BMW

Techno Classica: BMW feiert 50 Jahre „Neue Klasse“

Techno Classica: BMW feiert 50 Jahre Bilder

Copyright: auto.de

BMW 1500 auf der Automobilausstellung 1961 in Frankfurt. Bilder

Copyright: auto.de

BMW 1500. Bilder

Copyright: auto.de

BMW 1500. Bilder

Copyright: auto.de

BMW 1800 beim 24-Stunden-Rennen im belgischen Spa Francorchamps 1966. Bilder

Copyright: auto.de

BMW 1800 TI beim 12-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 1964. Bilder

Copyright: auto.de

BMW 1800 TI beim 12-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 1964. Bilder

Copyright: auto.de

BMW 1500. Bilder

Copyright: auto.de

BMW 1500. Bilder

Copyright: auto.de

BMW 1500. Bilder

Copyright: auto.de

BMW 1500. Bilder

Copyright: auto.de

BMW 1500. Bilder

Copyright: auto.de

BMW 1500. Bilder

Copyright: auto.de

BMW blickt auf der Techno Classica (-3.4.2011) in Essen auf die Internationale Automobilausstellung 1961 in Frankfurt zurück. Dort feierte der 1500er seine Premiere, der als „Neue Klasse“ des Münchener Autoherstellers in die Unternehmensgeschichte einging. Die Kenndaten: 59 kW / 80 PS, vollgetankt 950 Kilogramm schwer und 150 km/h schnell. Für die Beschleunigung von null auf 100 km/h wurden 16,8 Sekunden angegeben.

Erst zwei Jahre zuvor war BMW haarscharf der Pleite und dem Verkauf an Daimler-Benz entgangen und vom Großaktionär Herbert Quandt gerettet worden. Der BMW 1500 war ein Wagnis. Mit ihm musste der Durchbruch gelingen. Die italienisch gestylte Karosserie mit ihren klaren Linien trug an der Front zunächst die Kühlermaske aus der 507-Ära der 1950er Jahre. Als Quandt den fertigen Entwurf gesehen hatte, so wird berichtet, wollte er unbedingt die klassische BMW Doppelniere sehen. Die Designer bastelten in aller [foto id=“352078″ size=“small“ position=“left“]Schnelle eine passende Niere und platzierten sie in der Frontmitte. Niere und Horizontaleffekt der Kühlermaske kamen dadurch zusammen – ein neues BMW-Gesicht entstand.

Designsprache

Ab dem 1500 war die Niere mehr Schmuck als Hauptelement, die Scheinwerfer übernahmen eine immer wichtigere Rolle im Design. Und noch ein weiteres Detail fand sich erstmals an dem neuen Mittelklassewagen: Der Übergang von der C-Säule zum Wagenkörper war nicht mehr rund, sondern in einem Knick ausgeführt. Das hatte zunächst ganz profane Gründe: Die verbreiterte Abstützbasis der C-Säule war eine Folge der Ganzstahlkonstruktion des 1500 um einen möglichen Schwachpunkt am Dachübergang auszuschließen. Zu Ehren des Karosseriechefs Wilhelm Hofmeister, der diese Formgebung als Stilelement für BMW kultivierte, taufte man es Jahre später „Hofmeister-Knick“.

Die Produktion des 1500 lief zunächst planmäßig im September 1962 an. Mit ihm hatte BMW das fehlende Bindeglied zwischen Klein- und Großwagen im Programm. Hatte man bisher gespottet, BMW baue nur „Autos für Bankdirektoren und Tagelöhner“, sprach die neue Mittelklasse – wie beabsichtigt – einen neuen Kundenkreis an. Während beim BMW 700 und beim BMW LS nur 14 Prozent aller Kunden Selbständige in ihrem Beruf waren, kamen die Aufträge für den BMW 1500 anfangs zu 76 Prozent aus den Kreisen beruflich Selbständiger. Aus der „neuen Klasse“ wurde mit dem BMW 1800 die „Neue Klasse“. Flugs [foto id=“352079″ size=“small“ position=“right“]nannte die BMW Werbung den 1500 bereits 1962 die „neue Klasse“, wobei das Wort „neue“ zunächst kleingeschrieben war. Monate später ging man dazu über, die „NEUE KLASSE“ in Großbuchstaben zu schreiben – und kreierte damit einen Eigennamen, der sich wenig später „Neue Klasse“ las.

Im Herbst 1963 wurde in Frankfurt dann der BMW 1800 präsentiert. Er bot 66 kW / 90 PS und 160 km/h Höchstgeschwindigkeit. Für 9985 DM, 500 Mark mehr als der 1500 kostete, bekam der Käufer damals ein Auto, das in 13,2 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigte. Noch mehr Leistung gab es im 1800 ti, dessen Motor aus 1,8 Litern Hubraum 80 kW / 110 PS schöpfte, in elf Sekunden aus dem Stand Tempo 100 erreichte und 170 km/h schnell war. Mit ihm legte BMW auch den Grundstein für die Motorsporterfolge der Neuen Klasse. In der Wettbewerbsversion leistete der Wagen 130 PS und erreichte über 190 km/h Endgeschwindigkeit.

Der 1500er wurde im Frühjahr 1964 vom BMW 1600 mit 61 kW / 83 PS und 155 km/h Höchstgeschwindigkeit abgelöst. Doch die Kundschaft setzte ganz auf den 1,8 Liter und so nahm BMW den 1600 nach zwei Jahren Produktionszeit wieder aus dem Programm. Ab Ende Januar 1966 ging das neue Topmodell in Serienproduktion: Der BMW 2000 war 74 kW / 100 PS stark, knapp 170 km/h schnell und 11260 Mark teuer. Aufgrund der positiven Erfahrung, die BMW mit den Varianten des 1800 gemacht hatte, stand der neuen Reiselimousine von Anfang an auch gleich eine sportlichere Version zur Seite, der 2000 TI. [foto id=“352080″ size=“small“ position=“left“]Bei ihm ersetzten zwei Doppelvergaser den Vierfachvergaser des 2000 zudem stieg die Verdichtung von 8,5 auf 9,3. Das Ergebnis waren 20 PS mehr, die dem 2000 TI eine Spitzengeschwindigkeit von 180 km/h ermöglichte.

1969 kam dann noch der BMW 2000 tii dazu. Das zweite i stand für Injection und signalisierte der Umwelt, dass hier mit 96 kW / 130 PS der leistungsstärkste Viertürer der BMW Mittelklasse daherkam. Die Höchstgeschwindigkeit stieg auf 185 km/h. Drei Jahre später endete nach 350 729 gebauten Fahrzeugen die Ära der „Neuen Klasse“, mit der BMW den Grundstein für den heutigen Erfolg legte.

UNSERE TOP-ANGEBOTE FÜR SIE

MEHR ERFAHREN AUS DEM BEREICH NEWS

mercedes eqe

Mercedes EQE SUV erwischt

bmw m3 touring

Getarnter BMW M3 Touring

Praxistest Aiways U5: Viel Auto fürs Geld

Praxistest Aiways U5: Viel Auto fürs Geld

zoom_photo