Gebrauchtwagen-Check Familien-Vans – Groß und Praktisch

Wer Kinder sein eigen nennt, kennt das Problem. Sportwagen und Limousinen sind zwar schön, aber leider zu klein und zu unpraktisch. Um Kind und Kegel aber auch in den Urlaub sicher transportieren zu können, muss es ein Kombi oder Van sein. Vor allem bei den Vans hat sich das Angebot in den vergangenen Jahren stark differenziert, auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Wer sich in Ruhe umschaut, findet nun auch mit kleinem Budget ein passendes Gefährt.

Hochdachkombis

Den meisten Platz fürs Geld bieten sogenannte Hochdachkombis. Ursprüngliche kleine Lieferwagen, die sie sich mit erweiterter Ausstattung und wohnlicherem Ambiente an den Bedürfnissen des Pkw-Käufers orientieren. Ohne dabei aber ihre Nutzfahrzeug-Vergangenheit bei Fahrverhalten und Komfort komplett ablegen zu können. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt findet man beispielsweise Fiat Doblo, Renault Kangoo oder Citroen Berlingo. Der Fiat ab Baujahr 2001 ist gebraucht schon ab 2.700 Euro zu haben, fällt aber beim TÜV-Mängelreport durch viele Mängel negativ auf. Auch von günstigen Renault Kangoo-Fahrzeugen, die es schon für rund 1.000 Euro auf dem Gebrauchtwagenmarkt gibt, ist abzuraten. Schlecht gewartete Autos können einem durch ausgeschlagene Fahrwerksteile den Glauben an einen sonst guten Wagen rauben. [foto id=“397144″ size=“small“ position=“left“]Dann lieber mehr Geld in ein gut gewartetes Auto mit überholtem Fahrwerk, wenig Lenkspiel, neuen Antriebswellen und nicht leckendem Motor stecken. Ähnlich sieht es auch beim Citroen Berlingo ab 1.500 Euro aus: Das Konzept ist besonders für Familien perfekt, gut erhaltene Autos findet man eher selten.

Mini-Vans

Wer etwas mehr Komfort wünscht, wird bei den Mini-Vans fündig. Dabei handelt es sich um Kleinwagen mit mehr Platzangebot. Für eine Großfamilie eignen sie sich zwar nicht, aber für Paare mit einem Kind decken sie die Transportbedürfnisse besser als konventionelle Kleinwagen. Ein Tipp ist der Ford Fusion, die Van-Version des Fiesta, den es als Gebrauchten ab 3.500 Euro gibt. Rost kennt der Kölner nicht, der 1,4-Liter-Benziner mit 59 kW/80 PS ist für die Stadt ausreichend spritzig und sparsam, die Lenkung präzise und das Fahrwerk straff. Der Fünfsitzer mit seinen maximal 1.175 Litern Ladevolumen schneidet in der TÜV-Statistik regelmäßig mit Spitzenwerten ab. Wem der Kölner aber zu altmodisch wirkt, findet im schmaler geschnittenen Renault Modus (gebraucht ab 4.000 Euro) eine schickere Alternative.[foto id=“397145″ size=“small“ position=“right“]

Eine Klasse höher bietet ein gebrauchter Seat Altea ab 6.800 Euro eine elegante Möglichkeit, sich vom biederen Konzernbruder VW Touran (ab 6.500 Euro) abzuheben. Seit 2004 wird der Spanier verkauft, seine um 18,7 Zentimeter längere Variante XL bietet seit 2006 großzügigen Platz für eine vierköpfige Familie plus Gepäck (bis 1.604 Liter), ein fünfter Fahrgast kann sich zur Not auch noch in den Fond quetschen. Allerdings kann der Altea XL wie der Ford Focus C-Max (ab 2003, ab 4.500 Euro) im Gegensatz zu den meisten Wettbewerbern nicht mit einer dritten Reihe zum Siebensitzer aufgerüstet werden. Diese Möglichkeit bietet jedoch der Renault Grand Scénic, der seit 2004 verkauft wird und auf dem Gebrauchtwagenmarkt mindestens 4.000 Euro kostet. Der Franzose hat aber laut dem TÜV-Mängelreport seine Probleme mit Lenkungsspiel, Vorderachse, Bremse und Auspuffanlage. Besser schneidet der Mazda5 ab, der zwischen 2005 und 2010 gebaut wurde und ab 8.000 Euro zu haben ist. Sein Vorgänger Mazda Premacy (1999 bis 2005) kommt bei TÜV, Dekra und GTÜ auch meist gut weg, bis auf Probleme an Vorder- und Hinterachse. Auch der Opel Zafira (2005 bis 2011) kennt diese Mängel, dazu komme welche am [foto id=“397146″ size=“small“ position=“left“]Lenkungsspiel, Bremsen und Auspuff. Sonst ist der Rüsselsheimer ab 7.500 Euro aber eine gute Wahl, vor allem wegen des variablen Innenraums und den serienmäßigen sieben Sitzen.

Größere Vans

Die gibt es sonst nur noch bei größeren Vans. Der Ford Galaxy der ersten Generation (1995 bis 2006) ist baugleich mit dem VW Sharan und dem Seat Alhambra und bietet Platz für bis zu sieben Personen. Probleme gibt es bei Gebrauchten an Klimaanlage, Luftmassenmesser, rostenden Ölwannen und geplatzten Turboladern bei Diesel-Motoren. Der 2,3-Liter-Benziner mit 105 kW/143 PS passt am besten zum großen Van mit bis zu 2.600 Liter Ladevolumen. Die Preise beginnen bei rund 1.000 Euro. Wer noch mehr Platz benötigt, sucht den Gründer der europäischen Vans Renault Espace (ca. 1.500 Euro ab Baujahr 1997) – oder gleich einen VW Bus oder Ford Transit passendes Gefährt.

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