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Fahrbericht Honda Jazz: Der Trick mit dem Tank
Fahrbericht Honda Jazz: Der Trick mit dem Tank Bilder

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Es muss nicht immer ein Van oder Kombi sein: Obwohl der Honda Jazz auf den ersten Blick ein eher konventioneller Kleinwagen ist, bietet er im Innenraum dank pfiffiger Konstruktion Variabilität und Platz auf dem Niveau klassischer Familienautos. Der 3,90 Meter kurze Stadtfloh ist mit einem munteren 66 kW/90 PS-Benziner ab 12 550 Euro zu haben.

Konstruktions-Trick

Der Fünftürer wartet mit einem von außen unsichtbaren Konstruktions-Trick auf: Sein Kraftstofftank ist statt wie üblich unterhalb der Rückbank unter den Vordersitzen angebracht. [foto id=“311548″ size=“small“ position=“left“]Dort stört er Fahrer und Beifahrer nicht weiter, die Dreier-Bank im Fond gewinnt dadurch jedoch ungekannte Bewegungsfreiheit. So lassen sich nicht nur wie üblich die Lehnen zur Vergrößerung des Kofferraums umlegen, sondern alternativ die Sitzflächen wie im Kino hochklappen. Dann entsteht im Fußraum Platz, der sich hervorragend zum Transport von Einkaufstaschen eignet. Auch Große Zierpflanzen etwa lassen sich in kaum einem anderen Auto derart gut transportieren. Zudem kann die Lehne des Beifahrersitzes flach gelegt werden, so dass sogar besonders lange Güter mitgenommen werden könne.

Beeindruckende Volumenangaben

Neben dem Tank-Trick profitiert der Jazz auch von der platzsparend kurzen Motorhaube sowie dem leicht erhöhten Dach. Da wundert es nicht, dass sich bereits die trockenen Volumenangaben aus dem technischen Datenblatt beeindruckend lesen: Bei voller Bestuhlung bietet der Kleinwagen mit 428 Litern fast so viel Kofferraum wie der eine Klasse größere VW Golf, wird die [foto id=“311549″ size=“small“ position=“right“]Rückbank umgeklappt, wächst das Stauvolumen auf 1 396 Liter. Zum Vergleich: In den Golf passen maximal 1 305 Liter – und der ist gut 30 Zentimeter länger.

Exterieur & Interieur

Durch den Fokus auf hohen Alltagsnutzen präsentiert sich der Jazz äußerlich nicht so modisch-schick wie Wettbewerber vom Schlage eines Ford Fiesta oder Seat Ibiza. Mit seiner von großen dreieckigen Scheinwerfern verzierten kurzen Schnauze und dem relativ steilen Heck ist er aber durchaus gefällig anzusehen. Der Innenraum wartet sogar mit einem für die Kleinwagenklasse recht flotten Design auf. Auch Materialauswahl und Verarbeitung können voll überzeugen.

Lesen Sie weiter auf Seite 2 & 3: Fahrbetrieb; Hoher Verbrauch; Ausstattung & Kosten; Fazit; Bewertung; Datenblatt & Preis

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Fahrbetrieb

Das hohe Niveau bei Variabilität und Verarbeitung kann der Jazz im Fahrbetrieb nicht ganz halten. Der relativ leichte Kleinwagen wirkt etwas dünnblechig – Motor- und Abrollgeräusche sind im Inneren deutlich zu vernehmen. Der kurze Radstand sorgt [foto id=“311551″ size=“small“ position=“left“]zudem für eingeschränkten Fahrkomfort auf unebener Straße. Der 66 kW/90 PS starke 1,2-Liter-Benziner dreht zwar munter hoch, muss aber auch mit viel Gas bei Laune gehalten werden. Denn im unteren Drehzahlband tut sich in Sachen Durchzug fast nichts.

Hoher Verbrauch

Resultat ist ein vergleichsweise hoher Verbrauch; statt der vom Hersteller angegebenen 5,3 Liter fließen in der Praxis eher rund sieben Liter durch die vier Brennräume. Da hilft auch die serienmäßige Schaltpunktanzeige nichts. Im Stadtverkehr schlägt sich der kleine Motor unterm Strich wacker, auf Langstrecken gerät er jedoch schnell an seine Grenze. Auch fehlt für hohe Geschwindigkeiten ein drehzahlsenkender sechster Gang, [foto id=“311552″ size=“small“ position=“right“]der auch Verbrauch und Geräuschniveau niedrig halten würde.

Ausstattung & Kosten

Die Ausstattung in der Basisversion ist in Sachen Sicherheitsextras vollständig: Sechs Airbags und der Schleuderschutz ESP sind an Bord. Wichtige Komfort-Features wie Klimaanlage und CD-Radio gibt es aber erst in der höheren Ausstattungslinie „Trend“ für 2 340 Euro Aufpreis. Der Preis für ein ordentlich ausgestattetes Modell steigt somit auf 14 890 Euro. Dafür bewahrt eine dreijährige Garantie den Besitzer vor unangenehmen Überraschungen in der Werkstatt. Die Prämie für die Kfz-Haftpflichtversicherung beträgt etwa bei der AXA 562 Euro im Jahr, der Fiskus verlangt 36 Euro.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Fazit; Bewertung; Datenblatt & Preis

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Fazit [foto id=“311554″ size=“small“ position=“left“]

Für die Stadt ist der Honda Jazz mit seinen parkplatzfreundlichen Abmessungen und dem vergleichsweise großen Nutzraum ein ideales Auto. Auf Langstrecken und bei längeren Autobahnfahrten stören die fehlende Durchzugskraft und das hohe Geräuschniveau.

Bewertung

Pluspunkte
+ hohe Variabilität
+ großzügiges Raumangebot

Minuspunkte
laute Abrollgeräusche
drehzahlhungriger Motor

Datenblatt Honda Jazz: Viertüriger, fünfsitziger Kleinwagen
  
Länge/Breite/Höhe/Radstand: 3,90 Meter/1,70 Meter/1,53 Meter/2,50 Meter
Kofferraumvolumen: 399 bis 1 396 Liter
   
Motor: 1,2-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor mit 66 kW/90 PS
max. Drehmoment: 114 Nm bei 4 900 U/min
0 – 100 km/h: 12,6 Sek.
Höchstgeschwindigkeit: 177 km/h
Verbrauch: 5,3 Liter/100 km
CO2-Ausstoß: 125 g/km
   
Versicherungseinstufung bei der AXA: KH: 561,60 Euro (Typklasse 17, SF 1, Zulassung Düsseldorf, 100 Mio. Euro pauschal mit Schutzbrief)
VK: 604,03 Euro (Typklasse 20, SF 1, 300/150 Euro SB)
   
Preis: ab 12 550 Euro

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