Historischer Warentest – Loch im Tank und keinen Aschenbecher
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Bei den Fahrleistungen zählte der Spurt von null auf 80 km/h Bilder

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Der teuerste Wagen im Test kostete nur 5990 Mark Bilder

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Beim Mini (Preis: 5.450 Mark) lobten die Prüfer, was Mini-Fans heute noch lieben: eine ausgezeichnete Straßenlage Bilder

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1974 prüften die Experten von Stiftung Warentest Kleinwagen, die heute Klassiker sind Bilder

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Ein Kleinwagen unter 6.000 Mark, nach heutigen Maßstäben also etwas mehr als 3.000 Euro – das war die Prüfbedingung für einen Autotest, den die Stiftung Warentest vor 40 Jahren durchführte. Das damalige Ergebnis hat die Stiftung, die seit mehr als zehn Jahren keine Autos mehr testet, jetzt noch einmal veröffentlicht. Liest man den historischen Text, staunt man. Zum einen über die Unterschiede zu heutigen Autos, zum anderen über die Ähnlichkeiten.

„Autofahren wird teurer. Steigende Benzinpreise, höhere Versicherungsprämien und wachsende Reparaturkosten können manchem Käufer den Spaß am fahrbaren Untersatz vergällen.“ So lesen sich die ersten Zeilen des Autotests aus April 1974 – im gleichen Wortlaut könnte auch ein heutiger Prüfbericht beginnen. Nur, dass die Modelle von vor 40 Jahren allesamt zwischen 28 und 45 PS lagen und die Fahrleistung nicht mit den heute üblichen vergleichbar waren. Statt einem Sprint von null auf 100 km/h wie heute, beschleunigte man mehr oder weniger vehement aus dem Stand auf 80 km/h – und das dauerte bei den beiden schnellsten Wagen, dem Fiat 127 und Datsun Cherry, schon 14 Sekunden.

Noch vor dem Start aber bemängelten die Prüfer Auslieferungsfehler direkt ab Werk: So kam der Citroen 2 CV mit undichtem Tank, beim Datsun Cherry war ein Scheinwerfer falsch eingestellt, der Fiat 127 wurde mit einer fehlerhaften Zündkerze geliefert und der Mini 850 hatte zu lose Bolzen am [foto id=“472966″ size=“small“ position=“left“]Radbremszylinder. 12.000 Kilometer quer durch Europa fuhren die Tester die sechs Kleinwagen. Dabei lag ihr Benzinverbrauch zwischen sieben und neun Litern.

Den heutigen Liebhaber wird es ein bisschen schmerzen, aber besonders viele Minuspunkte sammelte die Ente: Am Citroen 2CV 6 fanden die Prüfer die schwache Motorleistung, die Bremsen und den Komfort wenig zufriedenstellend – zum Beispiel hatte die geprüfte Ente kein Gebläse und keinen Aschenbecher, vor 40 Jahren gab das einen Punktabzug. Darüber hinaus urteilten die Tester, der Wagen habe zu wenige Sicherheitsvorkehrungen und die Umweltbelästigung sei stark. Dafür hoben sie den um den Platz der Rückbank erweiterbaren Kofferraum positiv hervor sowie die geringen Anschaffungskosten von damals 4.818 Mark – ein Preis für den man heute selbst in Euro wohl kaum noch eine gut erhaltene Ente bekäme.

Am Testsieger Renault 4, der 1974 genau 5.495 Mark kostete bemängelten die Autoren nur die wenig zufriedenstellenden Sichtverhältnisse, lobten dafür aber den sehr geringen Benzinverbrauch, die gute Korrosionsbeständigkeit und den flexibel großen Kofferraum. Beim Mini (Preis: 5.450 Mark) lobten die Prüfer, was Mini-Fans heute noch lieben: eine ausgezeichnete Straßenlage. Den Fiat 127, mit 5.990 Mark der teuerste Wagen im Test, hoben die Experten wegen seiner getrennten Bremskreise hervor. Er war allerdings nach dem Langstrecken-Experiment im schlechtesten Zustand: Aus Differenzial und Antriebsachse leckte Öl.

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