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Test Audi Q7 – Prähistorischer Raumgleiter
Test Audi Q7 - Prähistorischer Raumgleiter Bilder

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Von Holger ZehdenLange Zeit waren sogenannte Fullsize SUVs auf dem deutschen Markt eher eine Randerscheinung und beschränkten sich meist auf US-Importe. Doch mit steigender Beliebtheit wuchsen auch die Ausmaße deutscher Crossover immer weiter. Das bisher größte SUV aus deutscher Produktion ist der Audi Q7. Direkte Konkurrenz droht dem Audi durch die Plattform-Zwillinge Porsche Cayenne, VW Touareg sowie von Mercedes GL-Klasse und BMW X5.

Optik

Er überragt sie alle. Mit 5.086 mm Länge, 1.983 mm Breite und einer Höhe von 1.737 mm wirkt selbst ein Porsche Cayenne zierlich gegen den Audi Q7. Seit 2005 fährt das Dickschiff aus Ingolstadt beinahe unverändert vor. 2009 spendierte Audi dem Q7 ein dezentes Facelift. Die Frontschürze wurde dynamisch nach unten gezogen, wo ein neuer Unterbodenschutz die Geländetauglichkeit des Q7 herausstellen soll. Neben serienmäßigen LED-Rückleuchten wurden Heckklappe und Kotflügel ab 2009 aus Aluminium gefertigt. Ihr Design veränderte sich kaum. Trotz dieser Leichmetal-Diät bringt der aktuelle Q7 leer noch mindestens 2.295 kg auf die Waage. Aus diesem Grund soll die kommende Generation – vermutlich ab 2013 – erneut deutlich Abspecken und sparsamere Motoren erhalten.

Fahreindruck[foto id=“417288″ size=“small“ position=“right“]

Womit wir beim Thema wären. Während im Mutterland der SUV das Benzin in Strömen fließt und SUVs mit durstigen V8-Motoren zum guten Ton gehören, fahren hierzulande Dickschiffe wie der Q7 fast ausschließlich als Diesel vor. Dennoch spendierte Audi seinem größten Ringträger 2010 ein neues 3.0-Liter TFSI Aggregat, welches die bisherigen 3.6-Liter (206 kW/280 PS) und 4.2-Liter (257 kW/350 PS) FSI Motoren ersetzt. Dank Kompressoraufladung leistet das deutlich kleinere Aggregat dennoch 200 kW/272 PS oder 245 kW/333 PS. Der größere der beiden „Einstiegs-Benziner“ befeuerte unseren 2.315 kg schweren Testwagen mit ausreichend Power. Dank 440 Nm Drehmoment und serienmäßigem Allradantrieb gelingt dem Schwergewicht der Sprint auf 100 km/h in nur 6,9 Sekunden. Der Vortrieb endet erst bei 243 km/h. Dennoch fühlt sich der aktuell stärkste Benzin-Q7 nicht wirklich nach Sportkanone an.

Dafür dringt auch zu wenig kerniger V6 Sound in den Innenraum vor, denn der 3-Liter V6 geht extrem kultiviert und laufruhig zu Werke. Generell fällt die Geräuschdämmung beim Audi Q7 gut aus. In Verbindung mit der Adaptive Air Suspension genannte Luftfederung fühlt man sich im Q7 wie in einem Raumgleiter, von der Außenwelt abgeschottet. Einen großen Teil dazu trägt die sehr indirekte Lenkung bei, die kaum Rückmeldung von der Straße an den Fahrer gibt. Kein Wunder also, wenn man den Q7 mit mehr als 200 km/h über Deutschlands Autobahnen fliegen sieht. Die Insassen bekommen von der Geschwindigkeit kaum etwas mit. Im Stadtverkehr tut sich der Q7 ob seiner Dimensionen natürlich schwer. Das finden einer Parklücke gestaltet sich ähnlich problematisch, wie das eigentliche hinein manövrieren. Zum Glück gibt’s gegen Aufpreis jede Menge Assistenten (nur leider keinen vollautomatischen Parkpilot). Durch die hohe Sitzposition, die ausladende Motorhaube und die nicht enden wollende Karosserie, ist der Q7 nämlich alles andere als übersichtlich.

Verbrauch

Schmerzhaft auf den Boden der Tatsachen holt der Audi Q7 3.0 TFSI seinen Besitzer jedoch an der Zapfsäule, vorausgesetzt, er muss den Sprit selber zahlen. Denn statt der 10,7 Liter Normverbrauch verlangte unser Testwagen selbst bei defensiver Fahrweise nach mindestens 14 Liter Super-Benzin. Im Stadtverkehr muss mit noch mehr, mit Vollgas auf der Autobahn gar mit doppelt so viel gerechnet werden. Zum nicht unerheblichen Neupreis von mindestens 52.200 Euro kommen bei durchschnittlicher Jahreslaufleistung bereits fast 3.500 Euro Benzinkosten. Viel- (und Schnell-) Fahrer dürften daher ein beinahe familiäres Verhältnis zum Tankwart ihres Vertrauens aufbauen. In Zeiten knapper werdender Rohstoffe sind derartige Verbrauchsdaten nur noch als prähistorisch anzusehen.

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Interieur

Die Ausstattung des Audi Q7, mit Dekoreinlagen in Holzoptik, ist der Oberklasse angemessen, wirkt aber dennoch etwas angestaubt. An vielen Stellen sieht man dem Herrn der Ringe das Alter von sieben Jahren, nach dem Facelift drei Jahren, an. So lässt der Q7 auch optional neue Technologien wie Head-Up-Display oder das neue MMI Navigation plus mit großem und knackigem Display vermissen. All das gibt es bereits im neuen Audi A6, auto.de berichtete. Auch die Feststellbremse, die über ein Fußpedal angezogen und über einen Hebel im Armaturenbrett wieder gelöst wird, ist alles andere als zeitgemäß. Verfügen doch mittlerweile selbst Autos der unteren Mittelklasse über elektronische Feststellbremsen.

Auftrumpfen kann der Audi Q7 jedoch nach wie vor in Sachen Platz und Sitzkomfort. Das Gestühl bietet auf allen Plätzen sehr guten Sitzkomfort, dank Sitzwangen für Fahrer und Beifahrer auch guten Seitenhalt. Auf den Frontsitzen wie auch im Fond bietet der Q7 ausreichend Beinfreiheit, die es gestattet, die Beine auch mal langzumachen. Mit 775 Litern Kofferraum-Volumen, die sich durch umklappen der Rückbank auf bis zu 2.035 Liter erweitern lassen, mutiert der Q7 theoretisch auch zum Lastentier. Doch wer packt ein Luxus-SUV wie den Q7 schon voll bis unters Dach?

Ausstattung[foto id=“417290″ size=“small“ position=“right“]

Als der Audi Q7 noch jung und frisch war, konnte er mit seiner umfangreichen Ausstattung beeindrucken. Die Serienausstattung fällt mit sechs Airbags, Funkfernbedienung für die Zentralverriegelung, elektrisch öffnender und schließender Gepäckraumklappe, Geschwindigkeitsregelanlage, Einparkhilfe hinten, elektrisch einstell-, anklapp- und beheizbaren Außenspiegeln mit integriertem LED-Seitenblinker, Leuchtweitenregulierung, Licht-/Regensensor, Halogenscheinwerfern, 18-Zoll Aluminium-Gussrädern, Holz-Dekoreinlagen, Komfortklimaautomatik, Ledersitzen und MMI Radio noch vergleichsweise übersichtlich aus.

Richtig umfangreich ist dagegen die Optionsliste. Hier kann der geneigte und finanzkräftige Käufer unter anderem aktiv belüft- und beheizbare Klimakomfortsitze, dynamisches Kurvenlicht, Fernlichtassistent, Leuchtweitenregulierung, elektronisch geregelte Luftfederung adaptive air suspension mit stufenlos adaptivem Dämpfungssystem an allen vier Rädern, Panorama-Glasdach, ein Gepäckraum Schienensystem, Vier-Zonen-Klimaautomatik, Memory-Funktion für Fahrer- und Beifahrersitz, automatische Distanzregelung adaptive cruise control, Spurassistent, Toter-Winkel-Warner, Front- und Rückfahrkamera oder ein Bang & Olufsen Sound System ordern. Durch seine umfangreiche Sonderausstattung, schlug unser Testwagen statt mit 63.900 Euro Grundpreis für den 333 PS starken Q7 3.0 TFSI, mit 90.975 Euro zu Buche. Das entspricht einer Preissteigerung von immerhin 42 Prozent.

Motoren

Einziges Benzinaggregat im Audi Q7 ist der 3.0-Liter TFSI V6 mit Kompressoraufladung. Neben der 245 kW/333 PS starken Variante unseres Testwagens bietet Audi das gleiche Aggregat mit 200 kW/272 PS an.

Den Leistungs- und Preiseinstieg bildet jedoch ein 3.0-Liter V6 Turbodiesel mit 150 kW/204 PS. Das gleiche Aggregat gibt es auch mit 180 kW/245 PS Leistung. Letzteres bietet Audi zduem als „Clean Diesel“, der dank SCR-Kat bereits die künftige Euro 6-Abgasnorm erfüllt. Topmotor im Audi Q7 ist seit April 2012 ein 4.2-Liter V8 mit 250 kW/340 PS und 800 Nm Drehmoment, [foto id=“417291″ size=“small“ position=“left“]nachdem der 6.0-Liter V12 mit 368 kW/500 PS und 1000 Nm Drehmoment offiziell eingestellt wurde.

Fazit

Der Audi Q7 ist eine Oberklasse von altem Schlag. Viel Ausstattung, viel Platz, viel Leistung und viel Verbrauch. Die Verarbeitung und verwendeten Materialien sind – wie für Audi üblich – sehr gut. Den „Vorsprung durch Technik“, mit dem Audi wirbt, sucht man im Q7 jedoch vergeblich. Durch die erst kürzlich erfolgten Modellwechsel von A6 und A7 wirkt das Oberklasse-SUV überholt. Gleiches gilt für Gewicht und Verbrauch. Während VW und Porsche den Durst ihrer Benzin-SUVs durch eine Hybrid-Variante wenigstens versuchen zu verringern, verzichtete Audi bisher darauf. Die vierzehn bis 25 Liter Verbrauch sollen mit der neuen Generation 2013 durch konsequenten Leichtbau weiter eingegrenzt werden. Wer weder Fahrzeug noch Kraftstoff selber zahlen muss, oder aber das nötige Kleingeld in der Porto-Kasse hat, der findet im Audi Q7 jedoch ein exzellentes Reisemobil. Sowohl auf längeren Strecken als gefühlt auch durch die Zeit: Der Audi Q7 ist wahrlich ein prähistorischer Langstreckengleiter.


Bewertung –
Audi Q7 3.0 TFSI

Exterieur-Design 2,3
Interieur-Design 1,7
Multimedia 2,3
Navigation 2,1
Fahrbetrieb 2,2
Verbrauch 5
   
Kosten pro Jahr*  
   
Anschaffungspreis Testfahrzeug 90.975,00 Euro
Kraftstoffkosten** 3.465,00 Euro
Steuern 338,00 Euro
Wertverlust 13.646,25 Euro
Gesamtkosten pro Jahr:   
17.449,25 Euro
   
Testergebnis/Gesamtprädikat:  
3,1
   

*Kosten pro Jahr setzen sich zusammen aus Kraftstoffkosten, Kfz-Steuer, errechnetem Wertverlust (15 Prozent p. a.)
**Kraftstoffkosten bei 1,65 Euro/Liter Super-Kraftstoff und einer jährlichen Laufleistung von 15.000 Kilometern

Datenblatt –Audi Q7 3.0 TFSI
   
fünftüriges, fünfsitziges SUV, Allradantrieb
   
Länge/Breite/Höhe: 5.089 mm/1.983 mm/1.729 mm
Radstand: 3.002 mm
   
Motor:

V-6 Benziner mit Kompressoraufladung

Hubraum: 2.995 ccm
Leistung: 245 kW/PS 333 zwischen 5.500 – 6.500 Umdrehungen pro Minute
max. Drehmoment: 440 Newtonmeter zwischen 2.900 und 5.300 Umdrehungen pro Minute
Höchstgeschwindigkeit: 243 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 6,9 s
   
Test-Verbrauch: 14,0 l/100 km
Test-CO2-Ausstoß***: 400 g/km
Verbrauch Hersteller: 10,7 l/100 km
CO2-Ausstoß Hersteller: 249 g/km
Schadstoffklasse: Euro 5
Energieeffizienzklasse: E
   
Ausstattung
(Serie, Auswahl):
 
   
Gewichte/Zuladung  
Leergewicht: 2.315 kg
zul. Gesamtgewicht: 2.965 kg
Zuladung: 575 kg kg
Kofferraumvolumen: 775 bis 2.035 Liter
Anhängerlast (ungebremst/gebremst): 750 kg / 3.500 kg
   
Preise  
Basismodell: ab 52.200,00 Euro (inkl. 19 Prozent MwSt., zzgl. Überführungskosten)
Testwagen: 90.975,00 Euro (inkl. 19 Prozent MwSt.)
Topmodell: ab 75.000,00 Euro (inkl. 19 Prozent MwSt., zzgl. Überführungskosten)
***Basierend auf Berechnungen des bayerischen Landesamt für Umwelt

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Gast auto.de

Februar 10, 2014 um 10:30 pm Uhr

Genau !!! Genau! Böse SUVs!!!

Aber gleichzeitig zweimal im Jahr in den Urlaub fliegen!

Übrigens verbrauch ein Q7 TDI 7-8 L !!!

Gast auto.de

Mai 24, 2012 um 11:38 am Uhr

Wir haben einen Q7 mit dem 3.0 Dieselmotor und 7 Sitzen. Der Verbrauch ist wirklich niedrig. Zwischen 7 und 8 Liter sind möglich.
Wenn ich dann mal einen Smart fahre wo nur 2 Personen reinpassen und auch 4-5 Liter brauche verstehe ich die Diskussion nicht. Pro Person ist der Q7 einfach viel besser.

Gast auto.de

Mai 14, 2012 um 11:35 am Uhr

Jaja, immer die selben Kommentare zum Thema Verbrauch. Zur Vielseitigkeit gehört nun mal auch das Segment der Verbrauchsstarken Autos. Wenn die Ingenieure auswschliesslich so bauen würden wie es die Vernunft verlangt, dann wäre der Automarkt relativ emotionslos. Freude definiert sich nun doch über Leistung. Naiv zu glauben, dass die Menschheit jemals aufhören wird Öl zu pumpen und zu verbrennen. Alles nur eine Frage der Zeit bis der letzte Tropfen Öl auf irgendeine Weise verarbeitet wird.
Gruß stefan

Gast auto.de

Mai 13, 2012 um 8:15 am Uhr

Wenn ein 12t LKW, voll ausgeladen, im Stadtverkehr den annähernd selben Spritverbrauch, wie ein Q7 hat, sollten sich die Ingenieure mal überlegen, ob Sie nicht in eine falsche Richtung entwickeln!!!
Beim Kaufpreis und den Sicherheitsassistenten gibt es sowieso kaum einen Unterschied.
Muss man mit aller Gewalt einer Minderheit sämtliche Wünsche zugestehen??
Und das alles nur wegen dem Gewinn aber auf Kosten der Umwelt und unserer Nachkommen!!
mfg Jonny

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