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Panorama: Jaguar C-X17 – Ein Märchen aus dem Motor-Morgenland
Panorama: Jaguar C-X17 - Ein Märchen aus dem Motor-Morgenland Bilder

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Denn wenn es überhaupt etwas wird mit dem C-X17, dann wohl frühestens Ende 2015 oder Anfang 2016. Bilder

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Aber die neue Architektur auf dem Weg, das Karosseriedesign laut Callum zu 95 Prozent serientauglich. Bilder

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Doch bis der C-X17 diese Vorteile einmal ausspielen kann, wird es noch ein wenig dauern. Bilder

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Der Stilführer räumt zwar freimütig ein, dass er für so ein auf den ersten Blick für Jaguar ziemlich abwegiges Konzept ein paar Skizzen mehr machen und sich erst langsam an die perfekten Proportionen herantasten musste. Bilder

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Dieser Anblick ist eine Wucht: Feuerrot flaniert der Jaguar F-Type vor der Skyline von Dubai und stielt selbst Wolkenkratzern wie dem Burj Chalifa die Schau. Doch obwohl diese Raubkatze zurzeit überall der Star auf dem Catwalk ist, spielt sie heute nur die zweite Geige. 

Viel mehr als ein paar Sekunden kann der Roadster die Blicke der Passanten nicht fesseln. Dann reißt jeder den Kopf herum und starrt auf einen Jaguar, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat: Nicht flach und breit, sondern hoch und herrschaftlich rollt hinter dem Sportler der erste Geländewagen der Briten ins Bild. Oder zumindest das, was in zwei, drei [foto id=“489734″ size=“small“ position=“left“]Jahren einmal die Antwort auf Porsche Cayenne und BMW X5 werden will. Denn nur ein paar Wochen nach der Premiere auf der IAA in Frankfurt steht hier am Rand der Wüste die Studie C-X17 zur ersten zaghaften Ausfahrt bereit.

Dass dabei ein F-Type die Vorhut macht, kommt nicht von ungefähr. Schließlich will Jaguar nicht irgendeinen Geländewagen bauen und schon gar nicht der Schwestermarke Land Rover ins Handwerk pfuschen. Sondern natürlich planen die Briten nichts weniger als „eines der sportlichsten und dynamischsten SUV in seiner Klasse“, sagt Graham Wilkins. Als leitender Ingenieur verantwortet er die Entwicklung einer vollkommen neuen Architektur aus Aluminium, die mit einem Gewichtsvorteil von bis zu 40 Prozent, enormer Steifigkeit und reichlich Variabilität bei Radstand und Spurweite erst die Grundlage für dieses Versprechen bildet.

Doch bis der C-X17 diese Vorteile einmal ausspielen kann, wird es noch ein wenig dauern. Denn noch ist er ein handgeschmiedetes Einzelstück, das nur mit der gebotenen Vorsicht bewegt werden darf. Und auch wenn im Hintergrund schon mit Hochdruck an der neuen Plattform gearbeitet wird, ist erst einmal ein anderes Auto dran:  Schon im nächsten Jahr wollen die Briten eine neue Limousine für die Mittelklasse zeigen, die gegen Dreier BMW, Mercedes C-Klasse und Audi A4 antritt und über kurz oder lang zum meistverkauften Jaguar-Modell im Portfolio werden soll. Und auch damit wollen sie ein paar [foto id=“489735″ size=“small“ position=“right“]Bestwerte erreichen. Nicht umsonst soll die sparsamste Variante auf einen CO2-Ausstoss unter 100 g/km und die schnellste auf über 300 km/h kommen.

Zwar klingt das Showcar beim Schaulaufen im Wüstensand schon ziemlich imposant, weil der drei Liter große V6-Kompressor hinter dem mächtigen Grill sich nicht mit Nebensächlichkeiten wie einem Schalldämpfer abgeben muss. Und so tief, wie man trotz 21 Zentimetern Bodenfreiheit in den weißen Lederschalen hinter dem Lenkrad liegt, fühlt sich der Jaguar sogar bei einer langsamen Fotofahrt an wie ein Sportwagen. Doch weil weder die Plattform noch die neue Generation von Vierzylinder-Motoren, um die herum dieses Auto hauptsächlich entwickelt wird, auch nur ansatzweise fertig sind, ist es vor allem das Design, das die Sportlichkeit transportieren muss. Und da kommt wieder der F-Type ins Spiel, der dem Prototypen hier in Dubai so aufreizenden Geleitschutz gibt. „Denn wir haben uns bei der Suche nach den richtigen Formen und Proportionen stark von diesem Roadster inspirieren lassen“, sagt Designchef Ian Callum und lenkt den Blick auf die mit ganz wenigen Linien modellierte Flanke, die breiten Hüften und das knackige Heck der Studie.

Der Stilführer räumt zwar freimütig ein, dass er für so ein auf den ersten Blick für Jaguar ziemlich abwegiges Konzept ein paar Skizzen mehr machen und sich erst langsam an die perfekten Proportionen herantasten musste. Schließlich haben die Briten in ihrer Geschichte fast ausschließlich Sportwagen und Limousinen gebaut und selbst den XF Kombi als kleine Kulturrevolution gefeiert. Und eine schlichte Übernahme des Land-Rover-Designs kam natürlich auch nicht in Frage. „Wir wollten schließlich keinen Geländewagen, der nur wie ein Jaguar aussieht. Sondern unser Ziel war ein waschechter Jaguar, mit dem man auch ins Gelände kann.“ Doch die Mühe und das viele Altpapier rund um Callums Zeichentisch haben sich gelohnt: Jetzt drückt  sich der C-X17 so stramm und angriffslustig in den Rückspiegel seines Vordermanns, wie man es von einem Sportwagenhersteller erwartet. Und wenn man der Studie hinterherschaut, dann wirkt sie tatsächlich fast ein bisschen wie ein F-Type auf Stelzen. Nur halt nicht so schlank und zierlich. Wie auch, wenn der Wagen mit seinen 4,70 Metern ziemlich genau in [foto id=“489736″ size=“small“ position=“left“]die Lücke zwischen BMW X3 und X5 passt, höher aufragt als jeder Jaguar vor ihm und obendrein auch noch den größten Kofferraum in der Firmengeschichte bietet?

Der erste Eindruck ist stimmig und die Prognosen für das Segment sind rosig wie eh und je. Denn keine andere Fahrzeugklasse wird auch in Zukunft so stark wachsen wie die der Geländewagen, melden die Analysten. Deshalb wären die Briten schlecht beraten, wenn sie den Wagen nicht zu einem Schätzpreis von 45.000 Euro aufwärts tatsächlich in Serie bringen würden. Doch statt einer offiziellen Bestätigung hört man nur immer wieder den Konjunktiv: Hätte, könnte, würde – genaues lassen sich Callum & Co noch nicht entlocken.

Aber die neue Architektur auf dem Weg, das Karosseriedesign laut Callum zu 95 Prozent serientauglich und Elektronik-Features wie die digitalvernetze Acrylglaskonsole mit den vielen Bildschirmen über dem Mitteltunnel sofort als Spielerei enttarnt, haben die Entwickler in der Kaffeepause sogar schon Zeit, über einen möglichen Namen zu debattieren. Holt man trotz der eher bescheidenen Erfahrungen die alte Bezeichnung X-Type noch einmal heraus? Stellt man XJ und XF einen XC zur Seite? Oder lässt man sich was ganz neues einfallen? [foto id=“489737″ size=“small“ position=“right“]Selbst Designchef Ian Callum mischt sich mit wachsender Neugier und zunehmendem Nachdruck in diese Diskussion ein: „Schließlich bin ich derjenige, der am Ende das passende Logo entwerfen muss.“

Ein bisschen kann er sich damit noch Zeit lassen. Denn wenn es überhaupt etwas wird mit dem C-X17, dann wohl frühestens Ende 2015 oder Anfang 2016. Das sind dann ganz grob drei Jahre oder hier in Dubai natürlich 1001 Nächte. Eigentlich Zeit genug, damit dieses Märchen aus dem Motor-Morgenland wahr wird.

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Gast auto.de

November 19, 2013 um 2:18 pm Uhr

"beim (unglaublich schönen) Evoque"??? Das ist ja wohl Geschmackssache, ob man so ein Gefährt als "unglaublich schön" bezeichnen kann.

Gast auto.de

November 18, 2013 um 3:21 pm Uhr

Ja, das braucht der Deutsche: Erhabener sitzen, Übersicht haben, sich anderen überlegen fühlen… Naja, dazu brauche ICH jedenfalls keinen SUV mit schlechtem CW-Wert und deshalb unnötig hohem Spritverbrauch. Dann lieber eine flache Sportflunder, in der man noch "Bodenkontakt" (auch im sprichwörtlichen Sinn!) hat… SUVs braucht die Welt nicht!! Die Hersteller haben vor Jahren den Markt künstlich geschaffen, ohne dass Bedarf war, um neue Geschäftsgründe zu erschließen!!

Gast auto.de

November 18, 2013 um 10:38 am Uhr

Die Frage warum erübrigt sich doch da immer mehr Menschen einen SUV bevorzugen. Technische Neuheiten sind auch kein Grund für den Kauf eines neuen SUV, da im Automobilbau mehr oder weniger überall vergleichbare Technik eingesetzt wird. Vielmehr geht es doch mehr um "Gefallen" oder "Nichtgefallen" und hier bereichert der Jaguar wie auch der neuen Evoque den Markt doch sehr. Hierzulande wird auch beim Jaguar sicher die gleiche Geschichte wie beim (unglaublich schönen) Evoque stattfinden also eher schlecht bewertete Test gegen unsere heiligen Technikwunder….Mir persönlich ist es vollkommen egal was irgendwelche "Tester" sagen, ob z.B. ein BMW oder VW im Vergleich einen Meter früher bremst oder wegen die stinklangweilige Innenausstattung der großen "Deutschen" besser zu bedienen ist….ich kaufe das Auto was mich "anmacht" und der Jaguar macht mich an.
Darüberhinaus hat diese Fahrzeugklasse nichts mit Vernunft zu tun sondern mit Emotionen.
Wenn ich vernünftig sein will kauf ich mir einen Skoda (oder wenn ich mir finanziell nicht leisten kann emotionale Entscheidungen zu treffen).

Gast auto.de

November 18, 2013 um 9:25 am Uhr

Toll! Aber wozu bitte braucht man einen SUV überhaupt?

Gast auto.de

November 17, 2013 um 9:56 am Uhr

Hmmm. Was ist daran technisch "so geil"? Der C-X75 war wirklich ein Blick in die Zukunft. Aber das hätte sich nicht gerechnet, höre ich zwischen den Zeilen. Aber was unterscheidet diesen SUV von den beinahe 50 anderen am Weltmarkt? Von klein bis groß: in allen sitzt man höher, hat mehr "Übersicht", ist "erhabener" über andere, hat aber mehr Spritverbrauch (weil Widerstand immer noch linear mit der Fläche und dem Cw Wert, und mit dem Quadrat der Geschwindigkeit einhergeht, und das tut dem Spritverbrauch nicht gut) , und auf Grund der Raumaufteilung kaum Gestaltungsmöglichkeit. Und die meisten werden verschämt mit Zweiradantrieb verkauft… Was soll das Ganze? Ich schnall’s nicht!

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