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Volkswagen in Indien auf Erfolgskurs
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VW-Händler in Mumba. Bilder

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Holger Nestler, VW-Werkleiter in Pune. Bilder

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John Chacko, Chef von Volkswagen in Indien. Bilder

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Holger Nestler, VW-Werkleiter in Pune. Bilder

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Volkswagen im Straßenbild von Mumba. Bilder

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Indien wird als „Emerging Market“ künftig eine immer größere Rolle spielen. Das wissen auch die europäischen Automobilhersteller. Volkswagen ist mit seinem Werk in Pune dabei, die Produktion zu steigern, um die enorme Nachfrage auf dem indischen Markt zu decken. Mehr als 100 Händler wurden bereits etabliert, um überall auf dem Subkontinent präsent zu sein.

Mit mehr als 55.000 Autos im ersten Halbjahr hat die Volkswagen-Gruppe in Indien bereits mehr Fahrzeuge verkauft, als im gesamten Jahr 2010″, resümiert VW-Indien-Chef Dr. John Chacko. Europas größter Automobilhersteller steigerte damit seinen Marktanteil auf dem indischen Subkontinent von 2,5 auf jetzt 4,6 Prozent. Allein die Marke Volkswagen verbuchte eine Absatzsteigerung von fast 400 Prozent. [foto id=“377210″ size=“small“ position=“left“]

Verantwortlich für diesen Aufwärtstrend ist unter anderem der Vento. Das Modell wird seit August 2010 im Werk Pune gebaut und feierte im vergangenen Jahr seine Markteinführung in Indien. Die viertürige Limousine ist beliebt auf dem Subkontinent. Aufgrund der hohen Nachfrage fährt Volkswagen in Pune ein Dreischichtsystem. Neben dem Vento laufen dort auch Polo und Škoda Fabia vom Band. „Der indische Kunde ist sehr kritisch. Der Anspruch an Volkswagen ist hoch. Durch das inzwischen etablierte Werk und die lokalen Zulieferer sind wir in der Lage viel flexibler auf den Markt zu reagieren, als wenn wir Fahrzeuge importieren würden. Mit einer hohen Fertigungstiefe und allen Produktionsprozessen die wir hier haben sind wir gut aufgestellt“, sagt Holger Nestler, Werkleiter in Pune. „Wir haben natürlich anspruchsvolle Einstellungskriterien für unsere Mitarbeiter: Jeder wird intensiv und speziell auf seine Tätigkeit im vorbereitet“, betont er.

Derzeit liegt die Kapazität bei 130 000 Fahrzeugen pro Jahr. Die Wirtschaftskrise und der gestiegene Preis für Benzin „sind zwar etwas spürbar, wir sind aber immer noch in einem Wachstum und werden unser Ziel für 2011 erreichen“, meint Nestler. Bis zum Ende des Jahres werde das Werk voll ausgelastet sein.

Maik Stephan ist Geschäftsführer der Volkswagen-Vertriebsgesellschaft in Indien. Seine Aufgabe ist der kontinuierliche Ausbau des Konzern-Händlernetzes. „Die Großräume Delhi, Mumbai, Chennai und Bangalore decken rund 80 Prozent des Absatzmarktes ab. Wir sind jetzt dabei, das Händlernetz innerhalb dieser [foto id=“377211″ size=“small“ position=“left“]Ballungsräume weiter auszubauen. Insgesamt sind wir mit mehr als 100 Händlern bei einer Marktabdeckung von 92 Prozent“, so Stephan. Für Volkswagen und Škoda sieht er Toyota und Hyundai als Kern-Wettbewerb. Im Gegensatz zu VW exportiert Hyundai rund 50 Prozent seiner in Indien produzierten Fahrzeuge.

Gemessen am Volumen ist Maruti Suzuki mit 39,4 Prozent Marktanteil führend in Indien. Der heimische Autohersteller Tata investierte bei Land Rover und Jaguar. Dadurch haben die zwei britischen Traditionsmarken einen direkten Zugang zum indischen Markt erhalten. Der Volkswagen-Konzern seinerseits ist offensiv aufgestellt: Škoda hat für Indien ein neues Stufenheckmodell angekündigt. Ein preiswertes Auto der tschechischen VW-Tochter wäre ein richtiger Schritt: Indien ist ein Markt für Chauffeurs-Fahrzeuge im Limousinen-Format.

Jeder siebte Mensch auf der Welt ist ein Inder – Tendenz steigend. „Darum müssen wir ein fester Bestandteil der indischen Automobilindustrie werden“, gibt Stephan die Ziele in Indien vor. VW-Indien-Chef John Chacko: „Die Größe des indischen Automobilmarktes steigerte sich von der weltweit zwölften Position im Jahr 2006 auf den sechsten Rang 2010. Experten erwarten, dass Indien bis 2018 global auf Platz drei der wichtigsten Automobilmärkte landen wird. Sie rechnen mit einem Absatz von mehr als fünf Millionen Fahrzeugen jährlich. Bedenkt man diesen Umstand, dann wird Indien in der Wachstumsstrategie der Volkswagen-Gruppe künftig eine große Rolle spielen.“

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