IAA 2011: Design-Preis für Modelle zu urbaner Mobilität

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Bereits zum fünften Mal hat der Verband der Automobilindustrie (VDA) gemeinsam mit dem Rat für Formgebung den VDA Design Award international verliehen. Die drei Preisträger kommen aus China, Japan und dem Herkunftsland des Automobils Deutschland. Gewonnen haben die Nachwuchsdesigner Praktika in der Designabteilung eines der kooperierenden Unternehmen: BMW, Daimler, Ford, Opel und Volkswagen.

Der Wettbewerb richtete sich an Studierende aller Designdisziplinen, die sich mit visionären Fahrzeugkonzepten für den städtischen Individualverkehr befassen. Dabei hat die Jury ein Szenario in den Vordergrund gestellt, nach dem in 20 Jahren 60 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben wird. Der Award hat die jungen Designer mithin vor die Frage gestellt, wie sich vor diesem Szenario der Verkehr in den Städten entwickeln wird. Und wie die Entwicklung der Städte mit dem genauso rasch wachsenden Bedürfnis nach individueller Mobilität in Einklang zu bringen wäre. Die Jury hat drei Entwürfe der Jungdesigner ausgezeichnet.

Das Konzept „Snake“ von Liwen He von den Guangzhou Academy of Fine Art in China nutzt Effekte der Bionik wie die dehnbare Haut einer Schlange sowie ihren gelenkigen Körperbau in Kombination mit Papierfalttechniken. Das Fahrzeug besteht aus vielen Einzelelementen, die sich ausdehnen oder zusammenziehen können.

Das „Siberian Ground Craft“ von Hiromi Yagi, Tokyo Communication Art of College Tokyo, Japan, ist eine Vision für das Jahr 2050, in dem sich der Mensch neue Lebensräume in rauen Regionen der Erde wie Sibirien erschließt. Hiromi Yagi entwirft ein Transportmittel für diese Region, das auch gleichzeitig als Wohnraum genutzt werden kann.

Sven Michaelis von der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig wurde für sein Mercedes-Benz Concept 2035 Automatic Chauffeur Service ausgezeichnet. Sven Michaelis geht davon aus, dass sich der Raum für Straßen bis 2035 drastisch reduzieren wird. Fahrzeuge werden deutlich kleiner, Parkplätze limitiert und der Asphaltstraßenbelag durch elektromagnetische Fahrbahnen ersetzt. Unter diesen Voraussetzungen kann der Chauffeur-Service den Individualverkehr optimieren, da der Kunde sich via Mobiltelefon ein Fahrzeug reservieren und auch ein individuelles Interior-Design anfordern kann. Der elektromagnetische Antrieb erlaubt andere Proportionen des Fahrzeugs, das für ein bis zwei Personen ausgelegt ist.

Die Ausstellung zum VDA Design Award ist auf der IAA zu sehen im Übergang der Hallen 5.1/6.1 Stand A02.

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