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Test Mercedes S 500 L – Miss Elli und ihr Chauffeur
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Einzig das ansonsten bewährte Siebengang-Getriebe erlaubt es sich gelegentlich, einen Gang so zu wechseln, dass man es tatsächlich bemerkt Bilder

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Zu mäkeln gibt es  wenig Bilder

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Die lange Strecke ist das natürliche Revier der S-Klasse Bilder

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Dem Fahrer bietet die S-Klasse eine Vielzahl an Informationen Bilder

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Die Rückenlehne kann um bis zu 43 Grad geneigt werden Bilder

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Der S 500 L ist aktuell der Chef in der S-Klasse Bilder

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Eine Mercedes S-Klasse mit langem Radstand, das war und ist, vor allem mit potentem Achtzylinder unter der Haube, das Dienstfahrzeug von Deutschlands Wirtschaftskapitänen. In den üppigen Polstern auf der Rückbank fanden und finden gewichtige Persönlichkeiten ihren angemessenen Platz, vorn agiert gerne ein angestellter Fahrer. Angesichts von immer drahtigeren und durchtrainierten Managern als Lenker heimischer Konzerne und der mit sparsamen Dienstwagen zur Schau getragenen Bescheidenheit heimischer Spitzenpolitiker fallen die Vorzüge des Platzes hinten rechts bei der Wahl eines neuen Fahrzeugs der Oberklasse vielleicht weniger ins Gewicht als früher. Das ändert aber nichts daran, dass man eben dort besonders gut sitzt, wie die junge Dame mittleren Alters bestätigen kann, die zu chauffieren wir uns den Mercedes S 500 in seiner aktuell noch längsten Version als S 500 L für einen Alltagstest haben überreichen lassen.

Unsere Wirtschaftslenkervertreterin,[foto id=“506090″ size=“small“ position=“right“] nennen wir sie Miss Elli, findet reichlich Platz auf dem mit extraweichem Ledern gepolsterten Sessel. Zum Arbeiten lässt sich die Lehne sehr steil einstellen, zum Ruhen, oder um Telefonate zu führen, fährt die Rückenlehne in eine 43 Grad-Neigung. Nutzt Miss Elli noch den Chauffeurslimousinen vorbehaltenen Schalter, mit dem sich der Beifahrersitz nach vorne bewegen lässt, entsteht ein Raum, den unsere Quotenfrau auch zu einem ausgedehnten Schläfchen auf der Fahrt zum Airport nutzen kann. Das von Zulieferer Johnson Controls erdachte Gestühl lässt sich sehr feinfühlig mit der bei Mercedes gewohnten Verstellmimik handhaben, auf das für jeden Rücken in Breite und Höhe die passende Unterstützung gewährt werde. Nämliches gilt selbstredend auch vorne, gerne mit Hilfe von einer ausgeklügelten Massagefunktion. Dort unterstützen die Sitze auf Wunsch auch den Seitenhalt aktiv, auf das der Chauffeur etwas beherzter in Kurven ein und wieder herausfahren kann.

Das geht Dank des formidablen Fahrwerks[foto id=“506091″ size=“small“ position=“left“] fast so leicht, als säße man hinter dem Steuer einer sportlichen Limousine mittlerer Baugröße. Mercedes offeriert mit der Luftfederung zwei Einstellmöglichkeiten. Während „comfort“ mit betont leichtgängiger Lenkung und weicher Federung für die lange Reise und den leidigen Stadtverkehr ausgelegt ist, agiert die immerhin  5,25 Meter lange S-Klasse im „sport“-Modus nachgerade agil und straff ohne jedoch ihren Limousinencharakter zu verleugnen. Selbst schlechte Landstraßen bleiben so gut erträglich. Das haben wir bei Wettbewerbern schon anders erlebt.

Gibt man dann dem 4,6-Liter-Benziner die Sporen, zeigt sich Miss Elli hinten rechts beeindruckt weil man in 4,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h eilte, mahnt dann aber zur Contenance, weil Frau so im Fond nicht lesen kann. Das klappt hingegen selbst bei Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn problemlos. Die lange Strecke ist das natürliche Revier der S-Klasse. Dort gibt sie den ICE und ist tatsächlich leiser als der Zug im 1.-Klasse-Abteil.[foto id=“506092″ size=“small“ position=“right“]

Dem Fahrer bietet die S-Klasse eine Vielzahl an Informationen, die auf gleich zwei übergroßen Displays dargeboten werden. Im klassischen Tacho-Drehzahlmesser-Revier spielt sich alles ab, was man  zum eigentlichen Fahren braucht. Auch die Navigation lässt sich dort in der von Mercedes gewohnten Lenkradknopflogik darstellen. Beeindruckender ist allerdings das Kartenbild auf dem riesigen Display über der aufgeräumten Mittelkonsole. Es bietet eine Klarheit, wie man sie sonst von HD-Fernsehern und Apples iPads kennt. Dass Selbstverständlichkeiten wie die Bluetooth-Anbindung problemlos und schnell funktionieren, die Sprachsteuerung ein bisher selten erlebtes Niveau erreicht hat, ist kaum der Erwähnung wert. Auch die Tatsache, dass alle Hölzer, Leder und Kunststoffe bestens verarbeitet sind, ist Angesicht eines Basispreises von 108.994  Euro und schwäbisch exakten fünfzig Cent als normal anzusehen.[foto id=“506093″ size=“small“ position=“left“]

Zu mäkeln gibt es also wenig. Einzig das ansonsten bewährte Siebengang-Getriebe erlaubt es sich gelegentlich, einen Gang so zu wechseln, dass man es tatsächlich bemerkt. Über diese Kleinigkeit sehen wir freundlich hinweg. Auch die Tatsache, dass man natürlich auch mit einem relativ großvolumigen Achtzylinder, der immerhin 335 kW/455 PS mobilisiert den Normverbrauch um Alltag nie erreicht. Der Prospekt verspricht 8,6 Liter, im Schnitt erzielten wir 10,2 Liter. Nach oben rechnete der Bordcomputer bei eiligen Touren mit 13,6, besonders sparsam bewegt waren es 9,4 Liter. Das sind sehr gute Werte für eine Limousine, die immerhin 2,1 Tonnen auf die Waage bringt und Miss Elli und ihren Chauffeur mit jede Menge Komfort verwöhnte. Da lässt sich auch das D in der amtlichen Effizienztabelle gut verschmerzen.

Technische Daten: Mercedes S 500 L

Viertürige, fünfsitzige Limousine der Oberklasse, Hinterradantrieb, Siebengangautomatik
Länge/Breite/Höhe (m): 5,25/2,13/1,50
Radstand (m): 3,17
Kofferraumvolumen: 530 Liter
Motor: 4,6-Liter-V8-Benziner
Leistung: 335 kW/455 PS
max. Drehmoment: 700 Nm bei 1.800 bis 3.500 U/min
0-100 km/h: 4,8 s
Vmax: 250 km/h
Verbrauch: 8,6 Liter
CO2-Ausstoß: 199 g/km
Effizienzklasse: D
Preis: ab 108.994,50 Euro

Kurzcharakteristik

Alternative zu: Audi A8, BMW 7er, Lexus LS
Passt zu: Chefs und allen, die so wirken wollen
Sieht gut aus: vor allem hinten rechts sitzend mit Blick auf den Dachhimmel

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Gast auto.de

April 29, 2014 um 8:56 am Uhr

Die Luftfederung ist so gut, das man getrost auf das ABC – Fahrwerk verzichten kann. Damit steht dann der Kauf eines 4-Matic nichts mehr im Wege. Übrigens erwähnen könnten Sie auch den Top CW-Wert von 0,23!!! z.B. beim neuen S 300 BlueTec Hybrid und S 400 Hybrid. Das ist nich nur ein sehr guter Wert, es ist ein sensationeller sehr guter CW-Wert. Die S-Klasse fährt sich so gut, das der Chauffeur lieber hinten Platz nehmen sollte, da man lieber diesen Wagen selbst pilotieren möchte.

Gast auto.de

April 14, 2014 um 12:09 pm Uhr

Die S-Klasse ist das Alpha-Auto. Da kommt kein Bayer oder Ingolstädter mit. Hätte ich selbst nicht das Bedürfnis, auch mal in einem Noblelauto was zu transportieren, sei es nur große Geschenke, hätte ich anstelle eines E400 aber mit Allrad (4matic) einen S400L genommen. Was aber wirklich noch eine absolutes Mango ist, die Tatsache, dass es die Limousine als 4matic nicht mit Straßenerkennung und somit besserem Komfort gibt. Da müssen die Schwaben nachbessern. Man will ja auch im Winter mit dem Wagen fahren. Eurer Mcgeiz

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