Alternativen zum Allerwelts-Auto – Fünf Underdogs für jeden Anspruch
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Kia macht mit dem Ceed GT dem Golf GTI Dampf Bilder

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Der Peugeot RCZ ist vor allem in der R-Version ein echter Sportler Bilder

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Nissans Evalia ist ein günstiges und praktisches Familienauto Bilder

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Der Lexus LS ist edel und komfortabel Bilder

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Mit dem XV wagt Subaru etwas Lifestyle Bilder

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Was sich gut verkauft ist ein gutes Produkt – das gilt vielleicht nicht für Musik-Platten und das TV-Programm, beim Auto in der Regel aber schon. Der Gegenschluss allerdings ist unzulässig. Denn was wenig Kunden findet, ist nicht automatisch ein schlechter Wagen. Wir schlagen fünf Underdogs für die Auswahlliste beim nächsten Autokauf vor.

Subaru XV

Eigentlich müsste Subaru spätestens seit Beginn der SUV-Mode die Marke der Stunde sein, bauen die Japaner doch seit Jahrzehnten fast ausschließlich Allradautos. Weil sie mit “Mode” allerdings so gar nichts am Hut haben, bleibt der eingeschworene Kundenkreis mehr oder weniger auf Jäger und Forstbesitzer beschränkt. Auch die leichte Lifestyle-Offensive, die die Allradmarke mit dem Crossover Subaru XV gestartet hatte, verpuffte. Dabei vereint der Kompakte relativ schickes Aussehen mit den typischen Stärken der Marke: Robustheit, Schnörkellosigkeit und einen über die Jahre immer weiter perfektionierten Allradantrieb, der die Klassenkonkurrenz im Gelände stehen lässt und auch noch im Alltag fahrdynamische Vorteile bringt. (Preis ab 21.900 Euro, zwei Benziner, zwei Diesel ab 84 kW/114 PS)

Peugeot RCZ[foto id=”519652″ size=”small” position=”right”]

Während der XV zumindest in Rufnähe zum Markenkern bleibt, ist der RCZ bei Peugeot ein absoluter Außenseiter. Kein Wunder, dass der erste richtige Sportwagen der Marke nur bei wenigen Kunden auf dem Zettel steht. Die geben lieber ein paar Tausender mehr aus und kaufen den Audi TT. Dabei ähnelt der Franzose dem Deutschen nicht nur bei Formensprache und Frontantrieb, sondern durchaus auch beim Fahrspaß. Agil, wie man es von Autos aus unserem Nachbarland lange nicht gewohnt war, wird er von seinen formidablen 1,6-Liter-Turbobenzinern, der lange Zeit auch bei BMWs Mini für den Fahrspaß zuständig war, durch die Kurven getrieben. Natürlich fehlt es dem Franzosen an der Perfektion, dem Feinschliff und der großen Antriebsauswahl des Deutschen; dafür fährt ihn auch nicht jeder zweite junggebliebene Lifestyle-Single. (Preis ab 28.900 Euro, drei Benziner, ein Diesel ab 115 kW/156 PS)

[foto id=”519653″ size=”small” position=”left”]Kia Ceed GT

Bleiben wir in der sportlichen Kompaktklasse. Unter den schnellen, aber noch alltagstauglichen Steilheckmodellen ist der VW Golf GTI unbestritten das Maß der Dinge. Knapp 30.000 Euro für ein Auto, das vor jeder zweiten Dorfdiskothek steht, sind aber auch kein Pappenstil. Für 5.000 Euro weniger gibt es den Kia Ceed GT. Schon das Standardmodell kommt dem Golf in vielerlei Hinsicht gefährlich nahe, mit der Sportversion machen die Koreaner aber erstmals auch den Kunden Avancen, die nicht nur auf sieben Jahre Garantie und möglichst niedrige Kosten setzen. Beides gibt es natürlich, aber eben auch 150 kW/220 Turbo-PS und einen Spurtwert unter acht Sekunden. (als Dreitürer ab 23.190 Euro, ein Benziner, 150 kW/204 PS)

Lexus LS[foto id=”519654″ size=”small” position=”right”]

Ist der Kia bei aller Entwicklung in den vergangenen Jahren immer noch ein kleines Stück vom Golf-Niveau entfernt, befindet sich der Lexus LS bereits seit geraumer Zeit auf dem Niveau der deutschen Oberklasse-Konkurrenz. Vor allem, was Verarbeitung, Ambiente und Technik angeht, kann die ehemalige S-Klassen-Kopie aus Fernost durchaus eigene Akzente setzen. Allerdings sind das nicht immer solche, die der deutsche Top-Manager gewohnt ist. Neben der japanisch-amerikanischen Verspieltheit im Innenraum dürfte dem LS in Deutschland vor allem der fehlende Dieselmotor im Wege stehen. Dafür gibt es einen Hybriden aus V8-Benziner und Elektromotor, der alle dynamischen und akustischen Schwächen des Prius-Antriebs abgelegt hat. (ab 92.800 Euro, ein Benziner, ein Hybrid, ab 272 kW/370 PS)

Nissan Evalia[foto id=”519655″ size=”small” position=”left”]

Europas Hochdachkombis sind alle nach dem gleichen Muster gestrickt, ob sie nun Kangoo, Berlingo oder Citan heißen: kurze Motorhaube, steile Windschutzscheibe und dahinter einen großen Kasten für Kind und Kegel. Der Nissan Evalia hingegen ist mehr Kleinbus als Kombi, höher und flacher als die Konkurrenz und bietet daher auf kompaktem Grundriss relativ viel Platz – bis zu 2.900 Liter stehen für Gepäck zur Verfügung, alternativ lassen sich bis zu sieben Personen transportieren. Zwei Schiebetüren sind serienmäßig. Auch wenn es Innenraum-Design, Fahrwerk und Antrieb wie in dieser Klasse üblich etwas an Raffinesse fehlen lassen, wirkt der Evalia aufgrund seines ungewöhnlichen Zuschnitts spürbar luftig-loungiger als die zu Pkw umgebauten Handwerkerautos der Konkurrenz. Wer längst nicht mehr erhältlichen Modellen wie dem Subaru Libero und dem Mitsubishi L100 hinterhertrauert, ist hier an der richtigen Adresse. (ab 19.700 Euro, ein Benziner, zwei Diesel, ab 66 kW/90 PS)

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