Autodesign in Pforzheim – Kreativitätsschmiede für junge Talente
Autodesign in Pforzheim - Kreativitätsschmiede für junge Talente Bilder

Copyright:

James Kelly leitet den Studiengang Transportation Design an der FH Pforzheim Bilder

Copyright:

Der junge Thailänder Vasu Vachiraprakarnsakul vor den Skizzen seines Venedig-Trimarans Bilder

Copyright:

Grafs Audi-Studie ist als Hybrid konzipiert Bilder

Copyright:

Matthias Graf schlägt ein Raumkonzept für die Audi-Oberklasse vor Bilder

Copyright:

Die Lotus-Studie von Siming Yan hört auf den Namen Seveneven Bilder

Copyright:

Siming Yan und sein futuristisches Lotus-Konzept Bilder

Copyright:

Choi Woong setzt unter anderem geschichteten Seetang ein Bilder

Copyright:

So stellt sich Lukas Haag einen neuen Saab 900 turbo vor Bilder

Copyright:

Lukas Haags und sein China-Auto mit Panda-Gesicht Bilder

Copyright:

Die Studie von Etienne Giuga besteht fast vollständig aus galvanisiertem Kupfer Bilder

Copyright:

Dieses Exterieur schwebt Alattar für den BMW 7er vor Bilder

Copyright:

Hussein Alattar erklärt sein Interieur-Konzept Bilder

Copyright:

Das Markengesicht wird erst bei eingeschalteten LED sichtbar Bilder

Copyright:

Christopher Lais Kompaktwagen soll vom Besitzer frei zu variieren sein Bilder

Copyright:

Christopher Lai und sein Kia-Konzept Bilder

Copyright:

Die FH Pforzheim ist eine der wenigen Talentschmieden für Autodesigner von Weltrang. Hier gibt es den Studiengang Transportation Design – und einmal pro Semester präsentieren die rund 70 Studenten in einer zweitägigen Werkschau ihre besten Arbeiten. Der Leiter der Fachbereichs, Prof. James Kelly, beschreibt seine Aufgabe so: „Die Bandbreite an Talenten hier ist sehr groß. Wir fördern die Fähigkeiten der Studenten als Allrounder – also das Erstellen von Skizzen, die Arbeit am Computer und die Technik der Präsentation. Denn unsere Nachwuchs-Designer müssen erklären können, welches Konzept hinter dem Produkt steht.“

Zum Teil kommen die Themen und Aufgabenstellungen direkt aus der Autoindustrie, die an qualifiziertem Nachwuchs und frischen Ideen interessiert ist; andere Projekte sind frei gewählt. Und gerade diese oft sehr visionären Projektarbeiten mit futuristischem Einschlag sind für die FH Pforzheim charakteristisch.

James Kelly fördert gerne den oft ungestümen und zeitlich weit vorgreifenden Individualismus der Probanden, wobei er die klassischen Zeichentechniken weiter pflegt: „Wir erwarten bei den Präsentationen eine hohe Anzahl von Original-[foto id=“343750″ size=“small“ position=“left“]Skizzen, nicht zuviel Photoshop! Das ist ein Vorteil gegenüber anderen Ausbildungsstätten. Skizzen fördern die persönliche Individualität.“

Zu weit sollten die Studenten dabei allerdings nicht gehen, so Anja Bracht, Dozentin für Interieur-Design: „Wir hatten zuletzt einige Zeit sehr gewagte und frei interpretierte Projektarbeiten. Momentan registrieren wir eine Rückkehr zu realistischeren Ansätzen, die auch für eine zeitnahe Umsetzung in geplanten Produkten der Industrie geeignet sind.“ Wer es schaffe, eine Balance zu halten zwischen künstlerischer Freiheit und realistische basierter Interpretation eines Projektes, sei im Vorteil.

Die Auswahlkriterien sind übrigens hart: Pro Semester und Studiengang – es gibt einen Bachelor- und einen Master-Studiengang – werden lediglich zehn bis zwölf Studenten zugelassen, um den engen Kontakt mit den Dozenten zu ermöglichen. Wer also zugelassen ist, hat schon einmal einen guten Teil des Weges zum Traumjob zurückgelegt.

Einige der interessantesten Arbeiten im Überblick:

Christopher Lai

Ein Stadtauto für Kia und das Jahr 2050, dessen Antrieb über vier Radnaben-Motoren erfolgt. Die Karosserie soll dem Besitzer die Möglichkeiten bieten, eine eigene Linienführung zu kreieren – etwa durch geschäumte Elemente, die sich rückstandslos abbauen lassen. Das auf den ersten Blick fehlende Markengesicht wird durch unter der Außenhaut angebrachte LED-Beleuchtungselemente erzeugt, die durchscheinen, sobald das Fahrzeug zum Leben erweckt wird. Interessantes Detail: Das wie eine kleine Antenne wirkende Element hinten links dient als Türöffner.

Hussein Alattar

Alattars Aufgabenstellung war ein Interieurmodell eines 7er BMW – ein bekanntlich besonders sportliches Modell in der Oberklasse. Wenn der Fahrer seine Freude an der Kurvenhatz auslebt, bedeutet das noch lange nicht, dass seine Mitfahrer dieses Vergnügen teilen. Alattar hat deshalb den Fahrerplatz und die übrigen Sitzplätze völlig separat aufgehängt – mit einer weicheren Abstimmung für die Chauffierten. Die Beifahrersitzlehne kann nach oben geklappt werden, um dem Passagier hinten rechts den Blick nach vorn zu ermöglichen. Und vor dem Fahrer erstreckt sich eine [foto id=“343751″ size=“small“ position=“left“]variable, magnetisch gesteuerte dreidimensionale Struktur – unter anderem zur Visualisierung der Navigationsfunktion. Das von Alattar vorgeschlagene Exterieur-Design setzt auf Leichtigkeit und filigrane Linien.

Etienne Giuga

Unter der Bezeichnung „Black Luxury“ will Etienne Guiga einen Raum der Ruhe schaffen. Und so soll es auch erlaubt sein, abgeschirmt und ohne Belästigung durch unerwünschte Kommunikation zu reisen – wenngleich sein Konzept natürlich einen 7er auf dem allerneuesten Stand repräsentieren will. Das wohltuende Kontrastprogramm zum Dogma der permanenten Kommunikation wurde in Kupfer ausgeführt – in einem aufwendigen Galvanik-Prozess, bei dem sich jedes Teil mindestens zwei Tage lang im Tauchbad befand.

Lukas Haag

Haags Variationen über sein Traumauto Saab 900 überzeugen mit einer hochästhetischen Behandlung des Themas, die das Original respektiert und behutsam weiterentwickelt. Und seine Idee eines klassenlosen Fahrzeuges für China übernimmt geschickt das formale Thema eines Pandabärs.

Choi Woong

Der „Trans Space 7“ bietet dem Fahrgast hinten eine besonders gute Aussicht nach vorn. Und im Lenkrad ist ein kleiner zusätzlicher Handgriff angebracht, um Fahrmanövern eine gewisse Lässigkeit zu verleihen. Das Material im Interieur ist Seetang statt Holz: Das wirkt edel, wie geschichtetes Gestein – und ist, anders als Edelholz, im Überfluss verfügbar. Woong hat die extrem dünnen Blätter aufeinandergeschichtet und mit Leim zusammengefügt.

Siming Yan

Der Lotus Seveven 2020 betont die Markenidentität über das Thema Leichtbau: Jedes Teil erfüllt mindestens zwei Funktionen. So ist der Rahmen Teil der Karosserie. Bei Yans Modell, dessen Formensprache sich als Fortentwicklung der aktuellen Lotus-Linie empfiehlt, verlaufen äußere Flächen nach innen und innere Flächen nach außen. Der Antrieb soll [foto id=“343752″ size=“small“ position=“left“]durch einen vorn eingebauten Luftdruck-Motor erfolgen.

Matthias Graf

„Weg vom Kasten“ war die Devise für Matthias Graf bei seinem Raumkonzept für einen Audi in der Oberklasse. Der auf eine Höhe von 1,50 Meter ausgelegte, fließend gezeichnete Wagen ist als Sechssitzer mit zentral angeordnetem Fahrerplatz konzipiert. Die beiden äußeren Vordersitze lassen sich nach hinten kippen, um einen Konferenzraum zu gestalten. Und über die Position der Fondsitze lässt sich der Gepäckraum variieren.

Vasu Vachiraprakarnsakul

Ein Fahrzeug für Venedig – das war die ambitionierte Vorgabe für das 3. Semester. Hier wurde die Aufgabe durch einen einsitzigen Trimaran gelöst, der zum Andocken an die Parkstation seine Breite verringert – und zusammengelegt auf dem Dach eines Autos transportiert werden kann. Die Formensprache ist extrem reduziert.

UNSERE TOP-ANGEBOTE FÜR SIE

MEHR ERFAHREN AUS DEM BEREICH NEWS

Hyundai i30 N Fastback.

Erlkönig: Hyundai i30N Fastback erhält ein Facelift

Skoda Euro Trek 2019.

Mit dem Skoda Karoq in der Mitte von Nirgendwo

Yui kennt den LQ-Fahrer gut

Yui kennt den LQ-Fahrer gut

zoom_photo