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VW bietet den Caddy ab April mit Erdgas-Antrieb an

Der Caddy EcoFuel hat ein quasi-monovalentes Motorkonzept, das auf den Betrieb mit Erdgas optimiert ist und sich lediglich beim Kaltstart bzw. (fast) leerem Gastank von selbst auf Benzinbetrieb umstellt. Die Kosten für Erdgas auf 100 Kilometer betragen laut VW rund 4,50 Euro, deutlich weniger also als mit einem vergleichbaren Diesel-Triebwerk. Der Mehrpreis gegenüber einem vergleichbaren 1,6-Liter-Benziner liegt bei 2890 Euro, die Differenz zum 1,9-Liter-TDI-Selbstzünder bei 1115 Euro.

Volkswagen bietet den Caddy ab April 2006 auch mit Erdgasantrieb an. Foto: Auto-Reporter/Volkswagen
Der EcoFuel lässt sich optisch nicht von einem konventionell angetriebenen Caddy unterscheiden. Die insgesamt 26 Kilogramm fassenden drei Erdgastanks, die eine Reichweite von rund 430 Kilometer erlauben, sind unter dem Wagenboden positioniert. So bleibt die Variabilität im Innenraum und das Ladevolumen unverändert und die Erdgas-Version ist auch als Siebensitzer zu ordern. Lediglich der Benzintank schrumpfte auf ein Fassungsvermögen von 13 Litern, was fürs Anlassen und den nächsten Weg zur Erdgas-Tankstelle – bei einem Restdruck von etwa zehn bar wird automatisch auf konventionellen Brennstoff umgeschaltet – ausreicht. Gegenwärtig gibt es in Deutschland über 700 Zapfsäulen, bis zum Frühjahr sollen – vornehmlich entlang der Autobahnen – noch bis zu 300 dazu kommen.

Angetrieben wird der EcoFuel von einem 2,0-Liter-Motor mit 80 kW/109 PS, der für einen optimalen Wirkungsgrad im Gasbetrieb mit 13,5:1 entsprechend hoch verdichtet ist. Den "Sprint" von 0 auf 100 schafft er in 13,5 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit beträgt 180 km/h. Nach ersten Fahreindrücken entscheidender ist jedoch, dass die Maschine dank des maximalen Drehmoments von 160 Newtonmeter bei 3500 U/min auch im unteren und mittleren Drehzahlbereich sehr manierlich beschleunigt und damit kaum ein Unterschied zur "Normal-Version" besteht.

VW rechnet damit, dass der Caddy Ecofuel zumindest vorerst überwiegend von Gewerbetreibenden und Fuhrpark-Betreibern geordert wird, da der Mehrpreis gegenüber den Diesel-Modellen nun im Gegensatz zu den Bi-Fuel-Versionen durch das "zwangsweise" Fahren mit Erdgas in den meisten Fällen innerhalb von einem, anderthalb Jahren amortisiert ist. Kalkuliert wird mit rund 4500 Verkäufen, wobei je nach Bedarf eine Produktions-Erhöhung im polnischen Werk Poznan jederzeit machbar ist. (ar/hhg)

Von Hans H. Grassmann

24. November 2005. Quelle: Auto-Reporter

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