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Vorstellung Passat Variant: Schluss mit dem Understatement!

Bis zu vier Mal mehr Kombis als Limousinen brachten die Wolfsburger vom Passat seitdem an die Frau und an den Mann. Kritiker haben die VW-Limousinen und ihre Kombis immer wieder mal als reizlos und bieder belächelt. Aber der Erfolg gab den Designern Recht. Sie stellten Autos auf die Räder, die gefällig, gut und erfolgreich waren. Jetzt – bei der sechsten Generation des Erfolgstyps – gehen sie einen Schritt weiter. Der neue Passat Variant wirkt nicht nur gefällig. Er tritt jetzt an im Wettbewerb um den attraktivsten Kombi.
Passat Variant Foto: Auto-Reporter/Volkswagen
Schluss mit dem Understatement! – Dies scheint das Motto gewesen zu sein, mit dem seine Eltern in Marketing, Entwicklung und Design den neuen Passat Variant ein angenehmes und langes Leben in den Zulassungsstatistiken verschaffen wollen. Ausgewogene, dynamische Linien mit einer deutlichen Keilform, eine Linienführung beim Dach und den Seitenfenstern, die das Ladevolumen gut verbirgt und ein Heck, das sich mit breiten Schultern auf die Straße stützt, alles unterstrichen mit Chrom-Akzenten. Hier soll sich ein Auto zu seinen Qualitäten bekennen.
Gewachsen ist der neue Passat auch noch – neun Zentimeter in der Läge, sieben Zentimeter in der Breite und auch 1,5 Zentimeter in der Höhe sowie beim Laderaum auf 603 Liter bis maximal 1731 Liter und bei der Zuladung auf 638 Kilogramm. Es spricht für die eben schon gelobten Designer, dass man das dem Neuen nicht ansieht.
Vier Ausstattungsvarianten stehen zur Wahl: Trendline. Comfortline, Sportline und Highline. Die Namen sind einigermaßen selbsterklärend. So wirkt der Trendline zwar schlichter, kann aber auch schon mit Ausstattungen aufwarten, die den Anspruch des neuen Passat Variant verdeutlichen, zum Beispiel sechs Airbags, ESP. Zentralverriegelung, elektrische Servolenkung, elektrische Fensterheber vorm, eine halbautomatische Klimaanlage und die Dachreling.
An vielen Stellen und in den einzelnen Ausstattungsversionen bietet Volkswagen im Passat Variant, die bisher in Fahrzeugen der Oberklasse eher zu Hause waren: Kurvenlicht, Regensensor, elektrische bediente Heckklappe, Geschwindigkeitsregelanlage, ein neues Schließ- und Startsystem, automatische Niveauregulierung und vieles mehr. Besonders hervorzuheben sind die integrierten Kindersitze, die ab Herbst bestellbar sind.
Für den Innenraum lassen sich verschiedene Welten zusammenstellen. Das Spektrum reicht von sachlich und gewerblich beim Trendline über kühl-modern und sportlich bis hin zu luxuriösem Holz und Leder.
Bis zu 2,90 Meter lange Fracht passt in den Comfort, dank eines umklappbaren Beifahrersitzes. Die anderen Variant-Varianten fassen 1,96 Meter lange Ladungen. Sie verfügen über einen variablen Laderaum, der durch Umlegen der geteilten Rücksitzbank vergrößert werden kann. Man kennt das. Ungewöhnlich aber ist das Gepäckraum-Management, mit dem sich Ladung kipp- und rutschsicher verstauen lässt. Die Innenraumhöhe beträgt 83 Zentimeter, die Durchladehöhe 72 Zentimeter, die größte Breite des ebenen Ladebodens ist 1,30 Meter, die geringste 1 Meter.
Acht Motoren werden für den Passat Variant bisher angeboten mit Leistungen zwischen 75 kW (102 PS) bis 184 kW (250 PS). Sieben der Motoren sind Direkteinspritzer; vier arbeiten mit Turboaufladung, und alle erfüllen die EU 4-Abgasnorm. Die Grundmotorisierungen werden mit Fünf-Gang-Getrieben gekoppelt, alle anderen mit einem Sechs-Gang-Getriebe. Auch die beiden Automatikversionen Doppelkupplungsgetriebe (DSG) und Tiptronic arbeiten mit sechs Gängen.
Zwei der Motoren sind Neuentwicklungen: ein 2.0 TDI mit 125 kW (170 PS) mit Piezo-Pumpedüse-Einspritzung und Dieselpartikelfilter sowie ein 3,2 Liter V6-FSI-Motor, der in der Serie mit DSG und 4Motion-Allradantrieb geliefert wird. Er leistet 184 kW (250 PS). Das reicht für eine Beschleunigung von 7,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h und für 243 km/h Spitze. Der Durchschnittsverbrauch soll bei rund 10 Litern liegen.
Der stärkste Diesel leistet 125 kW (170 PS), entwickelt ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmeter zwischen 1800 und 2500 Umdrehungen pro Minute, beschleunigt in 8,8 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h. Sein Durchschnittsverbrauch soll bei 6,6 Litern liegen.
Die neuen Volkswagen Passat Variant kosten so viel wie ihre Vorgänger und das bei deutlich erweitertem Umfang an Ausstattung und größerer Attraktivität. Die einfachste Version mit dem kleinsten Bezinmotor kostet 22 900 Euro. In die Dieselwelt kann man beim Variant für 25 110 Euro einsteigen. Ein Highline mit dem 103 kW /140 PS)-Motor und DSG kostet 32 685 Euro, der Sportline mit gleicher Ausstattung rund 2000 Euro weniger.
Die heute schon erreichten Zulassungszahlen der Passat Limousine im Blick, fällt es nicht schwer, auch dem Variant eine erfolgreiche Zukunft vorherzusagen. Volkswagen rechnet damit, dass in Deutschland drei von vier Passats als Variant gekauft werden. Im Export teilen sich die Limousine und der Kombi den Passat-Markt. (ar/Sm)
(Weitere Fotos finden Sie bei unseren Kollegen bei www.unitedpictures.com)
Von Peter Schwerdtmann

1. August 2005. Quelle: Auto-Reporter 

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