Mobilität als Menschheitstraum: Eine Bilanz der Michelin Challenge Bibendum

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Michelin Challenge Bibendum: Und Opel scheint nicht nur Autos zu leben. Bilder

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Michelin Challenge Bibendum: Audi-Ausstellungsautos mit dem A6 Avant vorn. Bilder

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Michelin Challenge Bibendum: Mit dem Elektrorad auf Testfahrt über den Parcours. Bilder

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Michelin Challenge Bibendum: Auch ein Porsche-Stromer muss an die Elektro-Tanke. Bilder

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Michelin Challenge Bibendum: Blick aufs Podium bei der Eröffnungsveranstaltung. Bilder

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Michelin Challenge Bibendum: Ungewöhnliche Kleinstmobile sorgten für Aufmerksamkeit. Bilder

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Michelin Challenge Bibendum: Gas-Lkw auf dem Tempelhofer Ausstellungsgelände. Bilder

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Michelin Challenge Bibendum: Auch Reifen durften natürlich nicht fehlen. Bilder

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Michelin Challenge Bibendum: Eigenbau L'Éclair aus dem Jahr 1895 mit Luftreifen. Bilder

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Michelin Challenge Bibendum: Citroëns Kohlefaser-Renner Survolt. Bilder

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Berlin – Es waren diesmal die drei Schlüsselthemen: Sauber. Sicher. Und vernetzt. Damit beschäftigte sich schwerpunktmäßig gerade in Berlin die elfte Challenge Bibendum, die der Veranstalter, der französische Reifenhersteller Michelin, als weltweit wichtiges Forum für nachhaltige Mobilität im Straßenverkehr versteht. Höhepunkt der drei Fachtage war die Leaders Forum genannte Schlussrunde, bei der sich 40 mehr oder weniger hochrangige Entscheider aus Politik und Wirtschaft für mehr Engagement in Sachen Sicherheit und Energieeffizienz eingesetzt haben.

[foto id=“360293″ size=“small“ position=“left“]Schon L’Éclair Beispiel für Kooperation

Dass dabei Zusammenarbeit nötig ist, darauf deutete eigentlich schon gleich beim Betreten des Eingangsgebäudes des ehemaligen Flughafens Tempelhof das erste Ausstellungsstück hin: Ganz offensichtlich nicht ohne Grund hatte Michelin dort, neben dem vor 125 Jahren patentierten Benz-Motorwagen, seinen L’Éclair platziert. Der Michelin-Eigenbau aus dem Jahr 1895 gilt nicht nur als erstes Automobil mit Luftbereifung, er könnte zudem stellvertretend für die ersten Kooperationen innerhalb der Branche stehen. Denn das Chassis des französischen Michelin-Blitzes lieferte vor 116 Jahren Peugeot, der Motor stammte von Daimler.

Energieeffizienz und Sicherheit zentrale Anliegen

Das Abschlussforum war etwa vom ADAC-Präsidenten Peter Meyer über Schauspielerin und Bond-Girl Michelle Yeoh bis hin zu „Sesamstraßen“-Geschäftsführer Melvin Ming bunt besetzt. „Weltweit sterben statistisch pro Tag 365 Menschen bei Verkehrsunfällen“, zitiert Michelin in seiner Zusammenfassung des Forums Kiran Kapila von der International Road Foundation. Dies sei, so der Verkehrsexperte, mit dem täglichen Absturz eines großen Verkehrsflugzeugs vergleichbar. Als ein zentrales Anliegen der Challenge [foto id=“360294″ size=“small“ position=“left“]hob Michelin hervor, die Sicherheit im Straßenverkehr nachhaltig zu erhöhen. Auch Fachbesucher nannten demnach direkt hinter der Energieeffizienz die Verkehrssicherheit als wichtigstes Thema, bei dem am schnellsten Erfolge erzielt werden müssten.

„Damit Bedürfnisse weiter erfüllt werden“

Eröffnet worden war die Bibendum von Michelin-Präsident Michel Rollier. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit nannte die Mobilität seit jeher wie die Freiheit einen Menschheitstraum. Um den zu erhalten, müssten „intelligente Systeme geschaffen werden, damit die Bedürfnisse der Menschen nach individueller Mobilität weiterhin erfüllt werden.“

Höhere Investitionen in Kauf nehmen

Präsident Matthias Wissmann vom Verband der Automobilindustrie unterstrich die Bedeutung alternativer Antriebe einschließlich der Elektromobilität. Die seien nicht nur eine Imagefrage, sondern Notwendigkeit. „Weltweit wächst jede Woche die Zahl der Menschen, die in Megacitys leben, um rund eine Million“, betonte Wissmann, dass auch sie den Wunsch nach individueller Mobilität hätten und die Automobilindustrie es sich zur Aufgabe gemacht habe, entsprechende Lösungen zu entwickeln. Wakako [foto id=“360295″ size=“small“ position=“left“]Hironaka von der Umweltinitiative Global Environment Action aus Japan erinnerte an die jüngsten Katastrophen, was dazu führe, über „unsere Lebensweise nachzudenken“. Die Entwicklung sicherer Technologien sei unerlässlich, dafür müssten auch steigende Investitionen in Kauf genommen werden.

Von den erneuerbaren Quellen …

Als Kernthesen der unterschiedlichen Expertenrunden kristallisierten sich unter anderem heraus: Schon heute stehen erneuerbare Energiequellen zur Auswahl, die noch stärker genutzt werden können. Für den Einsatz von Batterien in Elektrofahrzeugen gibt es bereits attraktive wirtschaftliche Modelllösungen wie Batterie-Leasing, -Tausch und -Rückführung in den Wirtschaftskreislauf; das Aufladen während der Fahrt und kabelloses Laden der Batterien sollte weiterverfolgt werden.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Video; … über Brennstoffzelle und Biomasse …; … bis hin zur Vernetzung der Fahrzeuge; Nach dem Marken-Männchen benannt; Reifen sogar fürs US-Spaceshuttle

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Video: Challenge Bibendum 2011

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[foto id=“360296″ size=“small“ position=“left“]… über Brennstoffzelle und Biomasse …

Die Brennstoffzelle bietet emissionsfreie Mobilität bei Reichweiten bis 800 Kilometer und Betankungszeiten von nur drei Minuten. Wasserstoff stufen die Fachleute mittel- bis langfristig als wirtschaftlich tragfähig ein, wobei der Masseneinsatz auf Basis erneuerbarer Energien kohlendioxid-frei bewerkstelligt werden sollte. Um Fahrzeuge schneller in Großserie zu vermarkten, muss die Politik verbindliche Regeln und finanzielle Anreize schaffen. Aus Biomasse lassen sich neben Wasserstoff auch Methan und flüssige Brennstoffe gewinnen, nachhaltige Kraftstoffe, die dank hoher Energiedichte ebenfalls große Reichweiten ermöglichen; beim Anbau der Nutzpflanzen darf aber keine Konkurrenz zur Nahrungsmittel-Produktion entstehen. Für weniger als 100 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ist eine Kombination aus modernster Motorensteuerung, alternativem Sprit und Hybridtechnologie sinnvoll, ohne elektrische Unterstützung ist dieser Wert für ein fünfsitziges Fahrzeug aber nur schwer zu erreichen.

… bis hin zur Vernetzung der Fahrzeuge

Über Transponder-Kommunikation und Laser-Technologie vernetzte Fahrzeuge, eine intensivere Verkehrserziehung sowie eine nahtlose Verbindung zwischen Fahrzeugnutzer, Verkehrsinfrastruktur und Fahrzeug erhöhen das Sicherheitspotenzial. Hauptunfallursache bleibt den Experten zufolge das [foto id=“360297″ size=“small“ position=“left“]menschliche Verhalten durch Ablenkung, nicht angemessene Geschwindigkeit, Alkohol und Drogen am Steuer sowie durch Fahrer, die sich noch immer nicht angurten.

Nach dem Marken-Männchen benannt

Michelin hat seine weltweit ausstrahlende Plattform für nachhaltige Mobilität im Straßenverkehr nach seinem Marken-Männchen Challenge Bibendum genannt. Nach Abschluss der drei Fachtage der elften Auflage, diesmal auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof, öffnete die Bibendum erstmals ihre Türen für Publikum. Erwartet worden waren rund 30 000 Besucher. Die etwa 280 ausgestellten Fahrzeuge vom Elektrobike und -auto bis zu schadstoffarmen Bussen und Lkw sowie die 6000 Fachbesucher stellen laut Michelin einen neuen Rekord dar. Unter anderem Probefahrten mit Autos der Zukunft und eine Eco Driving Challenge auf einem 300 Kilometer langen Rundkurs im Audi A8 oder Citroën DS3 standen auf dem Programm.[foto id=“360298″ size=“small“ position=“right“]

Reifen sogar fürs US-Spaceshuttle

Der weltweit agierende französische Reifenhersteller zählt rund 111 000 Mitarbeiter und vertreibt seine Produkte inzwischen in über 170 Ländern. „Angespornt von der Vision umweltverträglicher Mobilität“, heißt es in einer Selbstbeschreibung, „entwickelt, produziert und verkauft Michelin spezielle Reifen für nahezu alle Fahrzeugarten wie Flugzeuge, Automobile, Fahrräder, Erdbewegungsmaschinen, Ackerschlepper, Lastkraftwagen, Motorräder und das US Spaceshuttle.“ Produziert wird in 70 Werken in 18 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Das Unternehmen, das seinen Deutschland-Sitz in Karlsruhe hat, gibt außerdem Reise-, Hotel-, Restaurantführer, Straßenkarten und Reiseatlanten heraus, bietet zudem elektronische Navigationsservices, -software und -systeme an. Internet-Information: www.michelin.de.

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