Kommentar: Neid macht blind

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Handelt es sich bei der Debatte um die Dienstwagenbesteuerung wieder um eine Neid-Debatte? Der Verdacht bestätigt sich, wenn man die Argumente der Gegner der bisherigen Besteuerung seziert. Zum Beispiel: Kann sich jemand vorstellen, dass die Bosse vom Luxusmobil lassen, nur weil sie höhere Steuern bezahlen müssen? Und selbst wenn sie so reagierten, hätte das keinen messbaren Einfluss auf die Kohlendioxidmenge in der Luft. Neid macht blind.

Den Kraftstoffverbrauch senkt man so also nicht. Dafür trifft man die vielen Tausend Fahrern von Dienstwagen, die auf eine Gehaltserhöhung verzichtet haben und dafür von ihrem Unternehmen einen Dienstwagen zur Verfügung gestellt bekommen haben, den sie auch privat nutzen dürfen. Dafür müssen sie ein Prozent des Wagenwerts als Einkommen versteuern. Das stellt eine für beide Seiten günstige Lösung dar.

Nicht die Mercedes-Benz S-Klassen, nicht der Audi A8 und auch nicht der BMW 750 stellen die Masse der Dienstwagen. Es sind Volkswagen der Typen Golf und Passat, der Audi A4, der Opel Vectra, der Ford Mondeo sowie andere Kompakt- und Mittelklassefahrzeuge, die die Masse der Dienstwagen stellen. Es sind Zehntausende von Mitarbeitern der Unternehmen, denen man ihre wohlverdiente Gehaltserhöhung wieder abnehmen will.

Daran sollten Greenpeace, die Deutsche Umwelthilfe, der BUND und alle die anderen Gegner der heutigen Dienstwagenbesteuerung denken: Sie schaden nicht den Bossen, sondern genau den Menschen, deren Spenden sie für ihre Dienstleistungsunternehmen brauchen. Auch Umweltminister Sigmar Gabriel sollte sich von seinen Experten mal ermitteln lassen, wie viele Wähler er hier wieder zur Kasse bitten will – und das ohne Effekt auf den Kraftstoffverbrauch.

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