Wirrwarr bei Kraftstoff-Preisen – Kilogramm, Kilowatt und Liter lassen sich kaum vergleichen
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Wer auf ein Auto mit alternativem Antrieb umsteigen und die zu erwartenden Einsparungen an der Tankstelle berechnen will, rauft sich schnell die Haare. Denn die Preisauszeichnungen sind verwirrend: Während Benzin und Super pro Liter bezahlt werden, muss der Erdgasautofahrer in Kilogramm rechnen. Und wer ein Elektroauto fährt, sollte sowieso gleich den Taschenrechner zücken.

Gerade an Strom-Ladesäulen herrscht ein verwirrendes Tarif-Vielerlei. Teilweise wird die Energie auf Basis von Verträgen mit Grundgebühr verkauft, zusätzlich aber auch der Tankvorgang selbst in Rechnung gestellt. Zugrunde gelegt wird dabei entweder die Zeit, die Strommenge oder auch die zur Verfügung gestellten Ladeleistung – unabhängig, ob das jeweilige Auto diese auch komplett nutzen kann. Häufig werden auch mehrere der Berechnungsarten vermengt.

Die Energierechtsexperten Erik Ahnis, Asareel Tobias Kriener und Klaudia Bujek haben nun untersucht, wie man Ordnung in das Chaos an der Preistafel bringen kann. Sie schlagen in einem Fachbeitrag vor, künftig die Einheit „kWh“ als Grundlage zu nutzen, meldet der „Energie-Informations-Dienst“. Allerdings nicht bei Diesel und Benzin – dort wäre eine Änderung der gewohnten Liter-Angabe politisch ihrer Einschätzung nach nicht vermittelbar.

Bei Erd- und Autogas, Strom, Wasserstoff und möglichen künftigen Spritsorten könnte eine Vereinheitlichung aber für eine bessere Übersichtlichkeit sorgen. Dazu müssten aber Gesetze geändert werden. So ist zurzeit zwingend vorgeschrieben, Erdgas als Kraftstoff in Kilogramm-Einheiten zu verkaufen, obwohl der Preis etwa für Haushalte in kWh berechnet wird. Für Auto-Strom hingegen fehlen ähnliche Rechtsgrundlagen bislang völlig.

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