Rallye Japan, Tag 1: Tag der Finnen

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(adrivo.com) Die Finnen bestimmten das Geschehen am ersten Tag der Rallye Japan. Doch ein Franzose will sich noch einmischen.

Ohne Zweifel gehörte der erste Tag der Rallye Japan den Finnen – sowohl in positiver, als auch in negativer Hinsicht. Während Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala überzeugen konnten und sich an der Spitze des Klassements behaupteten, nahm die vierte Wertungsprüfung ein unschönes Ende für ihren Landsmann Marcus Grönholm. Der Nordländer krachte breitseits in einen Baumstumpf und beschädigte seinen Ford Focus dabei so nachhaltig, dass das Wochenende gelaufen ist.

Grönholm kracht gegen Baum

„Der Unfall passierte in einer Kurve, die im dritten Gang gefahren wird. An diesem Punkt hatte ich meinen Aufschrieb während des Trainings geändert“, erklärte Grönholm. „Dieses Jahr ist die Kurve viel schneller, da einige Bäume gefällt wurden. Wir kamen weit nach außen und mit dem rechten Hinterrad erwischte ich einen Strohballen.“ Darauf schlug Grönholm mit der Fahrerseite gegen einen Baum. Der Aufprall beschädigte den Gitterrohrrahmen des Boliden. „Es wird nicht einfach den Schaden zu reparieren, aber das Team wird alles geben.“

Nun muss der Routinier seine Hoffnungen auf Hirvonen und Latvala setzen. Wenn sie sich vor Sébastien Loeb halten könnten, würde Grönholm nicht so viel Boden auf seinen Rivalen aus Frankreich verlieren. Zu Beginn der Rallye Japan klappte das schon ganz gut. Mit einer Bestzeit auf der ersten Prüfung konnte Latvala bei seiner 50. Rallye die Führung übernehmen. Der Stobart-Pilot gab den ersten Platz nur auf der dritten WP an Grönholm ab, um sie nach dessen Ausfall wieder zu übernehmen. Dank der schnellsten Zeit auf der 13,95 Kilometer langen Prüfung „Cup Kamuy 2“ rückte Mikko Hirvonen, der Teamkollege von Grönholm, auf den ersten Platz nach vorne.

Hirvonen konnte die Spitzenposition bis zum Ende des ersten Tages nach zehn Prüfungen verteidigen. Latvala konnte seinen Platz nicht halten. Auf der ersten von zwei SuperSpecials in Obihiro nahm ihm der Franzose nicht nur 3,6 Sekunden, sondern auch den zweiten Platz ab. Schon ein dritter Rang würde Loeb reichen, das Land der aufgehenden Sonne als Tabellenführer zu verlassen. Momentan liegt Loeb zehn Sekunden hinter Hirvonen.

Auch Subaru in Problemen

Mit einer halben Sekunde Rückstand folgt Dani Sordo auf Position vier. Der Spanier konnte zwar drei Prüfungen für sich entscheiden, verlor aber auf der längsten Strecke des Tages fast 20 Sekunden auf seinen Teamkollegen Loeb. Im virtuellen Windschatten von Sordo hängt zudem Henning Solberg. Mit nur sieben Sekunden Abstand liegt der Norweger in direkter Schlagdistanz.

Sein Bruder Petter hatte an der Rallye Japan nicht so viel Freude. Nach einem kleinen Ausritt nach der Mittagspause musste Solberg seinen Subaru mit einem Getriebeproblem auf der Verbindungsetappe zur sechsten Prüfung endgültig abstellen. Auch sonst läuft es für Subaru beim Heimspiel nicht rund. Der Australier Chris Atkinson schied nach einem Unfall aus. Man hofft, beide Wagen bis zum Samstag wieder fit zu bekommen. Wie Grönholm wären Solberg und Atkinson nach dem Superally-Reglement wieder startberechtigt, müssten aber mit einer erheblichen Zeitstrafe vorlieb nehmen.

Einzig allein Xavier Pons hält die Subaru-Flagge weiter hoch. Pons liegt derzeit auf dem siebten Rang und würde damit immerhin noch zwei Zähler kassieren. Auf Platz sechs rangiert derzeit Manfred Stohl mit eineinhalb Minuten Rückstand auf die Spitze. An den kommenden beiden Tagen werden noch insgesamt 17 Prüfungen gefahren, noch ist also nichts entschieden.

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