Audi

Von der Designikone zur Fahrmaschine: Virtualität hält Einzug im neuen Audi TT
Von der Designikone zur Fahrmaschine: Virtualität hält Einzug im neuen Audi TT Bilder

Copyright: auto.de/Günther Koch/KoCom/

Auf dem Designer-Schreibtisch: Entwürfe der zur Fahrmaschine mutierten Designikone. Bilder

Copyright: auto.de/Günther Koch/KoCom/

Die zweite TT-Generation, hinten der neue TTS, kam 2006 auf den Markt. Bilder

Copyright: auto.de/Günther Koch/KoCom/

Exterieur-Designer Jürgen Löffler an einem TT der 1998 gestarteten ersten Generation. Bilder

Copyright: auto.de/Günther Koch/KoCom/

Dieser (Renn-)TTS ist 2010 ohne Fahrer nur von zwei Computern gesteuert worden. Bilder

Copyright: auto.de/Günther Koch/KoCom/

Technikspezialist Dr. Wolf Ahrholdt erläutert das Chassis, hier beim TTS. Bilder

Copyright: auto.de/Günther Koch/KoCom/

Die Stahl/Aluminium-Karosserie trägt zum um bis zu 50 Kilo geringeren Gewicht bei. Bilder

Copyright: auto.de/Günther Koch/KoCom/

Blick auf die Heckpartie des deutlich erwachsener wirkenden 2+2-Sitzers. Bilder

Copyright: auto.de/Günther Koch/KoCom/

Bei den Matrix-LED-Leuchten findet sich eine dynamisierte Blinkanzeige auch am Heck. Bilder

Copyright: auto.de/Günther Koch/KoCom/

Im Virtual Cockpit liegt das große Display direkt im Blickfeld des Fahrers. Bilder

Copyright: auto.de/Günther Koch/KoCom/

Blick ins nach wie vor sportlich-funktionelle Cockpit. Bilder

Copyright: auto.de/Günther Koch/KoCom/

Zunächst stehen zwei Benziner, hier der stärkere im TTS, und ein Diesel zur Wahl. Bilder

Copyright: auto.de/Günther Koch/KoCom/

Beim Licht können LED- oder Matrix-LED-Scheinwerfer geordert werden. Bilder

Copyright: auto.de/Günther Koch/KoCom/

Der neue Audi TT, hier die S-Line-Version des Sportcoupés. Bilder

Copyright: auto.de/Günther Koch/KoCom/

Ingolstadt – Audi will bis 2020 seine Palette von aktuell 49 auf dann insgesamt 60 Modelle erweitern. Dabei helfen die modularen Baukästen im Volkswagen-Konzern. „Zum Beispiel der für den Quereinbau, auf dem auch unser neuer TT entsteht“, betont Oscar da Silva Martins aus der für die Technische Entwicklung zuständigen Kommunikation der Ingolstädter im Audi-„Museum Mobile“ beim Workshop zum Design, zur Technologie und zu den neuen On-Board-Systemen der dritten TT-Generation.

Noch dynamischer und effizienter[foto id=“504257″ size=“small“ position=“right“]

Die geht nach wie vor erst im Oktober an den Start, nachdem die Neuauflage als normales Coupé und als TTS gerade beim Autosalon in Genf das erste Mal öffentlich vorgestellt worden ist. Die wichtigsten Eckdaten des äußerlich wie auch bei den Motoren noch dynamischer und effizienter auftretenden Kompaktsportlers mit dem künftig bis zu 305 Liter großen Kofferraum sind: Mit knapp 4,2 Metern, rechnet Exterieur-Designer Jürgen Löffler vor, ist der Nachfolger nahezu genauso lang wie der Vorgänger. Beim Radstand hat der TT auf über 2,5 Meter zugelegt. Die Überhänge fallen kürzer aus. Die Einstiegsversion bringt unterm Strich mit jetzt nur 1230 nochmals rund 50 Kilo weniger auf die Waage; dazu trägt auch die Karosserie in Stahl/Aluminium-Mischbauweise bei.

Vierzylinder-Turbodirekteinspritzer

Laut Markus Siewert aus der Technischen TT-Projektleitung stehen zunächst drei turboaufgeladene 2,0-Liter-Vierzylinder-Direkteinspritzer zur Wahl. Der 235 Stundenkilometer schnelle Selbstzünder mit 135/184 kW/PS und 380 Newtonmetern soll sich im Mix beim Verbrauch mit 4,2 Litern begnügen. Den 169/230 kW/PS und 370 Newtonmeter starken Basisbenziner mit Doppelkupplungsgetriebe und Quattro-Antrieb gibt Siewert diesbezüglich mit 6,8 Litern an. Er schafft in der Spitze genauso Tempo 250 wie der mit 228/310 kW/PS und 380 Newtonmetern aber noch stärkere TTS, der mit manuellem Sechsgang-Getriebe und vollerem Sportsound in bloß 4,7 Sekunden aus dem Stand auf 100 ist und sich [foto id=“504258″ size=“small“ position=“left“]verbrauchsmäßig mit 7,1 Litern so zumindest im Datenblatt findet. Die spritsparende Stopp/Start-Funktion ist überall Serie. Ob der Fünfzylinder damit nun tot ist? „Das“ betont Siewert, „würde ich so nicht sagen.“

Damals schon deutlicher Imageschub

„Der TT hat Audi zur Designmarke gemacht“, erinnert Produkt- und Technologie-Sprecher Christoph Lungwitz an die Studie 1995, die drei Jahre später in Serie gegangen ist. „Der TT“, pflichtet Kollege da Silva Martins bei, „hat der Marke einen deutlichen Imageschub gegeben.“ Die zweite Generation kam 2006 auf den Markt. Von beiden zusammen haben die Ingolstädter weltweit rund eine halbe Million Einheiten verkauft. Für die diesmal komplett in Ungarn gefertigte dritte Generation verspricht Lungwitz jedenfalls „erlebbaren Vorsprung durch Technik“.

Aufwendige Fahrwerkskonstruktion[foto id=“504259″ size=“small“ position=“right“]

Technikspezialist Wolf Ahrholdt zählt dazu das aufwendig konstruierte Fahrwerk mit elektromechanischer Progressivlenkung, mit abschaltbarer Stabilisierungskontrolle samt radselektiver Momentensteuerung, mit für die zwei Benziner lieferbarem Permanentallrad, dessen neu entwickelte Lamellenkupplung dynamischer ausgelegt ist, sowie mit dem im TTS zum Serienumfang gehörenden Fahrdynamiksystem, der adaptiven Dämpferregelung und der leichteren Aluminium-Festsattelbremse vorn; hinzu kommen 17, optional sogar bis zu 20 Zoll große Leichtbauräder.

Auch Licht macht den Unterschied

Aus Sicht von Lichtfachmann Stephan Berlitz machen ebenfalls die gegen Aufpreis erhältlichen LED- oder Matrix-LED-Leuchten mit kleinen, regelbare Einzeldioden und dynamisierter Blinkanzeige auch am Heck den Unterschied aus. Moderne Elektronikhilfen können geordert werden. Navigation und Vernetzung gehören zu den Infotainment-Bausteinen.

Voll digitalisiertes Kombiinstrument

„Innen“, sagt Interieur-Designer Artur Deponte, „haben wir uns um eine fließend-leichte Linienführung bemüht.“ Überaus praktisch ist, dass die Bedienung der Klimatisierung jetzt direkt in den Luftausströmern sitzt. Mit dem Touchpad auf dem Dreh-/Drücksteller[foto id=“504260″ size=“small“ position=“left“] kann der Fahrer optional in Listen und Karten scrollen, zoomen und Zeichen eingeben. Und wer im Virtual Cockpit schließlich auf das voll digitalisierte Kombiinstrument schaut, das die analogen Instrumente und den vorigen TT-Monitor ablöst, bekommt nach den Worten von Werner Hamberger, der bei Audi die Entwicklung der Bedienkonzepte leitet, auch noch einen „neuen Blick auf die Welt“, grafisch und was die hohe Auflösung betrifft.

Display auf zwei Ebenen umschaltbar

Das gut zwölf Zoll große Display direkt im Blickfeld des Fahrers ist auf zwei Ebenen umschaltbar. Klassisch stehen Tacho und Drehzahlmesser im Vordergrund, sonst bekommt etwa die Navigationskarte eine laut Hamberger „große Bühne“. Beim TTS dominiert der Drehzahlmesser. Kein Wunder bei der einstigen Designikone, die aktuell als TT-, TTS- und RS-Coupè oder -Roadster zu Einstiegspreisen ab unter 31 000 bis fast 66 000 Euro im Umfeld etwa von BMW Z4, Jaguar F-Type, Mercedes SLK, Nissan 350Z, Peugeot RCZ oder Porsche Cayman schon immer mehr zur Fahrmaschine mutiert. /Fotos: Koch

UNSERE TOP-ANGEBOTE FÜR SIE

MEHR ERFAHREN AUS DEM BEREICH NEWS

Der Ford Explorer kann bestellt werden

Der Ford Explorer kann bestellt werden

Erlkönig: Porsche 718 Cayman GT4 RS

Erlkönig: Porsche 718 Cayman GT4 RS

Renault Zoe lädt schneller und kommt weiter

Renault Zoe lädt schneller und kommt weiter

zoom_photo