Euro-Kleinwagen für Amerika
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Lange Zeit war die US-Autoindustrie sich selbst genug: Die drei großen Hersteller richteten ihre Modellpolitik voll auf SUVs und Pick-ups aus und entwickelten diese technisch über die Jahrzehnte nur wenig weiter.

Seit die von den hohen Kraftstoffpreisen gebeutelten US-Autofahrer sich kaum noch für die großen Spritfresser interessieren, schauen sich vor allem Ford und General Motors in Europa und Asien nach Alternativen um. So soll etwa der in Köln von der europäischen Ford-Abteilung entwickelte Kleinwagen Fiesta in der neuen Generation erstmals auch in den USA auf den Markt kommen.

Ab 2010 wird er dort neben dem Smart und dem Honda Jazz zu den kleinsten Fahrzeugen zählen, aber auch zu den sparsamsten. Die Entscheidung, den Fiesta über den großen Teich zu setzen, ist naheliegend. Denn der Kleinwagen war immer schon ein Weltauto. Die nun auslaufende Generation wurde von Köln in 49 Länder ausgeführt, der Exportanteil an der Produktion lag bei 85 Prozent. Die US-Version des Fiesta soll allerdings nicht in Köln, sondern in Mexiko gebaut werden. Weitere Europa-Modelle werden wohl in Kürze ebenfalls den Sprung über den Atlantik antreten.

Wettbewerber General Motors bedient sich gleichfalls bei den Tochtermarken in der alten Welt. Der in Deutschland als Opel Astra bekannte Kompaktwagen beispielsweise fährt seit Anfang des Jahres als Saturn Astra über amerikanische Straßen. Und auch der Mittelklässler Insignia dürfte wohl in einer Saturn-Version angeboten werden. Als einziger der großen drei Hersteller kann Chrysler nicht auf Europa-Töchter zurückgreifen und baut daher auf Kleinwagen-Partner wie Nissan und China-Hersteller Chery.

Dass kleine Autos in den USA zum Erfolg werden können, haben bereits BMW und Mercedes-Benz bewiesen. So verkauft sich etwa der Lifestyle-Kleinwagen Mini rund 60 000 Mal im Jahr. Das geschieht häufig in hohen Ausstattungsvarianten und mit den stärksten Motoren, wodurch er trotz des ungünstigen Dollarkurses für den deutschen Automobilhersteller Gewinn abwirft. Und der Smart läuft trotz seiner für Amerikaner abenteuerlich geringen Abmessungen offenbar ebenfalls gut: Das gesamte Kontingent von 25 000 Einheiten soll bis Ende des Jahres an Kunden ausgeliefert sein.

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