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Fahrbericht VW Caddy Maxi Tramper Ecofuel: Spar-Urlaub für Flexible
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Freiheit und Abenteuer mit Alltagsnutzen vereinen will das Campingmobil VW Caddy Maxi Tramper. Der große Laderaum mit platzsparendem Klappbett macht Spontan-Übernachtungen genau so möglich wie den Großeinkauf fürs Wochenende. Wer als Antrieb den Erdgasmotor wählt, tankt besonders preiswert, bekommt aber auch einen Extra-Schuss Nervenkitzel mitgeliefert. Denn das Sicherstellen des Kraftstoffnachschubs ist auf großer Tour ein Abenteuer für sich. Die Preisliste startet bei 26 579 Euro.

Mini-Reisemobil

Basis des Mini-Reisemobils ist der Lieferwagen VW Caddy Maxi. Im Laderaum ist serienmäßig ein Klappbett untergebracht, das nach Umlegen der Rücksitzbank und Vorschieben der Vordersitze mit wenigen Handgriffen und geringem Kraftaufwand auseinander gefaltet werden kann. Dann bietet es recht kommoden Platz für zwei Schlafende. [foto id=“112347″ size=“small“ position=“right“]Die Futon-artige Liegefläche ist nicht zu weich, das Dach wahrt einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum Kopf. Zwei seitliche Schiebetüren erleichtern das Ein- und Aussteigen.

Stauraum

Das Laderaumvolumen wird durch das Bettgestell naturgemäß eingeschränkt, da unter und hinter der geklappten Schlafstatt aber noch reichlich Platz für Gepäck bleibt, kann das Reisemobil auch problemlos im Alltag zum Einkaufen, für kleinere Transporte oder die Fahrt zur Arbeit genutzt werden. Gegen Aufpreis gibt es zudem ein Arsenal an Stofftaschen, die an den hinteren Fenstern aufgehängt werden können und Platz für Waschzeug und anderen Kleinkram bieten. Mitgeliefert wird zudem eine Stoffbahn, die zur Verdunklung von Innen vor die Windschutz- und Heckscheibe gespannt wird.

Gegen Aufpreis kann weiteres Zubehör gewählt und das Komfortniveau entsprechend in die Höhe geschraubt werden. Unter anderem gibt es ein Vorzelt sowie einen Campingtisch mit passenden Stühlen. Dann allerdings wird es mit dem Laderaum knapp.

Logistisch planen

Knapp bemessen von Anfang an ist die Reichweite des Gasfahrzeugs. Rund 500 Kilometer bis 600 Kilometer Fahrt sind je nach Gasqualität drin. Auf der durchschnittlichen Urlaubsreise muss also mindestens einmal zwischendurch getankt werden. In Deutschland stehen rund 850 Erdgas-Zapfsäulen zur Wahl, [foto id=“112348″ size=“small“ position=“left“]nur wenige davon liegen an der Autobahn. Da heißt es also Atlas raus und vor Fahrtantritt ordentlich logistisch planen. Ansonsten droht der bange Dauerblick auf die Tankuhr.

Denn wer unterwegs nicht weiß, wo es Nachschub gibt, hat es schwer. Passanten sind dabei keine sicheren Informationsquellen; sie leiten einen auch gern einmal zu einer der deutlich häufigeren Autogastankstellen. Doch diesen Sprit verträgt das Erdgasmobil aber nicht.

Geht dann das Erdgas aus, steht noch eine Notration von 13 Litern Benzin zur Verfügung. Damit kommt man weitere rund 150 Kilometer über die Runden. Der drohende Kraftstoffengpass kündigt sich aber bereits ausreichend früh an. Denn der Caddy verfügt über eine recht genaue anzeigende Erdgastankuhr. Der Benzinvorrat wird weniger akkurat über einen Balken im Bordcomputer angezeigt.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Fahreigenschaften ; Kein richtiges Schnäppchen; Fazit, techn. Daten & Preis

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Fahreigenschaften

An den Fahrleistungen des 80 kW/109 PS starken Erdgasmobils gibt es nicht viel zu meckern. Im unteren Drehzahlbereich geht es zwar nur zäh zur Sache, ist aber das 3 000-Touren-Niveau erst einmal erreicht, wird das Mitschwimmen im Autobahnverkehr problemlos möglich. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 169 km/h ist auch mal die linke Spur drin. Der Fahrkomfort ist durch die Nutzfahrzeug-Gene des Caddy ein wenig eingeschränkt, auch die Geräuschdämmung könnte besser sein. Die ordentlichen Sitze machen die kleinen Mankos auf der Langstrecke aber wieder wett. Und auch die Tankrechnung lässt Freude aufkommen:[foto id=“112350″ size=“small“ position=“right“] Für eine Tankfüllung von 26 Kilogramm Erdgas werden je nach Gasanbieter und Kraftstoffqualität lediglich 20 Euro bis 25 Euro fällig.

Kein richtiges Schnäppchen

Ein richtiges Schnäppchen ist der VW Caddy Life Tramper Ecofuel aber nicht. Der Basispreis von 26 579 Euro liegt rund 1 700 Euro über dem des gleichen Modells mit Dieselmotor. Der Benziner ist gar fast 4 000 Euro billiger. Diese Differenz will erst einmal wieder eingefahren werden. Die Ausstattung der Basisversion bietet nur das Nötigste, der Schleuderschutz ESP sowie eine Klimaanlage kosten Aufpreis.

Fazit

Unterm Strich ist das Erdgas-Reisemobil eine ungewöhnliche und interessante Mischung, bei der sich geringe Kraftstoffkosten mit örtlicher Flexibilität treffen. Empfehlenswert ist die Kombination aber nur für Organisationstalente. Alle anderen sollten mit dem Erdgasauto lieber in wohlbekanntem Gebiet bleiben, wo die nächste Tankstelle nicht weit ist. Wer auf große Tour geht, ist mit den alternativ angebotenen Diesel- und Ottomotoren besser bedient.

Bewertung

Plus: niedrige Kraftstoffkosten, bequemer Schlafplatz
Minus: hoher Einstiegspreis, eingeschränktes Tankstellennetz

 

Datenblatt: VW Caddy Maxi Life Tramper Ecofuel – Campingmobil

Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4,88 Meter/1,79 Meter/1,83 Meter/3,00 Meter
Laderaumvolumen: 510 Liter oberhalb der Liegefläche plus 715 Liter unterhalb der Liegefläche
maximale Anhängelast: 1 100 kg
   
2,0-Liter-Erdgasmotor mit 80 kW/109 PS
max. Drehmoment: 160 Nm bei 3 500 U/min
0-100 km/h: in 14,8 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 169 km/h
Verbrauch: 5,8 kg Erdgas/100 km
CO2-Emission: 157 g/km
Euro: 5
Preis: ab 26 579 Euro

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Gast auto.de

April 4, 2010 um 2:31 pm Uhr

Als langjähriger (5 Jahre) CNG Vielfahrer (Opel Zafira und VW Touran) bin ich mit einigen Punkten im Bericht nicht einverstanden. Erstes hat der VW Caddy Maxi anstatt 26kg, 37kg ! Erdgas (ergibt ca. 650km Reichweite !). Auch die Tramper-Version. Zudem sind wir im 21.Jahrhundert, wo (portable) Navigationssysteme und / oder ggf. ein wireless Labtop oder Handy problemlos zu CNG Tankstellen lotsen. Bezüglich Anschaffungskosten: vielerorts gibt es in Deutschland und der Schweiz Subventionen. Erdgaskosten auf 100km: 5€ – 6€.
Der Wiederverkauf ist ebenfalls besser. Mein Wunsch-Caddy wäre:
Der stärkere 1.4 TSI EcoFuel mit 7-Gang DSG in der Maxi Life 4MOTION Version. Vermutlich ganz nach dem Motto: Dream on…..(wird es wahrscheinlich nie geben).

Gast auto.de

November 2, 2009 um 8:32 am Uhr

Schon bemerkenswert solche Aussagen:
"Empfehlenswert ist die Kombination aber nur für Organisationstalente. Alle anderen sollten mit dem Erdgasauto lieber in wohlbekanntem Gebiet bleiben, wo die nächste Tankstelle nicht weit ist."

Das heisst so ziemlich alle Erdgasfahrer sind orgsnisationstalente, denn ein Auto wie einen Zafira, Touran, Mercedes usw. kauft man sicher nicht um nur zu Hause rum zu fahren. Warum versuchen es die Redakteure die solches schreiben nicht einfach mal aus bevor ein solcher Unsinn geschrieben wird?

Nimmt mich wunder wie ein Rainer Zietlow um die Wlet fahren will, da es doch sooo schwer ist Erdgastanstellen zu finden.

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