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Vorstellung BMW Z4 M Roadster: Rendezvous mit einem Säbelzahntiger
Vorstellung BMW Z4 M Roadster: Rendezvous mit einem Säbelzahntiger Bilder

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BMW Z4 M Roadster. Foto: Auto-Reporter/BMW Bilder

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Wie sich die Zeiten ändern. In den 50-gern stellte Mercedes-Benz den Flügeltürer auf die Räder, ein kompromissloses Sportgerät für zupackende Männer von echtem Schrot und Korn. Dann kam mit dem BMW 507, ein Roadster mit Stil, eine Schönheit von zeitloser italienischer Eleganz, eher geschaffen für Diven oder für Herrenfahrer auf der Suche nach denselben, als für die Jagd nach kurzen Rundenzeiten. Heute ist der Mercedes-Benz Roadster immer noch schnell und kraftvoll, aber er lädt eher zum Cruisen ein als der BMW, dessen jüngste Roadster-Variante die Münchner jetzt mit dem Facelift des Z4 und seiner M-Variante vorstellten.
Ein Roadster ist ein Auto, bei dem zwei Personen unter freiem Himmel auf der Hinterachse sitzen und die lange Motorhaube bewundern. Kein anderes Autokonzept vermittelt einem mehr die Zusammenhänge zwischen Kraft, Straße, Geschwindigkeit und Landschaft. Es handelt sich beim Roadster also nicht um ein nützliches Mitglied der automobilen Gesellschaft, sondern um ein Hobbyvehikel, um das Zweit- oder Drittfahrzeug, mit dem sich der Wohlsituierte in seiner Freizeit tummelt, entweder mit der Dame seines Herzen oder auf der Suche nach derselben oder um dem Alltag zu entfliehen. Wohl dem, der sich das leisten kann. Wir konnten jetzt mit dem BMW Z4 M Roadster zu einer Runde durch die Berge starten. Soviel vorweg: Der Charakterwechsel ist mehr denn je Fakt. BMW und die M-Tochter haben aus perfekter Fahrdynamik, Kraft satt und angemessen aggressiver Optik ein Paket gepackt, das die ganze Aufmerksamkeit des Fahrers und der Umstehenden gewinnt.Die M-Variante unterscheidet sich in der Frontpartie von dem Facelift des Z4: eine höhere Haube mit zwei Längssicken, eine tiefer gesetzte BMW-Niere und mehr Lufteinlässe, wobei die beiden Einlässe für die Bremskühlung von dem zentralen Lufteinlass für die Motorluft mit zwei schräg nach außen verlaufenden Kanten getrennt werden. Wer genau hinsieht, erkennt bei diesem Gesicht eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Säbelzahntiger.Von diesem ausgestorbenen Raubtier weiß man nicht, ob es nach Art der Katzen auch schnurren konnte. Der Z4 M kann das, auch komfortables Rollen ist möglich, wenn die Straße gut genug ist und nicht Schlaglöcher daran erinnern, dass die M-Federung kein Komfortpaket darstellt, sondern auf auch mit extrem sportlichen Fahren fertig wird.Aber Schnurren ist normalerweise nicht das Geräusch, dass zu hören den Fahrer befriedigt. Der Reihen-Sechszylinder mit 343 PS (252 kW) will sich als Hochdrehzahlmotor zu verstehen geben. Seine höchste Leistung gibt er bei 7900 Umdrehungen pro Minute (U/min) ab, das maximale Drehmoment von 365 Newtonmeter (Nm) bei 4900 U/min. Die 100 km/h erreicht der M nach 5 Sekunden, sein Vorwärtsdrang wird bei 250 km/h abgeregelt. Seine Väter sagen ihm einen Verbrauch von durchschnittlich 12,1 Litern voraus. Die Verbrauchszahl dürfte allerdings in der Praxis von rein theoretischem Wert sein. Wer den Tiger Zucker gibt, wird sicher mehr tanken müssen.Und der Tiger will den Zucker, er lässt bei seinem Dompteur keinen Zweifel daran aufkommen, dass er schnell bewegt werden will und am liebsten Kurven frisst. Schon der Innenraum legt das nahe. Die Sitze saugen einen regelrecht fest, die Sechsgang-Schaltung drängt sich regelrecht auf. Dabei vermeidet die puristische Innenausstattung mit guter Gestaltung und edlen Materialien den Eindruck, hier etwa in einem spartanisch ausgestatteten Rennauto zu sitzen. Allein die beiden zentralen Rundinstrumente wirken ein wenig simpel.Doch was bedeutet diese subjektive Kritik schon, gemessen an den anderen Werten wie zum Beispiel den großen, standfesten Bremsen und dem neuen Elektronischen Stabilitätsprogramm, dass bei BMW immer noch DSC genannt wird? Übrigens ist der Z4 der einzige Roadster, der beim EuroNCAP-Crashtest vier Sterne erreicht hat.Der M-Motor muss nur 4,1 Kilogramm pro PS bewegen. Beim "normalen" Z4 Roadster 3.0si sind es 4,9 Kilogramm. Auch dieser Z4 beeindruckt mit einer Beschleunigung von 5,7 Sekunden auf 100 km/h und erreicht – ebenfalls abgeregelte – 250 km/h. Außerdem wird der Roadster in den Varianten 2.0i, 2.5i und 2.5si angeboten. Die Preise für die Roadster beginnen mit 28 900 Euro für den 2.0i und enden beim 3.0si mit 40 400 Euro, jeweils für die Basisausstattung. Der M-Roadster beginnt mit 57 900 Euro. (ar/Sm)

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