VW

Test: VW Caddy – Praktiker mit Kompromissen
Test: VW Caddy - Praktiker mit Kompromissen Bilder

Copyright: auto.de

Test: VW Caddy - Praktiker mit Kompromissen Bilder

Copyright: auto.de

Test: VW Caddy - Praktiker mit Kompromissen Bilder

Copyright: auto.de

Test: VW Caddy - Praktiker mit Kompromissen Bilder

Copyright: auto.de

Test: VW Caddy - Praktiker mit Kompromissen Bilder

Copyright: auto.de

Test: VW Caddy - Praktiker mit Kompromissen Bilder

Copyright: auto.de

Der Innenraum zeigt sich nüchtern und aufgeräumt Bilder

Copyright: auto.de

Bei 20.250 Euro geht es für den Fünfsitzer in Startline-Ausstattung los Bilder

Copyright: auto.de

Die 75 kW/102 PS starke Version repräsentiert in Preis und Leistung die goldene Mitte des Selbstzünderprogramms Bilder

Copyright: auto.de

Der Caddy ist besonders für Familien praktisch Bilder

Copyright: auto.de

Praktiker mit Kompromissen Bilder

Copyright: auto.de

Dem VW Caddy haftete bislang jener herbe Charme an, den seine eigentliche Bestimmung als Lieferwagen und Handwerkerauto versprüht. Das hat sich im Zuge der Komplettüberarbeitung im vergangenen Jahr gründlich geändert. Mit dem aktuellen VW-Gesicht ordnet er sich unauffällig und durchaus geschmackvoll in der Modellfamilie des Konzerns ein und darf sich dank neuer Motoren sogar mit ein wenig Fahrkultur schmücken.

Preis und Leistung

Dies gilt insbesondere für den 1,6-Liter-TDI, der dank Common-Rail-Technik nicht mehr ganz so schlimm nach Nutzfahrzeug klingt. Die 75 kW/102 PS starke Version repräsentiert in Preis und Leistung die goldene Mitte des Selbstzünderprogramms: Bei 20.250 Euro geht es für den Fünfsitzer in Startline-Ausstattung los. Der Siebensitzer kostet rund 600 Euro mehr, der Caddy Maxi mit mehr als drei Metern Radstand ist rund [foto id=“363859″ size=“small“ position=“left“]1.600 Euro teurer. Die Wahl der mittleren Ausstattungslinie Trendline lohnt allein schon deshalb, weil hier die beiden seitlichen Schiebetüren inklusive sind; bei Startline gibt es nur eine auf der rechten Seite.

Überhaupt die Ausstattung:

Trendline sollte es schon sein, in der Basis ist der Caddy noch ziemlich nackt. Die Fenster müssen rauf- und runtergekurbelt werden, der Fahrersitz ist nicht höhenverstellbar, und auch Seiten- und Kopfairbags kosten extra. Wer hingegen ein bisschen mehr Geld anlegen will und beispielsweise das Komfort-, Elektrik- und „Cool & Find“-Paket (mit Navi und Klimaautomatik, ab Trendline) hinzubucht, kann den einst so spröden Handwerksfreund wohnlich ausstaffieren. Wie kleinlich VW bisweilen kalkuliert, beweisen die 19,04 Euro inklusive Mehrwertsteuer, die für die Sonnenblende mit Make-up-Spiegel berechnet werden. Pro Seite.

Dank solcher Kleinigkeiten kann sich der Preisunterschied von etwa 2.500 Euro zwischen Caddy und der hauseigenen, technisch verwandten Kompaktvan-Alternative Touran, der manchem Interessenten etwas stilvoller erscheinen mag, schnell relativieren.[foto id=“363860″ size=“small“ position=“right“]

Dynamik und Komfort

Darüber hinaus erfordert der Caddy im Hinblick auf Dynamik und Komfort eine gewisse Anspruchslosigkeit: Die hochbauende Karosserie schaukelt sich in Kurven leichter auf, und von hinten grüßt dumpf polternd die mit Blattfedern behaftete Starrachse. Während beim Touran durchweg Sechsganggetriebe zum Einsatz kommen, begnügt sich der Caddy mit fünf Fahrstufen. Auch bei der Geräuschdämmung wurde weniger Aufwand betrieben. Weitere Kompromisse werden aber nicht abverlangt: Das Ambiente ist wohnlich, die Instrumentierung gewohnt klar, das Platzangebot überragend. Die zweite Sitzreihe kann komplett ausgebaut werden, was ein maximales Ladevolumen von 3.030 Litern ergibt. Bei voller Bestuhlung mit sieben Sitzen bleiben noch 190 Liter Ladevolumen übrig, bei fünfsitziger Konfiguration sind es immerhin stattliche 750 Liter. Noch eindrucksvoller sind die Aufnahmefähigkeiten des auf 4,88 Meter gestreckten Caddy Maxi, der den Radstand einer Oberklasselimousine mit dem Fassungsvermögen eines Transporters vereint.

Weiter auf Seite 2: Alltag mit der Kleinfamilie; Techn. Daten; Kurzcharakteristik

{PAGE}

[foto id=“363861″ size=“full“]

[foto id=“363862″ size=“small“ position=“left“]Alltag mit der Kleinfamilie

Wer die Transportqualitäten des Caddy häufiger ausschöpft, mag den 102-PS-Diesel etwas zu schwachbrüstig finden; für den Alltag mit der Kleinfamilie ist man mit dem 1,6-Liter-Aggregat ausreichend bedient. Denn der Caddy gibt sich lebhafter, als es die Papierwerte mit 170 km/h Höchstgeschwindigkeit und 12,9 Sekunden für den Sprint auf Tempo 100 vermuten lassen. Hinzu kommen moderate Verbrauchswerte von rund sechs Litern im Alltag; auch das aufpreispflichtige „Bluemotion Technology“-Paket mit Start-Stopp-System und Leichtlaufreifen mag seinen Teil dazu beigetragen haben. Ob die 560 Euro dafür gut angelegt sind, sei allerdings dahingestellt. Dennoch erweist sich der Caddy mit der Summe seiner Eigenschaften als der wohl bodenständigste Van, den VW derzeit im Programm hat.

Technische Daten: VW Caddy 1.6 TDI Bluemotion Technology

Fünf- bis siebensitzige Hochdachlimousine
Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4,41 Meter/1,79 Meter/1,82 Meter/2,68 Meter
   
Antrieb: 1,6-Liter-TDI-Dieselmotor, 75 kW/102 PS
max. Drehmoment: 250 Nm zwischen 1.500 und 2.500 U/min
0-100 km/h: 12,9 Sek.
Höchstgeschwindigkeit: 170 km/h
Verbrauch: 5,1 Liter/100 km
CO2-Ausstoß: 134 g/km
   
Preis: ab 22.074 Euro

Kurzcharakteristik VW Caddy 1.6 TDI Bluemotion Technology

Passt zu: clever rechnenden Familienvätern ohne fahrerische Ambitionen
Sieht gut aus: im Drive-in-Baumarkt und vor dem Kindergarten
Alternative zu: Kompaktvans wie VW Touran sowie
Hochdach-Familienkombis wie Renault Kangoo

UNSERE TOP-ANGEBOTE FÜR SIE

MEHR ERFAHREN AUS DEM BEREICH NEWS

Hyundai Tucson: Avantgarde im Mainstream

Hyundai Tucson: Avantgarde im Mainstream

Audi TT und TTS mit Akzenten in Bronze

Audi TT und TTS mit Akzenten in Bronze

Porsche 911 GT3

Porsche 911 GT3: Reiner, aggressiver und überzeugender

zoom_photo