortablen Gleiten mit fast amerikanisch weichem Federverhalten. Das Konzern-Regal erlaubt es, auch den Skoda Superb Kombi in Sachen Fahrerassistenz-System, Infotainment und Konnektivität auf ein Maß hochzurüsten, das zum Anspruch der oberen Kante der Mittelklasse passt. Auch der Superb lässt sich zu einem Hotspot mit dem größten Laderaum konfigurieren und die eigenen Smartphones einbinden. Das gilt auch für die Optik, die wir schon bei der Limousine lobten: Klare Linien unterstreichen die Modernität des Designs. Schnörkel finden nicht statt. Das Auge hat auch so genug Anlass, das Gesicht des Skoda Superb Kombi zu betrachten, der Charakterlinie an der Seite zu folgen und am Ende als Ergebnis an den Betrachter zu signalisieren: Der sieht gut aus. Nur schade, wenn man gerade den Vorgänger gekauft hat.
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