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Test: Nissan X-Trail 2.0 LE – Wanderer zwischen den Welten
Test: Nissan X-Trail 2.0 LE - Wanderer zwischen den Welten Bilder

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Preislich ist der X-Trail mit einem Grundpreis von 30.220 Euro ein attraktives Angebot Bilder

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Nissan bietet den X-Trail in Deutschland mittlerweile nur noch mit Dieselmotoren an Bilder

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Die hohe Sitzposition und das kantige Design verschaffen Übersicht und ein gutes Gefühl Bilder

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Bei normalen Wetter- und Straßenverhältnissen fährt man auch im manuell eingestellten reinen Frontantrieb ausgezeichnet Bilder

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Echte Geländewagen-Qualitäten soll der Japaner trotzdem besitzen Bilder

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Von außen sieht er aus wie ein Geländewagen von echtem Schrot und Korn Bilder

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Von außen sieht er aus wie ein Geländewagen von echtem Schrot und Korn: Hochbeinig, relativ schmal, dafür hoch aufbauend und mit kantigem Design á la Land Rover Discovery – ein Fahrzeug, wie für eine Weltreise. Tatsächlich ist der Nissan X-Trail aber ein SUV, das für mehr Alltagskomfort auf einen starren Leiterrahmen verzichtet und mit Einzelradaufhängung vorn und hinten über die Fahrwerkstechnik eines Pkw verfügt. Kein Wunder, teilt er sich doch die Basis mit dem kleineren Nissan-Bestseller Qashqai.

Geländewagen-Qualitäten

Echte Geländewagen-Qualitäten soll der Japaner trotzdem besitzen, zumindest, wenn man der Pressemappe glauben darf. Wir haben darauf verzichtet, den X-Trail abseits befestigter Wege zu testen, nicht aus mangelndem Vertrauen, [foto id=“410543″ size=“small“ position=“left“]sondern mangels Gelegenheit. Trotzdem glauben wir gerne, dass das sogenannte „All-Mode-4×4-i-System“ die Kraft „stets auf die Räder mit der besten Haftung“ überträgt. Bei normalen Wetter- und Straßenverhältnissen fährt man übrigens auch im manuell eingestellten reinen Frontantrieb ausgezeichnet.

Um Weltreisen und Geländeausritte geht es ja bei SUV´s sowieso nicht, das wissen inzwischen so ziemlich alle Verkehrsteilnehmer. Warum diese Fahrzeuggattung trotzdem so erfolgreich ist, wird spätestens deutlich, wenn man Platz genommen hat: Die hohe Sitzposition und das kantige Design verschaffen Übersicht und ein gutes Gefühl. Zumal der Innenraum des im Sommer 2007 eingeführten Modells vor zwei Jahren überarbeitet wurde und jetzt deutlich hochwertiger wirkt. Was allerdings nicht für das Navi-System gilt, das mit umständlicher Bedienung und ständigen Bildausfällen nervte.

Aggregate

Nissan bietet den X-Trail in Deutschland mittlerweile nur noch mit Dieselmotoren an. Benziner waren lange Zeit im Programm, werden in dieser Klasse aber aufgrund ihres relativ hohen Verbrauchs einfach zu selten gekauft. Für den mit einer Länge von 4,64 Meter immer noch sehr kompakten[foto id=“410544″ size=“small“ position=“right“] Japaner stehen aktuell zwei Varianten des 2,0-Liter-Selbstzünders zur Wahl, mit 110 kW/150 PS und 127 kW/173 PS. Wir fuhren die stärkere Version und können kaum etwas Schlechtes über das Aggregat sagen. Der Motor zieht die 1,7 Tonnen des X-Trail mit Verve vorwärts. Auch wenn theoretisch 200 km/h Spitze drin sind, ab 160 km/h fühlt man sich im X-Trail nicht mehr so wohl. Er ist eben, falls er sich nicht doch mal ins Gelände verirrt, eher ein Fahrzeug für gemütlich zurückgelegte Langstrecken.

Nur dann hält sich auch sein Verbrauch in Grenzen. Wer den Fünfsitzer fordert, sieht schnell einen zweistelligen Verbrauch auf der Anzeige. Wer sich etwas zurückhält, drückt so wie wir den Konsum auf unter 9 Liter. Der Normverbrauch von 6,4 Litern dürfte dagegen nur mit äußerst vorsichtiger Fahrweise erreichbar sein.

Platzangebot

Der größte Vorteil eines solchen Fahrzeugs ist im Alltag sein Platzangebot. Zwar sitzen auch im X-Trail – wie in praktischen allen Fahrzeugen heute – nur vier Personen richtig gut; der Mittelplatz hinten ist für Erwachsene nicht empfehlenswert. Aber dafür wird das SUV bei Bedarf zum Kombi: 479 Liter Gepäckraumvolumen sind schon ein guter Wert, wer die Rückbank umklappt kann den Laderaum aber sogar auf sehr ansehnliche 1.773 Liter erweitern. Da wird die Verladung des Ikea-Einkaufs zum Kinderspiel – aber nur, wenn man die Kinder nicht mitgenommen hat.

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Ausstattung und Preise

Preislich ist der X-Trail mit einem Grundpreis von 30.220 Euro ein attraktives Angebot. Das von uns gefahrene Spitzenmodell mit stärkerem Motor und LE Ausstattung für 37.170 Euro macht schon fast wunschlos glücklich: Xenon-Licht, Klimaautomatik, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, Panorama-Dach, Rückfahrkamera im Innenspiegel und schlüsselloser Zugang sind zum Beispiel im Preis enthalten. Das Navi-System sollte man dann vielleicht lieber selbst zukaufen.

Fazit

Aber es spricht noch etwas für den X-Trail außer seinem Platzangebot und dem relativ günstigen Preisen: Der Japaner glänzt mit hervorragender Langzeitqualität, so wie man es einst von Fahrzeugen dieser Marke immer erwarten durfte. Der Nissan ist zwar vielleicht doch nicht das Auto für die Weltreise, hier würde man eher auf den Toyota Land Cruiser oder einen Land Rover zurückgreifen wollen, für eine sehr lange und glückliche Fahrer-Fahrzeug-Beziehung reichen seine Qualitäten allerdings allemal.

Nissan X-Trail 2.0 LE – Technische Daten:

Fünfsitziger, fünftüriger SUV der Mittelklasse
 
Länge/Breite/Höhe: 4.640 mm/1.790 mm/1.780 mm
Radstand: 2.630 mm
Kofferraumvolumen: 479 – 1.773 Liter
   
Motor: Commonrail-Turbodiesel
Hubraum: 2.0-Liter
Leistung: 127 kW/173 PS
max. Drehmoment: 360 Nm bei 2.000 U/min
0-100 km/h: 10,0 s
Vmax: 200 km/h
Durchschnittsverbrauch: 6,4 Liter je 100 Kilometer
CO2-Ausstoß: 168 g/km
Testverbrauch: 8,8 Liter
   
Preise  
Basispreis: ab 30.220 Euro
Topmodell: ab 37.170 Euro

Kurzcharakteristik:

Alternative zu: anderen mittelgroßen SUV´s oder Geländewagen
Passt zu: Menschen, die sich zwischen beidem nicht entscheiden können
Sieht gut aus: neben den vielen weichgespülten SUV´s der Gegenwart

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