Mercedes-Benz

80 Jahre „Silberpfeile“ – Rückkehr im Triumph
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Mit seinem Sieg beim „Großen Preis von China“ gewann der Deutsche Nico Rosberg nicht nur das erste Formel-1-Rennen seiner Karriere. Es war der erste Sieg eines „Silberpfeils“ nach 57 Jahren. Für Mercedes trägt das nicht unumstrittene Formel-1-Engagement endlich Früchte und knüpft an eine große Tradition an: 80 Jahre Silberpfeile.

Tränen lügen nicht.

Als Mercedes-Sportchef Norbert Haug am Sonntag seinen siegreichen Piloten Nico Rosberg nach dem „Großen Preis von China“ in die Arme schloss, konnte und wollte der 59jährige Rennsportstratege aus [foto id=“414201″ size=“small“ position=“left“]seinem Herzen keine Mördergrube machen. Haug ließ dem Fluss seiner Tränen freien Lauf. Unter die Tränen der Freude über den historischen Sieg dürfte sich auch die eine oder andere Zähre der Erleichterung gemischt haben. Das Formel-1-Engagement des Herstellers, dem Experten einen Jahres-Etat von rund 200 Millionen Euro bescheinigen, war in den beiden letzten Jahren so erfolglos verlaufen, dass sich Haug und Mercedes-Vorstand Dieter Zetsche zunehmender Kritik von Seiten der Arbeitnehmervertreter, aber auch von Aktionären ausgesetzt sahen. Tenor: Die Millionen Euro wären in Neuentwicklungen und saftigere Dividenden besser angelegt. Die Schampus-Dusche auf dem Siegertreppchen von Shanghai dürfte die Zweifel am Mercedes-Engagement in der Königsklasse vorerst fortgespült haben. Schließlich gehen die Zweit- und Drittplatzierten des Rennens, Lewis Hamilton und Jenson Button als McLaren-Piloten, ebenfalls mit Mercedes-Power an den Start.

Dass der Sieg nicht zuletzt im Lande des inzwischen wichtigsten Markts für Mercedes-Fahrzeuge gefeiert werden konnte, war da nur ein Tüpfelchen auf dem „i“. Aus historischer Sicht ist der Gewinn des „Großen Preises von China“ jedoch in jeder Hinsicht ein bemerkenswertes Ereignis. Zum ersten Mal seit 1955 hatte Mercedes mit einem „Silberpfeil“ wieder einen „Großen Preis“ gewonnen. Der letzte datierte auf den „Großen Preis von Italien“. Dort hatte sich am 11. September 1955 der Argentinier Juan Manuel Fangio mit seinem Sieg den dritten WM-Titel gesichert. Zum Saisonende zog sich Mercedes wegen der Katastrophe bei [foto id=“414202″ size=“small“ position=“right“]den „24 Stunden von Le Mans“ im gleichen Jahr aus dem Motorsport zurück. Ein von der Bahn gedrängter 300 SL war in die Zuschauer an Start und Ziel gerast und hatte 85 Menschen in den Tod gerissen.

Die Wiedergeburt der Legende „Silverpfeil“ ist für Mercedes von unschätzbaren Wert, denn der Begriff gilt bis heute als Synonym für Überlegenheit und Siegeswillen im Rennsport schlechthin. Nicht einmal die lange Abstinenz des ältesten Autobauers der Welt aus dem Oberhaus des Rennsports konnte an diesem Nimbus kratzen. Über die Entstehung des Begriffs „Silberpfeil“ ranken sich eher Mythen als gesicherte historische Erkenntnisse. Fest steht, dass der Name „Silberpfeil“ in diesem Jahr 80 wird.

1932 ging Manfred von Brauchitsch bei einem Rennen auf der Berliner Rennstrecke „Avus“ mit einem 300 PS starken Mercedes SSKL an den Start, dessen Karosseriebleche aus Aluminium keinen Lack aufwiesen. Sein überraschender Sieg veranlasste den Radioreporter dazu, von einem „silbernen Pfeil“ zu sprechen. Einige Quellen erklären die lacklose Verkleidung als Verlegenheitslösung, weil das ursprünglich in klassischem Weiß lackierte Auto das vorgeschriebene Maximalgewicht des Autos von 750 Kilo um ein Kilo [foto id=“414203″ size=“small“ position=“left“]übertroffen hatte. Der während einer Nachtschicht abgefeilte Lack brachte angeblich das erforderliche Kilo.

Seit dem ersten „Großen Preis“ von 1906 mussten alle Fahrzeuge beim Start die offiziellen Renn-Farben ihres Landes tragen. Italiener fuhren in Rot, Franzosen in Blau, Engländer in Grün und Deutsche in Weiß. Ab 1934 gingen die Fahrzeuge von Mercedes und der Auto Union offiziell in Silber an den Start. Sie bestimmt die „Goldene Ära“ der „Silberpfeile“ bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Weil die nationalsozialistische Regierung im Rennsport und im Auftritt der deutschen Silberpfeile eine wichtige Propaganda-Waffe sah, rüstete sie die beiden deutschen Protagonisten mit praktisch unbegrenzten Mitteln auf, sodass die Duelle der beiden Marken sogar in der internationalen Wahrnehmung zu Legenden des Motorsport wurden; mit Fahrzeugen, deren technische Exzentrik der aktuellen Formel 1 in nichts nachstanden. Doch mit dem jüngsten Erfolgsmodell der „Silberpfeile“ haben die Vorgänger freilich nur noch eine technische Gemeinsamkeit. Die Zahl der vier Räder.

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