Alfa Romeo

Alfa Romeo zeigt auf der Techno Classic 2011 legendäre Rennwagen
Alfa Romeo zeigt auf der Techno Classic 2011 legendäre Rennwagen Bilder

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Alfa Romeo - Tipo A 1931P3 1932. Bilder

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Prototyp: Alfa Romeo 164 Procar. Bilder

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Alfa Romeo Tipo 159 Alfetta (1951). Bilder

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Alfa Romeo - RL Targa Florio 1923. Bilder

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Alfa Romeo Tipo 33 Coupé Stradale (1967). Bilder

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Alfa Romeo präsentiert auf der Techno Classica in Essen (31.3. – 1.4.2011) legendäre Rennsportwagen aus den Jahren 1923 bis 1988. Dazu gehört auch der Tipo 159, mit dem Juan-Manuel Fangio 1951 den ersten seiner fünf WM-Titeln gewann. Aber auch der Tipo B („P3“) von Tazio Nuvolari aus dem Jahr 1935, der Sportwagen-Weltmeister Alfa Romeo 33 TT 12 von 1975, der RL von 1923 und der nie zum Einsatz gekommene 164 Procar von 1988 werden zu sehen sein. Die Fahrzeuge stammen aus dem Werksmuseums von Alfa Romeo.

Ältestes Auto auf dem Stand in Essen ist der Tipo RL. Mit ihm gelang Alfa Romeo 1923 erstmals der Sieg bei einem großen internationalen Rennen, der 14. Targa Florio. Der RL war der erste Alfa Romeo, auf dem das vierblättrige grüne Kleeblatt (Quadrifoglio Verde) prangte. Was ursprünglich als Glückbringer für den abergläubischen Rennsieger Ugo [foto id=“350938″ size=“small“ position=“left“]Sivocci Sivocci – ihm war die Startnummer 13 zugelost worden – gedacht war, avancierte in der Folge zum Logo der Rennabteilung Alfa Corse und besonders leistungsstarker Versionen.

Als erstes Rennfahrzeug überhaupt, verzichtete der Tipo B (1932), auch „P3“ genannt auf einen Beifahrersitz für den Mechaniker. Diese einsitzige Auslegung der Karosserie begründete die Gattungsbezeichnung „Monoposto“, die bis heute bestand hat. Bei seinem Debüt 1932 war auch der Deutsche Rudolf Caracciola Teil der hochkarätig besetzten Werksfahrer-Mannschaft. Mit dem Wagen gewann Tazio Nuvolaris beim Großen Preis von Deutschland im Jahre 1935 gegen die hochfavorisierten Silberpfeile von Daimler-Benz und der Auto Union. Mit dem Alfa Romeo Tipo 159 „Alfetta“ (1951) gewann Juan Manuel Fangio seinen ersten von insgesamt fünf WM-Titeln in der Formel-1 errang. Bereits im Jahr zuvor hatte Dr. Nino Farina auf dem Vorgängermodell Tipo 158 (1,5-Liter Hubraum, 8 Zylinder) den ersten Formel-1-Weltmeistertitel der Geschichte nach Mailand geholt.

Ganz im Zeichen des grünen Kleeblatts steht die Giulia TI Super von 1963. Diese in nur 501 Exemplaren gebaute Sport-Version der ein Jahr zuvor vorgestellten Limousine war bei der italienischen Polizei ebenso beliebt wie bei Privatrennfahrern. Aus dem 1,6 Liter großen Vierzylinder holten die Ingenieure 113 PS heraus, was die nur 930 Kilo schwere Giulia TI Super zu einer Höchstgeschwindigkeit von seinerzeit beachtlichen 190 km/h befähigte. Äußerlich war das heute bei Sammlern extrem begehrte Modell an nur zwei Scheinwerfern sowie grünen Kleeblättern auf den Seiten der vorderen Kotflügel sowie dem Kofferraumdeckel zu erkennen.

Der Alfa Romeo Tipo 33 Coupé Stradale wurde 1967 vorgestellt und vom Rennmodell 33/2 abgeleitet. Der lediglich 18 Mal gebaute Prototipo wog 700 Kilo. Trotz des von 270 auf 230 PS (bei 8.000 U/min) reduzierten 2,0-Liter-V8 reichte die Motorleistung für eine Spitzengeschwindigkeit von 260 km/h und eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in 5,5 Sekunden. Das Fahrzeug in Essen ist der einzige noch existierende Wagen der Baureihe.

Mit dem 33 TT 12 gewann Alfa Romeo 1975 die Marken-Weltmeisterschaft. Die von einem 500 PS starken Zwölfzylinder-Boxermotor angetriebene rote Flunder siegte bei sieben von acht Wertungsläufen souverän. Dabei wechselten sich im offenen Cockpit Langstrecken-Asse wie Henri Pescarolo, Derek Bell oder Nino Vaccarella mit Formel-[foto id=“350939″ size=“small“ position=“right“]1-Fahrern wie Jochen Mass, Arturo Merzario oder Jacques Laffite ab.

Nie zum Einsatz gekommen ist der im September 1988 vorgestellte Alfa Romeo 164 Procar. Der in Kooperation mit dem Formel-1-Rennteam von Brabham entwickelte Rennwagen glich äußerlich einem Alfa Romeo 164, unter der Kevlar/Kohlefaser-Haut des „Silhouette“-Modells aber verbarg sich lupenreine Formel-1-Technik. Der Procar hatte einen V10-Mittelmotor mit 600 PS aus 3,5 Litern Hubraum, Kohlefaser-Bremsen, Monocoque in Aluminium-Nomex-Honeycomb-Bauweise und über Schnellverschlüsse abnehmbare Front- und Heckteile. Mit den 750 Kilo Trockengewicht hatte der Motor leichtes Spiel: Offiziell wurde eine Höchstgeschwindigkeit von 340 km/h und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in rund zwei Sekunden genannt. Mit dem Auto drehte Riccardo Patrese vor dem Start des Grand Prix Italien einige Demonstrationsrunden – das war es dann. Aufgrund der hohen Entwicklungs- und Einsatzkosten wollte kein weiterer Hersteller Alfa Romeo auf diesem Weg folgen und die Silhouette-Formel wurde nie realisiert.

Ein „Klassiker der Zukunft“

Mit dem Alfa Romeo Giulietta Quadrifoglio Verde findet sich auf dem Essener Messestand zudem ein „Klassiker der Zukunft“. Diesen Titel verliehen der Giulietta im Herbst 2010 die Leser der Zeitschrift „Auto Bild Klassik“ im Rahmen einer Leserwahl. Der 173 kW / 235 PS starke Wagen mit Sportfahrwerk schlägt die Brücke in die Gegenwart.

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