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Test Mini Cooper S – Playmobil für Großstadt-Kinder
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Auch bei der Ausstattung und den Assistenzsystemen wehren sie sich mit zahlreichen Neuerungen gegen den Vorwurf vom Spielzeugauto. Bilder

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Zum potenten Motor gibt es ein strammes Fahrwerk, das mit dem Generationswechsel spürbar verfeinert wurde. Bilder

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Als letzter Mini noch mit einem Vierzylinder ausgestattet, kommt er bei 2,0 Litern Hubraum auf 141 kW/192 PS und macht mit seinen maximal 300 Nm ordentlich Programm. Bilder

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Aber der Mini ist nicht nur ein Mode-Auto, das mit seinem von Kritikern als mittlerweile ziemlich einfallslosen und den Fans umso mehr geliebten Retro-Design punktet. Bilder

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Ist das schon ein Auto oder immer noch ein Spielzeug für große Kinder? Bilder

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Ist das schon ein Auto oder immer noch ein Spielzeug für große Kinder? Wenn man das erste Mal in den neuen Mini steigt, ist man sich da nicht ganz so sicher. Ja, der Tacho sitzt jetzt endlich dort, wo er hingehört – nämlich wieder hinter dem Lenkrad. Die Fensterheber haben es mittlerweile in die Türen geschafft und ein bisschen mehr Platz auf allen Plätzen gibt es dank der um zehn Zentimeter auf 3,85 Meter gestreckten Gesamtlänge auch. Doch über den pfannkuchengroßen Monitor in der Mittelkonsole flirren Comics wie im Kinderbuch, drum herum flackern bunte LED-Kringel wie bei einer Lichtorgel für den Partykeller, die Sprache in den Begleittexten zum Auto und den Menüs des Bordcomputers erinnert an den denglischen Szene-Slang pubertärer Teenager und der Zündschlüssel sieht aus wie der Chip zum Start eines Autoscooters: Nein, wirklich ernst nehmen kann man auch den neuen Mini nicht. Aber genau das ist einer der Gründe für den Erfolg des Kleinwagens, der seit 2001 von BMW verantwortet wird und nach rund zwei Millionen Exemplaren im Frühjahr zu nahezu unveränderten Preisen ab 19.700 Euro in die dritte Generation geht. Denn angepasste Autos gibt es mehr als genug und nicht umsonst haben sich die Briten unter den Bayern das Motto „Not Normal“ auf ihre Fahnen geschrieben.

Aber der Mini ist nicht[foto id=”498537″ size=”small” position=”right”] nur ein Mode-Auto, das mit seinem von Kritikern als mittlerweile ziemlich einfallslosen und den Fans umso mehr geliebten Retro-Design punktet. Er ist nicht nur ein Schnuckel auf vier Rädern, der mit Kussmund, Kulleraugen und knackiger Kehrseite vor allem bei der weiblichen Welt einen Kuschelreiz auslöst. Und er ist mehr als ein bunter Hund, der mit vielen Farben durch die Life-Style-Gemeinschaft rennt und mittlerweile selbst einen Audi A1 und einen Fiat 500 zum Spießer stempelt. Während sich die Designer vor allem der guten Laune verpflichtet fühlten, haben die Ingenieure mit großem Ernst den Fahrspaß gepflegt und das legendäre Go-Kart-Gefühl über die Zeit gerettet, das den Mini tatsächlich zur Spaßgranate macht.

Nirgendwo wird das so deutlich wie im Cooper S, der bis zum Debüt des Tuningmodells John Cooper Works an der Spitze der Modellpalette steht. Als letzter Mini noch mit einem Vierzylinder ausgestattet, kommt er bei 2,0 Litern Hubraum auf 141 kW/192 PS und macht mit seinen maximal 300 Nm ordentlich Programm. Der Klang schön kehlig, die Gasannahme spontan und das [foto id=”498538″ size=”small” position=”left”]Turboloch kaum fühlbar, schnickt er den Mini wie eine Flipper-Kugel ins Spiel und ermöglicht dabei einen Sprintwert von 6,7 Sekunden sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 233 km/h – spätestens da ist der Mini einem Auto dann doch näher als einem Spielzeug.

Zum potenten Motor gibt es ein strammes Fahrwerk, das mit dem Generationswechsel spürbar verfeinert wurde. Der längere Radstand und die breitere Spur sorgen für etwas mehr Ruhe bei der gemütlichen Landpartie, ohne die Gier nach Kurven nennenswert zu schmälern. Und Finessen wie die elektronische Differentialsperre oder das Torque Vectoring bringe den Kleinen noch schneller um die Ecken. Wenn der Schalter für den Driving Mode auf Sport steht, sich die Dämpfer anspannen, der Motor noch gieriger nach Gas ist, die Automatik später hoch und früher herunter schaltet und die Lenkung an Schärfe gewinnt, dann wird der Mini zur Asphalt-Fräse und der Fahrer fühlt sich wie weiland Rauno Aaltonen bei seinem legendären Sieg auf der Rallye Monte Carlo – na ja, ein bisschen zumindest.

So gern der Mini die Muskeln spielen lässt und die Pocket-Rocket gibt – auch die Spaßgesellschaft muss sparen und macht sich Sorgen um die Umwelt. Deshalb stellt BMW beim Mini unterhalb des Cooper S konsequent auf Dreizylinder um und spart durch die neuen 1,5-Liter-Motoren[foto id=”498539″ size=”small” position=”right”] bis zu 27 Prozent Sprit. Der sparsamste Mini ist deshalb jetzt mit 3,5 Litern zufrieden. Der Spaß soll dabei allerdings nicht auf der Strecke bleiben, versprechen die Entwickler und verweisen auf durch die Bank gestiegene Leistungsdaten: Der Benziner im Mini Cooper, dem vorläufigen Einstiegsmodell, kommt deshalb jetzt auf 136 PS, 230 Nm und ein Spitzentempo von 210 km/h und für den Diesel im Mini D stehen 116 PS, 270 Nm und bis zu 205 km/h in der Liste.

Aber nicht nur unter der Haube haben die Ingenieure ernsthaft gearbeitet. Auch bei der Ausstattung und den Assistenzsystemen wehren sie sich mit zahlreichen Neuerungen gegen den Vorwurf vom Spielzeugauto. Ja, manche Apps für das Online-Infotainment-System mögen genauso albern sein, wie die Farbspiele um den Mittelmonitor, wenn man das Klima reguliert oder beim Rangieren dem Vordermann zu nahe kommt. Doch die ersten LED-Scheinwerfer im Segment, eine automatische Abstandsregelung, der Einparkroboter oder zur Not auch das leider nur mit Plexiglasscheibe auf dem Armaturenbrett umgesetzte Head-Up-Display – das sind Errungenschaften, auf die die Mini-Mannschaft durchaus ein bisschen Stolz sein kann.

All das gibt es [foto id=”498540″ size=”small” position=”left”]natürlich nicht zum Nulltarif. Zwar ist der Mini zum Generationswechsel auf den ersten Blick nur 50 Euro teurer geworden und steht jetzt für 19.700 Euro im Handel. Doch weil das Marketing weiß, dass Mini-Kunden prozentual für gewöhnlich mehr Geld für Extras ausgeben als die Käufer eines Dreiers oder Fünfers, lassen sich die Strategen nicht lumpen und bieten viel Platz für teure Kreuzchen. Da ein paar Zierstreifen, dort ein paar Lederpolster und dazu noch ein bisschen mehr Leistung und so manches Assistenzsystem – ruck zuck ist man weit über 30.000 Euro. Ist das schon ein Auto oder immer noch ein Spielzeug für große Kinder? Spätestens wenn’s ums Geld geht, beantwortet sich diese Frage fast von selbst. Denn für ein Spielzeug ist der Mini einfach zu teuer.

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