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Audi im auto.de-Quattro-Gespräch: “Das gibt uns neuen Spielraum“

Audi im auto.de-Quattro-Gespräch: ''Das gibt uns neuen Spielraum'' Bilder

Copyright: Koch/Audi

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Neckarsulm – Audi hat sich kürzlich Pass für Pass mit verschiedenen RS-Modellen von Klagenfurt über Kitzbühel, Innsbruck, Meran, Interlaken und Megève bis nach Monte Carlo auf zur Alpen-Gipfeltour durchs „Quattro-Land“ gemacht. Was man dafür braucht? „Ein klares Ziel, dazu die richtige Ausrüstung und selbstverständlich eine gute Mannschaft“, betont Stephan Reil, der die technische Entwicklung der auf Hochleistungsfahrzeuge spezialisierten Audi-Tochter Quattro GmbH mit Sitz in Neckarsulm leitet.

Mit Ausrüstung meinen Sie wahrscheinlich Ihr aktuelles Portfolio.

Stephan Reil: Ohne das geht es natürlich nicht. Wir haben jetzt acht Modelle, mehr als jemals zuvor.

Welche Strategien verfolgen Sie damit?

Stephan Reil: In Zukunft wollen wir unsere globale Präsenz stärken und mehr RS-Modelle auf mehr internationalen Märkten anbieten. Besonderes Potential sehen wir in den USA, in China, Russland und in den Golfstaaten. Deshalb bieten wir beispielsweise im C-Segment neben dem RS 6 Avant nun auch den RS 7 Sportback an, der maßgeblich nach den Anforderungen der Märkte USA und China entstanden ist. Bei diesem Modell konnten wir die klassischen Eigenschaften einer Limousine mit den emotionalen Komponenten eines Coupés vereinen.

Auch in den Segmenten darunter scheint die Kombination Avant und Coupé durchaus zu funktionieren.

Stephan Reil: Neben dem RS 4 Avant und dem RS 5 Coupé bieten wir hier aber zusätzlich mit dem RS 5 Cabrio noch eine dritte Karosserieform an.

Und mit dem neuen RS Q3 …

Stephan Reil: … wagen wir uns in ein neues, bislang unbekanntes Terrain, nämlich das der Höchstleistungsfahrzeuge im kompakten SUV-Segment. Ausgestattet ist er mit dem preisgekrönten Fünfzylinder. Ein echtes Symbol für die Quattro-Geschichte. Der turboaufgeladene Direkteinspritzer leistet immerhin 310 PS und verfügt über 420 Newtonmeter Drehmoment, schafft in nur 5,2 Sekunden Tempo 100 und ist 250 Stundenkilometer schnell.

Und die Effizienz?

Stephan Reil: Kommt auch nicht zu kurz: Stopp/Start-System und geregelte Ölpumpe machen im Schnitt 8,8 Liter Verbrauch möglich, wozu auch das sportlich ausgelegte Doppelkupplungsgetriebe beiträgt, indem der siebte Gang spritsparend lang übersetzt ist. Und schauen Sie sich das Nutzungskonzept an: Platz für fünf Personen, 356 bis 1261 Liter Stauvolumen. Das straffere RS-Sportfahrwerk legt die Karosserie um 25 Millimeter tiefer, ohne dass wir den Komfort ganz aus den Augen zu verlieren.

Welches Potenzial bietet denn der Fünfzylinder für die Zukunft?

Stephan Reil: Ein großes. Wir haben unsere A3-Familie in den vergangenen anderthalb Jahren deutlich erweitert – und das gibt uns neuen Spielraum, wenn wir über den Nachfolger für den überaus erfolgreichen RS 3 Sportback diskutieren. Sie sehen: Wir bauen unser RS-Portfolio weiter aus, um auch den nächsten Gipfel in Angriff nehmen zu können.

Gerade bei den sportlichsten Modellen müssten Sie doch eigentlich ständig getrieben sein, an Grenzen des technisch Machbaren zu gehen.

Stephan Reil: Dabei geht es aber nicht darum, nur an der PS-Schraube zu drehen. Wir bieten vielmehr einen intelligenten Ansatz, der verschiedenste Highend-Technologien integriert: [foto id=“488185″ size=“small“ position=“left“]für Leistungsgewicht, für Kraft und für Effizienz. Dabei kommt uns natürlich unsere langjährige Erfahrung aus dem Motorsport zugute.

Sie meinen zum Beispiel den R8 LMS Ultra?

Stephan Reil: Genau. Er weist mit dem Serien-R8 über 50 Prozent Gleichteile auf. Der Motor ist zum Beispiel nahezu 100 Prozent Serie. Kein anderer Hersteller bietet eine so enge Verbindung zwischen Rennfahrzeug und Serienprodukt. Oder denken Sie an den legendären Quattro-Antrieb, der all unsere RS-Modelle im Innersten bewegt. Quattro ist mehr als eine Technologie: Quattro ist eine Philosophie, steht für Fahrsicherheit und Sportlichkeit, technische Kompetenz und dynamisches Lebensgefühl, das sich selbst von widrigen Straßenverhältnissen nicht bremsen lässt. Ein Stück genialer Ingenieurskunst, untrennbar mit der Marke Audi verbunden.

Ein Allradkonkurrent aus Japan wirbt damit, „weltgrößter Allrad-Pkw-Hersteller“ zu sein.

Stephan Reil: Seit dem Debüt des Ur-Quattro hat Audi über fünf Millionen Autos mit permanentem Allradantrieb ausgeliefert – weit mehr als jeder andere Premiumhersteller weltweit. Unsere RS-Modelle bilden die sportlichen Speerspitzen in einer Vielfalt von mehr als 160 Modellvarianten mit Quattro-Antrieb. Quattro ist tief in unseren Genen verwurzelt, seine Sportlichkeit ein fester Bestandteil des Markenkerns, den wir mit innovativen Modellen stets aufs Neue mit Leben füllen.

Mit dem Quattro-Antrieb immer als festem Bestandteil?

Stephan Reil: Der Quattro-Antrieb mit radselektiver Momentensteuerung gehört in gewohnter RS-Manier zur Basisausstattung. Herzstück bei unseren RS-Modellen der Mittel- und Oberklasse ist das selbstsperrende Mittendifferenzial, das die Momente zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt: In Grundauslegung verteilt das mechanisch arbeitende Planetengetriebe sie zugunsten der Fahrdynamik im Verhältnis 40:60. Bei Bedarf sind es vorn bis zu 70 Prozent oder hinten maximal 85 Prozent. Das optionale Sportdifferential an der Hinterachse verteilt die Kräfte aktiv zwischen den Rädern. Beim Anlenken oder Beschleunigen in Kurven schickt es sie überwiegend zum kurvenäußeren Rad, drückt den Wagen in die Kurve und wirkt jeder Tendenz zum Über- oder Untersteuern so schon im Ansatz entgegen.

Sie machen sich antriebsmäßig doch sicher auch schon Gedanken über die Zukunft.    

Stephan Reil: Natürlich. Unsere Aufgabe ist es, Innovationen in Kleinserie auf den Markt zu bringen, die anschließend Einzug in die Großserie halten. Im neuen RS 6 Avant und im RS 7 Sportback haben wir zum Beispiel gerade die neuste Generation des selbstsperrenden Mittendifferentials eingeführt. Es ist nicht nur 1,4 Kilo leichter als die Vorgängergeneration, sondern setzt die gewünschten Sperrwerte gleichzeitig noch präziser um.

Und wie sieht dann das Ziel Ihrer Gipfeltour vorerst aus?

Stephan Reil: Mit dem Audi Sport Quattro Concept hat Audi auf der IAA eine Vision vorgestellt. Dieses Showcar zeigt in speziellen Details, wohin der Weg führt, gibt einen Ausblick auf die Formensprache kommender RS-Modelle: extrem, dynamisch, funktional. Keine der Design-Lösungen ist Selbstzweck. Jede ist von einer technischen Funktion getrieben. Wir können uns gut vorstellen, dass Komponenten dieses Showcars künftig auch in unseren Modellen zu sehen sein werden.

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