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Chevrolet Camaro: Ein Hoch auf den “Boller-Wagen“

Chevrolet Camaro: Ein Hoch auf den ''Boller-Wagen'' Bilder

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Nach einem Kultstatus streben viele Autos. In den erlesenen Kreis wahrer Kult-Mobile berufen sind nur wenige. Wenn die Geschichte eines Modells spektakulär verlaufen ist, das Fahrzeug aus der Masse hervorsticht und in der aktuellen Version an alte Glanzzeiten anknüpfen kann, heißt es: Willkommen im Kult! – Chevrolet zeigt mit dem Camaro wie das geht.

Urknall am Automarkt

 

Im April 1964 kam es auf dem amerikanischen Automarkt zu einer Art Urknall. Ford präsentierte den Mustang: ein sogenanntes „Pony-Car“. Das Erfolgsrezept: eine sportliche – für amerikanische Verhältnisse – kompakte Coupé-Form, ein dicker Motor mit möglichst acht Zylindern unter einer langen Fronthaube, einfache alltagstaugliche Technik und ein günstiger Preis. Der Wettbewerb, vom Mustang-Erfolg aufgescheucht, kommandierte mit Nachdruck alle zur Verfügung stehenden Entwickler an die Zeichenbretter, um so schnell wie möglich angemessene Konkurrenten auf die Räder zu stellen.

Chevys Antwort auf den Mustang

Chevrolets Antwort auf den Ford-Mustang lautete ab 1966: Camaro. In jenen letzten Tagen automobiler Unschuld in den späten Sechzigern des letzten Jahrhunderts formierten sich die Pony-Cars zu rasant wachsenden Herden mit Motoren, [foto id=“413996″ size=“small“ position=“left“]die schließlich an der 500-PS-Hürde Mass nahmen. Die Ölscheichs versauten mit der ersten Ölkrise von 1973 die Party und beendeten die Ära der „Muscle Cars“. Wie seine Konkurrenten verkümmerte der Camaro von Generationswechsel zu Generationswechsel, bis 2002 nach vier Modell-Reihen das vorläufige Ende kam.

Endlich auch in Europa

Nun mit Nummer Fünf die Wiedergeburt des Camaro, die sich auf 2009 datiert. Nachdem fast drei Jahre lang der graue Import die Nachfrage der eingefleischten Fans gestillt hat, bekennt sich nun Chevrolet auch in Deutschland zu dem kernigen Coupé und hat es offiziell ins Verkaufsprogramm aufgenommen. Und das ist gut so. Denn Coupé und Cabrio mit 318 kW/432 PS reihen sich leistungstechnisch unter die Elite der Sportler ein. Preislich rangieren die beiden Chevy-Sportler freilich in der Mittelklasse. 38.500 Euro für das Coupé und 43.900 für die offene Version sind angesichts der gebotenen Leistung und Ausstattung eine Kampfansage an das sportliche Establishment.

Image-Schub dank Hollywood[foto id=“413997″ size=“small“ position=“right“]

Das Spannungsfeld aus Preis und Leistung fordert zur Entnahme einer gründlichen Fahrprobe geradezu heraus. Mit 4,84 Meter streckt sich der aufregend gezeichnete Zweitürer repräsentativ und bullig auf seinem Standplatz. Zumal ihn der Hersteller auch auf mächtige Räder mit 20 Zoll Durchmesser stellt. Vor Antritt der Fahrt gilt es, eine vielköpfige Knabenschar mit mildem Nachdruck zu verscheuchen, die sich die Nasen an den Seitenscheiben plattdrückt. Die jugendliche Zielgruppe erweist sich durch drei „Transformer“-Filme, in denen der Camaro eine Hauptrolle spielt, derart sensibilisiert, dass sie den realen Auftritt des Stars mit Begeisterung quittiert und vor allem auf die Startprozedur des V8 mit 6,2 Liter Hubraum lauert.

Interieur

Die muss noch für einen Moment zurückstehen, bis sich der Fahrer im eher komfortablen als sportlichen Gestühl zurechtgerückt hat und das Auge über Cockpit und Interieur gleiten lässt. Sicher sind die Materialien und Oberflächen nichts für Haptik-Hypochonder, die sich am hochpreisigen Mückenrüssel-Lederbezügen der automobilen Premiumwelt geeicht haben. [foto id=“414004″ size=“small“ position=“left“]Im Camaro breitet sich ehrliches Plastik in verschiedenen Härtegraden und entspannter Verarbeitungsqualität aus. Vier Zusatzinstrumente in nostalgischer Formgebung auf der Mittelkonsole leuchten wie Tacho und Drehzahlmesser mit türkisgrüner Leuchtkraft.

Der V8 erwacht zum Leben

Und dann kommt der Augenblick, auf den Fahrer und Fans so sehnlich gewartet haben. Der V8 erwacht zum Leben: dumpf grummelnd im stabilen Leerlauf, bollernd bis böse in die Mittellage des Drehzahlbandes wechselnd, um sich dann zornig brüllend bis zur Grenze von 5.900 U/min zu steigern, dass zumindest die Buben mit Walddorf- oder Montesori-Hintergrund mit verängstigten Blicken nach hinten wegtreten. Bei der Kraftübertragung richtet Chevrolet zwei Getriebemenüs mit jeweils sechs Gängen an: einmal manuell oder als Alternative automatisch gewechselt. Mehr als sechs Liter Hubraum und 556 Newtonmeter maximales Drehmoment bestätigen die Wahl der Automatik-Version als die richtige.

Durch die Innenstadt bollert der Wagen ohne Murren und Knurren wie der Mittelklässler Cruze aus gleichem Hause. Auf der kurvenreichen Landstraße packt der Camaro die erste große Überraschung aus. Vorbei die Zeiten der Vorgänger mit einer steinzeitlichen Starrachse für die angetriebenen Hinterräder, der aktuelle Camaro bietet aufwendige Einzelradaufhängungen, eine beinahe ausgeglichene Gewichtsverteilung von 52 zu 48 Prozent zwischen den Achsen, ein elektronisches Stabilisierungsprogramm in vier wählbaren Stufen und eine Bremsanlage des italienischen Spezialisten Brembo. Damit lässt sich richtig zügig um die Ecken räubern, ohne die letzten Prozente wirklich zu vermissen, die da ein Porsche 911 noch zulegen könnte. Im öffentlichen Straßenraum ist der Grenzbereich des Bigmac-Coupés in jedem Fall erst im strafrechtlich relevanten Bereich erreicht.

[foto id=“414005″ size=“small“ position=“right“]

Die 432 PS haben keine Mühe den 1,8-Tonner aus dem Stand in 5,2 Sekunden auf 100 Sachen zu beamen. 250 km/h Höchstgeschwindigkeit sind problemlos machbar, ohne das lederne Lenkrad mit einem Schweißfilm zu überziehen. Der Normverbrauch von 14,1-Liter auf 100 Kilometer mag den Öko-Aktivisten bis an den Rand des Blutsturzes führen, ist aber realitätsnah. Gelöstes Bummeln ist auch mit zehn Litern möglich.

Fazit

Der neue Camaro ist ein Auto, das nur zwei Betrachtungsweisen erlaubt: Verbundenheit auf Lebenszeit mit hohem Suchtfaktor oder empörte Verdammung als viel zu grell auftretender Exzess automobilen Hedonismus. Der Autor bekennt sich ohne Reue und mit breiter Brust zur ersteren Betrachtung.

Technische Daten Chevrolet Camaro Coupé:

Zweitüriges, Musclecar-Coupé
Länge/Breite/Höhe: 4.840 mm/1.920 mm/1.360 mm
Radstand: 2.850 mm
Gewicht: ab 1 769 kg
Kofferraumvolumen: 384 l
   
Motor: V8
Hubraum: 6.162 ccm
Leistung: 318 kW/432 PS bei 5 900 U/min
max. Drehmoment: 556 Nm bei 4 300 U/min
0-100 km/h: 5,2 Sek.
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h
Verbrauch: 14,1 l/100 km
CO2-Emission: 329 g/km
Preis: 38.500 Euro

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Gast auto.de

Mai 2, 2012 um 11:34 pm Uhr

PS: Wer Satzzeichenfehler findet, darf Sie behalten. Ich bekomme ja auch kein Geld für meinen spätabendlichen Aufschrieb…

Gast auto.de

Mai 2, 2012 um 11:32 pm Uhr

Auch wenn ich kein Freund, Fan oder gar Verfechter der besagten Schulformen bin: Es heisst "Waldorf", nicht Walddorf und "Montessori", nicht Montesori. Sollte jemand, der mit professioneller Schreibe sein Geld verdient eigentlich auch wissen… Ansonsten: Ich war und bin ein großer Ford-Freund, aber mit dem aktuellen Camaro hat Chevy den Nachbarn gezeigt, wie ein modernes Muscle Car auszusehen hat. Der aktuelle Mustang ist zwar – wie früher auch – kleiner aber in seiner aktuellen Daseinsform einfach zu pummelig geraten. Der Camaro wird mich – was ich nicht mehr erwartet hätte – zum Opel (bzw. GM-)Händler führen.

Gast auto.de

Mai 1, 2012 um 3:58 pm Uhr

"An kastratos8"
Das Getriebe hat nichts mit der PS Zahl des Motors zu tun. Die Steigerung von 405 auf 432 PS ist einzig und alleine auf geänderte Nockenwellen zurück zuführen die einen höheren Einlassquerschnitt erlauben und somit eine höhere Verdichtung ermöglichen, dadurch sind die 27PS mehr zu erklären, ich glaube hier hast du was durcheinander gewürfelt

Gast auto.de

April 30, 2012 um 12:53 pm Uhr

…die Bilder zeigen das nicht in Europa erhältliche V6 Modell. Das Bild vom Innenraum scheint ein etwas retuschiertes Foto von der 2010er oder 2011er US-Version zu sein, das 2012er Modell (US und Europamodell) sieht im Innenraum anders aus.

Peter Korsus

April 30, 2012 um 10:19 am Uhr

Zur Info für den Autor, der offenbar selbst eine "Walddorf"-Schule (haha) besucht hat: Nur der Schalter verfügt über 432 PS, dann aber mit 569Nm und 5,2 auf 100Km/h. Die Automatik Version hat "nur" 405PS und 556Nm bei 5,4 auf 100Km/h. Steht so in den techn. Daten der Chevrolet Website. Das wurde im Artikel ein bisschen durcheinander gewürfelt.

Gast auto.de

April 30, 2012 um 2:41 am Uhr

Wo kann ich in Mannheim denn camaro sehen bzw Probefahren.

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