Dacia

Test: Dacia Duster – Puristischer Restwertriese

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Wenig Geld für ein Auto ausgeben und später möglichst viel vom ursprünglichen Preis wieder einstreichen – wer träumt nicht davon? Laut einer Studie sind zwei Modelle von Dacia zur Zeit sehr wertstabil. Während der Dacia Sandero über alle Segmente die günstigsten Verfallsraten aufweist, bekommen Dacia-Duster-Besitzer nach vier Jahren immer noch mehr als 50 Prozent des Neupreises für den Allrad-Benziner. Laut Prognose wären das für den getesteten Duster 1.6 16V 105 4×4 etwa 8.500 Euro

Ursprünglichkeit

Steigt man in den Dacia Duster, fühlt man sich in eine vergangene Zeit zurückversetzt. Radio und Layout des Armaturenbretts sowie der Mittelkonsole sind sehr einfach gehalten.[foto id=“458784″ size=“small“ position=“right“] Aber Schlichtheit kann auch überzeugen. Der Bordcomputer im Duster ermöglicht mit wenigen Menüpunkten eine sofortige Begegnung von Auto und Fahrer auf Augenhöhe. Es gibt keine versteckten Einstellungen, mit denen sich der Fahrer vor Fahrtantritt minutenlang herumärgern muss.

Äußerer Schein

Der von auto.de getestete Duster trug die Farbe Platingrau. Wirklich glänzen kann der Rumäne damit nicht, er wird sprichwörtlich zum grauen Mäuschen. Das trendige Mahagonibraun-Metallic steht dem Sport Utility Vehicles (SUV) deutlich besser zu Gesicht. Denn das Design ist SUV-typisch. Weit ausgestellte Radkästen sowie Unterfahrschutz, Doppelscheinwerfer und ein verchromter Kühlergrill prägen das Gesicht des Dacia. Mit der ab Ausstattungslinie »Ice« serienmäßigen Dachreling und der für einen kompakten Geländewagen durchaus [foto id=“458785″ size=“small“ position=“left“]eleganten Linienführung setzt sich der rumänische Offroader gekonnt von den eher uninspirierten Modellen der Marke ab, die seit 2000 nach dem Discount-Prinzip in allen Segmenten auftauchten. Äußerlich stört nur die fehlende Verblendung des Auspuffrohrs.

Hoch sitzen

Die Bodenfreiheit von 21 Zentimetern steht dem allradgetriebenen Duster nicht nur gut, sie macht ihn auch fit für Wald- und Wiesenwege. Mit Böschungswinkeln von 30 und 36 Grad sowie kurzen Überhängen vorn und hinten schafft der Duster Ausflüge in unwegsames Gelände. [foto id=“458786″ size=“small“ position=“right“]Für diese Ansprüche lohnt sich ein Duster mit Allradantrieb ab 15.490 Euro. Mittels Drehknopf in der Mittelkonsole können drei Modi (2WD, Auto oder 4WD) gewählt werden.

Erkennt der Duster im automatischen Modus gute Fahrbahnbedingungen, sendet er alle Kraft an die Vorderachse. Erst bei schwierigen Bodenverhältnissen leitet die von Nissan stammende elektromagnetische Kupplung nach Bedarf bis zu 50 Prozent an die Hinterachse. Wahlweise kann auch auf einen starren Allradmodus (4WD) umgeschaltet werden. Der Duster teilt in dieser Einstellung bis 60 km/h die Kraft zwischen Vorder- und Hinterachse. Bei normalen Fahrbahnbedingungen hilft der 2WD-Modus (reiner Frontantrieb), Kraftstoff zu sparen.[foto id=“458787″ size=“small“ position=“left“]

Im 2WD-Modus auf der Landstraße sinkt der Verbrauch des Kompakt-SUV auf 100 Kilometer um bis zu zwei Liter. Trotzdem zeigt sich der Duster eher von der durstigen Seite. Bei Ausfahrten auf der Autobahn sind knappe zwölf Liter pro 100 Kilometer keine Seltenheit. Selbst bei sensiblem Umgang mit dem Gaspedal ist ein durchschnittlicher Wert von unter zehn Litern nur mit Mühe zu schaffen. Dramatisch nimmt der Verbrauch bei Geschwindigkeiten über 130 km/h zu. Die Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h erreicht der Duster relativ entspannt, wenn man von der anschwellenden Geräuschkulisse absieht. Die Motor-, Reifen- und Windgeräuschdämmung ist nicht mehr zeitgemäß, aber kostengünstig.

Mit dem Zweiten fährt man besser

[foto id=“458788″ size=“small“ position=“right“]Der Allrad-Benziner mit 105 PS ist ausreichend motorisiert. Nach unspektakulären 12,8 erreicht man Tempo 100. Dacia verzichtet beim Duster auf eine Geländeuntersetzung, hat ihm aber einen sehr kurz ausgelegten ersten Gang für leistungszehrende Hügelstrecken spendiert. Im täglichen Stadtverkehr ist die Benutzung des ersten Gangs gewöhnungsbedüftig, weil der Duster beim Anfahren schnell in den Drehzahlbegrenzer läuft. Deshalb ist es hier durchaus sinnvoll und Benzin sparend, im zweiten Gang anzufahren.

Der Winter 2013 war für Allrad-Fahrzeuge mit Schnee und Schlamm ideal, um gegen den Status eines Show-SUV anzukämpfen. auto.de teste den Vierzylinder-Ottomotor mit 105 PS aus dem Renault-Regal; alternativ sind ein 1.5-Liter Common-Rail-Turbodiesel und ein 1.6-Liter Flüssiggasantrieb (LPG) mit ebenfalls 105 PS im Angebot, letzterer jedoch nicht mit Allrad. [foto id=“458789″ size=“small“ position=“right“]Doch gerade die Allradtechnik macht das Auto aus Rumänien zu einem echten Schnäppchen, wenn man die Kraftumlagerung auf die Hinterachse wirklich braucht. So können selbst zentimeterdicke Schneeschichten den Duster nicht beeindrucken. Da spielt es auch keine Rolle, dass er ohne serienmäßiges ESP ausgeliefert wird.

Technisch basiert der Duster auf der Logan-Plattform. Von ihm übernimmt das SUV das gutmütige Fahrwerk mit der Pseudo-McPherson-Radaufhängung, unterem Querlenker und Stabilisator. Lange Federwege sorgen für hohen Komfort und gute Traktion auf holprigen Straßen und unbefestigten Wegen. Die Polsterung ist zweckmäßig und auch für Geländeausfahrten komfortabel.

Kostensenkung durch Verwendung einfacher Materialien steht im Mittelpunkt des Innenlebens des Dacia Duster. So besteht die Lederausstattung teilweise aus Kunstleder und wird nur in der Topversion Prestige serienmäßig angeboten. Für den Duster in der Ausführung Lauréate schlagen die Ledersitze mit 500 Euro zu Buche, die Basisausstattungen Essentiel und Ice müssen mit der Stoffvariante auskommen. Insgesamt wirken die verwendeten Materialien dem günstigen Preis entsprechend nicht weniger hochwertig. Doch im Testwagen sorgten Klimaanlage, Bordcomputer und Radio/CD sowie Nebelscheinwerfer und Alufelgen trotzdem für ein angenehmes Fahrgefühl.

Fazit

SUV- und Crossover-Fahrzeuge anderer Autobauer bewegen sich in höheren Preisregionen. Das Understatement-SUV von Dacia will deshalb auch gar nicht bei Ausstattung und Qualität mithalten. Einzig mit dem Škoda Yeti muss sich der Dacia ernsthaft messen. Und da hat der rumänische Hersteller immer noch die Preiskarte im Ärmel: 15.490 statt 23.350 Euro.

Doch auch Sparen kostet. Der Käufer verzichtet auf ESP, Scheibenbremsen hinten, Airbags für die Rückbank oder ein Rollo zur Gepäckraumabdeckung. Innovationen aus höherpreisigen Fahrzeugen sind im Duster ohnehin nicht vorhanden, Umweltaspekte werden gekonnt überspielt.

Wer damit leben kann und ohne Abstandstempomat oder Radartechnik ein ursprüngliches, vielseitiges Fahrerlebnis sucht, wird mit dem Dacia Duster sehr zufrieden sein, nicht nur wegen seiner Offroad-Fähigkeiten und dem ansprechenden Karosserie-Design. Dennoch kommt die Modellpflege 2013 gerade recht, denn sowohl die Leistung der Motoren als auch der völlig überzogene Benzinverbrauch bedürfen dringend einer Nachbesserung.

Daten Dacia Duster Super 1.6 16V 105 4×4 Prestige

Länge/Breite/Höhe (m) 4,32/1,82/1,63
Radstand (m) 2,67
   
Motor Vierzylinder Benzinmotor mit Multipoint-Einspritzung
Hubraum (ccm) 1.598
Leistung (kW/PS) 77/105
max. Drehmoment (Nm bei U/min) 148 bei 3.750
Höchstgeschwindigkeit (km/h) 160
Beschleunigung 0-100 km/h (s)
12,8
   
Verbrauch  
Test-Verbrauch (l/100 km) 10,3
Verbrauch laut Hersteller (l/100 km) 8
CO2-Ausstoß laut Hersteller (l/100 km) 185
Schadstoffklasse Euro 5
Energieeffizienzklasse G
   
Ausstattung
(Basismodell)
Zwei Airbags, Anti-Blockier-System (ABS) mit elektronischer Bremskraftverteilung (EBV) und Bremsassitent, Servolenkung, Nebelscheinwerfer
   
Gewicht/Zuladung  
Leergewicht (kg) 1.325
zul. Gesamtgewicht (kg) 1.800
Kofferraumvolumen (l) 443 – 1.604
   
Preise (Euro)
 
Basismodell ab  10.490
Testwagen  16.740

Bewertung

Exterieur-Design 2,7
Interieur-Design 2,8
Multimedia 3
Navigation 2
Fahrbetrieb 2,6
Verbrauch 3,5
   
Kosten  
Kraftstoffkosten** 2.549
Steuern 182
Wertverlust 2.444
Gesamtkosten pro Jahr* 5.175
   
Testnote  
2,8
+ sehr günstiger Preis
+ wertstabil
+ ansprechendes Design
mangelhafte Dämmung
hoher Verbrauch
   

*Kosten pro Jahr setzen sich zusammen aus Kraftstoffkosten, Kfz-Steuer, errechnetem Wertverlust (15 Prozent p. a.)
**Kraftstoffkosten bei 1,64 Euro/Liter Benzin und einer jährlichen Laufleistung von 15.000 Kilometern

 

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