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Test: Honda CR-V – Schluss mit Vorurteilen
Test: Honda CR-V - Schluss mit Vorurteilen Bilder

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Praktisch: mit einem Handgriff liegen die Rücksitzlehnen Bilder

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Viele Ablagen, wie das Staufach in der verschiebbaren Mittelarmlehne, helfen Ordnung zu halten. Bilder

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Auch wenn das Blechkleid konventionell gezeichnet ist, so verstecken sich im Innenraum doch frische Ideen Bilder

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Der Kofferraum hat 589 Liter Fassungsvermögen und steigt beim Umklappen der Rücksitze auf bis 1.700 Liter Bilder

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 Im Innenraum des 34.380 Euro teuren Testwagens CR-V 2.2 Lifestyle 4WD finden fünf Erwachsene problemlos Platz Bilder

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Mit 4,52 Meter passt das SUV der dritten Generation locker in die Kategorie Mittelklasse Bilder

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Als japanisches Unternehmen legt Honda besonderen Wert auf Tradition Bilder

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Der Kofferraum hat 589 Liter Fassungsvermögen und steigt beim Umklappen der Rücksitze auf bis 1.700 Liter Bilder

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Als japanisches Unternehmen legt Honda besonderen Wert auf Tradition. So auch beim einstigen Top-Seller CR-V. Der wurde Ende 2012 deutlich modernisiert, ohne dass dies wirklich augenfällig ist. Nur bei genauer Betrachtung erkennt man die Unterschiede und auch die Vorzüge des SUV. Und mit solchen kennt Honda sich aus, schließlich war der CR-V zwischen 1997 und 2000 Markführer in seinem Segment.

Mit 4,52 Meter passt das SUV der dritten Generation locker in die Kategorie Mittelklasse. Im Innenraum des 34.380 Euro teuren Testwagens CR-V 2.2 Lifestyle 4WD finden fünf Erwachsene problemlos Platz, sogar die Beinfreiheit ist erstaunlich üppig bemessen. So wird der Honda zum idealen Familienbegleiter. Dazu kommt ein großer Kofferraum von 589 Liter Fassungsvermögen, der beim Umklappen der Rücksitze mit einem Hebelzug (genial!) bis zu 1.700 Liter ansteigt und eine [foto id=”454781″ size=”small” position=”left”]Zuladung von 477 Kilogramm erlaubt. Man merkt schnell, dass der Japaner viel Wert auf seine Verwandtschaft  zum Van-Segment legt: Er ist handlich, bequem und mit einer guten Lärmdämmung versehen. Viele Ablagen, wie das Staufach in der verschiebbaren Mittelarmlehne, helfen, Ordnung zu halten und sind zudem noch griffgünstig positioniert.

Auch wenn das Blechkleid konventionell gezeichnet ist, der Honda auf den ersten Blick von außen bieder wirkt, so verstecken sich im Innenraum doch frische Ideen. Da ist einmal die Sache mit der Blume im Cockpit. Streichelt der Fahrer das Gaspedal nur und schaltet früh hoch, wird die Tachoanzeige grün eingerahmt. Eine Blume in gleicher Farbe unterstützt das gute Gewissen. Gleichzeitig variiert das Motormanagement den Drehmomentverlauf und drosselt die Leistung der Nebenaggregate wie beispielsweise der Klimaanlage. Verlässt er die ökologisch korrekte Zone, wechselt die Farbe zu weiß.

Doch auch mit frühem Schalten, untertourigem Fahren und Start-Stopp-Automatik verpasst der durchzugsstarke 2,2-Liter-Diesel mit 110 kW/150 PS den Normverbrauch von 5,6 Liter um 1,1 Liter. Es ist aber immer noch ein akzeptabler Wert für ein 1,7 Tonnen schweres SUV. Wer also meint, Allrader sind Spritschleudern, [foto id=”454782″ size=”small” position=”right”]wird angenehm überrascht sein und muss sich von einem Vorurteil verabschieden. Und das, obwohl der Diesel ein alter Bekannter ist und keineswegs frisch vom Reißbrett kommt.

Richtige SUVs haben einen Allradantrieb, denen kein Berg zu steil und kein Weg zu matschig ist. Der elektronisch zuschaltbare Allradantrieb des Honda arbeitet souverän im Hintergrund, reagiert fix und leitet kurz nach Traktionsverlust 35 Prozent der Kraft an die Hinterräder weiter. Die Allrad-Kupplung schließt schnell und hat weniger Reibung – daher auch der erfreulich niedrige Verbrauch. Ohne Kraft auf den Hinterrädern fährt sich der CR-V recht leicht, hängt sauber am Gas und überzeugt durch eine direkte Lenkung.

Enttäuschend ist dagegen das Bordsystem

Bei einem SUV dieser Größe erwartet man einfach ein integriertes Navigationssystem, einen Bordcomputer mit umfangreichen Informationen und ein komfortables Radio. Der Honda lässt hier Federn, wirkt zudem auch insgesamt im Innenraum solide aber altbacken. Das können andere besser und schicker. Dabei ist die Ausstattung Lifestyle (mit Diesel ab 34.380 Euro) fast vollständig. Mit dabei sind höhenverstellbare Sitze, Sitzheizung, Licht- und Regensensor, automatisch abblendbarer [foto id=”454783″ size=”small” position=”left”]Innenspiegel und Multifunktionslenkrad. Dazu kommen noch Lederlenkrad, Armlehne und abgedunkelte hintere Scheiben. Für mehr Sicherheit sorgen unter anderem aktives Kurvenlicht, Berganfahrhilfe und automatische Leichtweitenregulierung sowie ESP, ABS mit Bremsassistent und spezielle Vorhang-Airbags zum Schutz bei Seitenaufprall.

Die Vordersitze mit Schleuderschutz-System sollen Nackenverletzungen minimieren und sind selbst noch nach stundenlanger Fahrt bequem. Beim rückwärtigen Einparken hilft zudem eine Kamera, so dass trotz der üppigen Maße Parkrempler erfolgreich vermieden werden – mit einem Kompakten zirkelt man nicht einfacher in die Buchten. Schon wieder ein Vorurteil, mit dem dieser Honda aufräumt.

Datenblatt: Honda CR-V

Fünfsitziger, fünftüriger Kompakt-SUV
Länge: 4,57 Meter
Breite: 2,10 Meter (mit Außenspiegeln)
Höhe: 1,69 Meter
Radstand: 2,63 Meter
Kofferraumvolumen: 589 bis 1.669 Liter

Motorisierung

2,2-Liter-Vierzylinder-Diesel, Allrad, 110 kW/150 PS bei 4.000 U/min
max. Drehmoment: 350 Nm bei 2.000/min
0-100 km/h: in 9,7 s
Vmax: 190 km/h
Verbrauch: 5,6 l/100 km
CO2-Ausstoß: 149 g/km
Effizienzklasse: B
Testverbrauch: 6,7 Liter
Preis: ab 28.975 Euro

Kurzcharakteristik: Honda CR-V

Alternative zu: Mazda CX-5, Subaru XV, Nissan Qashqai+2
Sieht gut aus: mit umgeklappter Rücksitzlehne
Passt zu: Familien mit großem Platzbedarf, die Blumen lieben

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