Jerez, Tag 4: Vettel holt die letzte Bestzeit 2007

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(adrivo.com) Am Ende eines turbulenten Jahres waren noch einmal die Deutschen ganz vorne.

Mit dem vierten und letzten Testtag in Jerez ging auch das Formel 1-Jahr 2007 endgültig zuende. Und zum Abschluss präsentierten sich vor allem die deutschen Piloten nochmals von ihrer besten Seite – ganz im Gegensatz zum Wetter. Gab es an den ersten drei Tagen noch Sonne satt in Südspanien, verhüllte heute morgen eine dicke Wolkendecke den Circuito de Jerez. Kurzzeitig regnete es sogar ein bisschen. Erst gegen Nachmittag klarte es immer mehr auf. Das wusste Sebastian Vettel am besten zu nutzen. 100 Runden absolvierte der Toro Rosso-Pilot und fuhr auf Slicks und mit dem Downforce-Setup von 2008 die schnellste Runde des Tages (1:18.213). Damit war er zwei Zehntel schneller als der zweitplatzierte Robert Kubica, der gestern auf den profillosen Walzen die Bestzeit holen konnte. Der Pole war mit 119 Runden gleichzeitig der fleißigste Pilot des Tages.

Auch Platz drei und vier waren in deutscher Hand. Nico Rosberg, der ebenfalls auf Slicks unterwegs war, sicherte sich trotz eines Motorplatzers am Nachmittag die drittschnellste Zeit (1:18.796, 97 Runden). Dahinter folgte schon Michael Schumacher. Der Rekordweltmeister testete wieder mit Slicks, war aber im Gegensatz zu den Fahrern vor ihm mit dem Downforce-Setup für 2009 auf der Strecke, das rund 30 Prozent wenig Abtrieb erzeugt.

Viele Fahrer, die dieses Setup im Verlauf der Woche testeten, hatten damit so ihre Probleme. Auch Michael Schumacher leistete sich am Vormittag einen Dreher, die viertschnellste Zeit (1:19.136, 58), weniger als eine Sekunde hinter Vettel, ist jedoch sehr beachtenswert.

Auf Platz fünf schob sich Rosbergs Teamkollege Kazuki Nakajima, bevor mit der sechstschnellsten Zeit der „langsamste“ Deutsche Timo Glock (1:19.961, 58) im Toyota folgte. Für den GP2-Champion 2007, der offiziell noch bei BMW Sauber unter Vertrag steht, ging damit die erste Testwoche für den neuen Arbeitgeber positiv zuende. Glock selber darf noch nichts sagen, wohl aber die Toyota-Verantwortlichen. „Timo hat uns wieder einen guten Input für die Setup-Entwicklung gegeben“, lobte Chef-Testingenieur Dieter Gass. „Es war eine große Freude, ihn im Auto sitzen zu haben und er hat jetzt schon einen großen Beitrag zu unser Entwicklung geleistet.“

Felipe Massa (1:20.000, 45) auf Platz sieben und Vettels Teamkollege Sebastien Bourdais auf Position acht (1:20.033, 87) waren die schnellsten Fahrer ohne Slicks. Nach vier Testtagen mit dem neuen Fahrerduo für 2008 war Toro Rosso-Chefingenieur Laurent Meckies voll des Lobes. „Das war ein sehr produktiver Test, der längste in diesem Jahr für uns. Während der ganzen Zeit gab keinen einzigen Piloten-Fehler“, freute er sich über die Leistung von Vettel und Bourdais.

Glocks Teamkollege Jarno Trulli fuhr die neuntbeste Zeit (1:20.229, 69). Wie Michael Schumacher war er mit dem 2009er-Setup unterwegs. Hinter dem Italiener sortierte sich David Coulthard ein (1:20.657, 72). Red Bull testete heute nur noch mit einem Auto. Gar nicht mehr auf der Strecke waren Renault und McLaren. Honda überließ die Testarbeit komplett den beiden Super Aguri-Fahrern Anthony Davidson (P11, 1:20.821, 102) und Takuma Sato (P12, 1:21.092, 84), so dass insgesamt nur noch 15 Fahrer testeten.

Das zweite BMW-Cockpit durfte heute nochmals Marko Asmer besetzen. Schon am ersten Tag, war der Testfahrer-Kandidat einen halben Tag auf der Strecke. Heute zeigte der Este abermals eine solide Leistung (1:21.333, 80), verursachte jedoch auch eine rote Flagge durch einen Abflug.

Force India schloss seinen Shootout um das zweite Cockpit mit Testfahrer Giedo Van der Garde (1:22.321, 81) und GP2-Pilot Roldan Rodriguez (1:22.508, 82) ab. Sie beendeten den Tag am Ende der Zeitentabelle.

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