Interview

Drei Fragen an: Dr. Uwe Ernstberger, Mercedes Benz, Leiter große Baureihen – „Plug-in-Modelle von Mercedes müssen auf allen Straßen fahren“
Denn der S 500 Plug-in-Hybrid wird - wenn auch nur mit einem V6-Biturbo und nicht mit dem 4,7-l-V8 des herkömmlichen S 500 bestückt Bilder

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Mit dem S500 Plug-in-Hybrid startet Mercedes in ein für die Marke neues Zeitalter. Der 3,0-l-V6-Biturbobenziner und der Elektromotor bieten zusammen eine Systemleistung von 442 PS. Über das neue Modell und die künftige Rolle dieser Technologie innerhalb der Produktpalette  sprachen wir mit Dr. Uwe Ernstberger, dem Leiter "Produktgruppe große Baureihen".
Dr. Uwe Ernstberger, Mercedes Benz, Leiter große Baureihen

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Frage: Dass Sie das erste Plug-in-Hybridmodell unter der Typenbezeichnung S 500 vermarkten, obwohl hier kein Acht- sondern ein Sechszylinder zum Einsatz kommt, ist sicherlich ebenso wenig ein Zufall wie die nahezu gleiche Leistung und der völlig identische Preis?

Das ist richtig. Der S 500 Plug-in-Hybrid ist der Auftakt unserer Offensive mit dieser richtungsweisenden Technologie und wird zugleich das Top-Modell unter den Plug-in-Hybriden sein. Mit seiner Systemleistung von 442 PS ist er fast so stark wie der normale S 500, dessen 455 PS aber aus einem 4,7-l-V8-Benziner generiert werden. In der Beschleunigung ist der Plug-in kaum langsamer, der Preis ist mit 108.944 Euro identisch. Wir wollen da ganz bewusst eine echte Alternative bieten.

Frage: Wie wichtig ist die Plug-in-Hybridtechnologie für Mercedes und was ist als nächstes zu erwarten?

Ohne diese Modelle oder die normalen Hybridvarianten in den kleineren Baureihen würden wir den Flottenverbrauch niemals auf das bis 2020 vorgeschriebene Niveau senken können. Im kommenden Jahr werden wir in der C-Klasse das nächste Plug-in-Hybrid-Modell präsentieren.

Frage: Haben Sie für Ihr neues Modell spezielle Märkte im Blick? Was ist besonders wichtig, um Kunden für diese Technologie zu gewinnen?

Spezielle Märkte gibt es nicht. Wir wollen und wir müssen auch die Plug-in-Modelle überall auf die Straßen bringen. Wichtig ist es immer noch, den Kunden die Skepsis zu nehmen. Deshalb stellen wir ja auch erstmals für die Hochvolt-Batterie sowie für die Plug-in-Komponenten wie E-Maschine und Leistungselektronik eine Garantie über sechs Jahre oder 100.000 Kilometer aus.

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