Ratgeber: Automatik oder Handschaltung?

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Das Angebot an Automatikgetrieben als Alternative zur Handschaltung wird immer breiter. Selbst Kleinwagen, die dem Fahrer das Schalten abnehmen, sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Der Autokäufer hat die Qual der Wahl. Doch wann lohnt sich die Automatik? Und wer fährt mit einem manuellen Getriebe besser?

Punkten kann die Automatik vor allem beim Komfort. Der Fahrer braucht nicht mehr selbst Kupplung und Schalthebel bedienen, sondern kann das der Technik überlassen. Vor allem im Stau oder im Stop-and-go-Verkehr ist das eine große Erleichterung. Auch das Anfahren am Berg oder unter Last fällt leichter, da ein Abwürgen des Motors nicht mehr möglich ist und die Kupplung nicht stark belastet wird. Ein weniger routinierter Autofahrer dürfte zudem davon profitieren, dass er sich bei einem Automatikauto nicht selbst um das Sortieren der Gänge kümmern muss, sondern sich auf den Verkehr konzentrieren kann. Generell macht die Technik das Fahren einfacher und somit auch stressfreier und sicherer. Aktuelle Daten zum Sicherheitsgewinn durch Automatikgetriebe gibt es zwar nicht, eine ältere Untersuchung des Marktforschungsinstituts Data Concept hat aber zumindest ergeben, dass 64 Prozent der Fahrer von Automatikautos sich mit der Technik subjektiv sicherer fühlen. 81 Prozent empfinden das Fahren gegenüber Autos mit Handschaltung als weniger stressig.

Das manuelle Getriebe hat aber bei den Kosten die Nase vorn. Denn für eine Automatik müssen beim Neuwagenkauf im Schnitt 1 800 Euro Aufpreis kalkuliert werden. Automatikautos kämpften zudem lange mit dem Vorurteil des höheren Spritverbrauchs. Denn ältere Vier- und Fünfganggetriebe haben auf dem Prüfstand einen höheren Normverbrauch als manuelle Schaltboxen. Doch in der Praxis relativiert sich dies durch Fahrfehler der Handschalter meist. Spätestens seit der Einführung der neuen Sechsgangautomatgetriebe sind Diskussionen über Verbrauchsvorteile von manuellen Getrieben passé. [foto id=“117034″ size=“small“ position=“right“]Eine höhere Gangzahl und Getriebespreizung in Kombination mit einer schnellen Wandlerüberbrückung führt bei einigen Motor-Automatikgetriebe-Kombinationen zu niedrigeren Normverbrauchswerten. In der Praxis dürfte der Vorteil gegenüber manuellen Getrieben nochmals größer sein.

Maßstab auf dem Markt ist zurzeit die Achtstufenautomatik vom süddeutschen Zulieferer ZF, die etwa im BMW 5er GT und im 760i zum Einsatz kommt. Ein Normverbrauch von 12,9 Litern Super Plus beim 7er kann sich angesichts von zwölf Zylindern und 400 kW/544 PS Leistung durchaus sehen lassen. Die gleiche Getriebetechnik kommt zudem in der brandneuen Hybridversion der Oberklasselimousine zum Einsatz; diese benötigt nur 9,4 Liter Super Plus. Ein zusätzlicher Vorteil der Wandlerautomatik besteht durch die Drehmomentüberhöhung beim Anfahren. Hinzu kommt, dass sich größere Fahrzeuge mit starken Motoren mit einem Schaltgetriebe nicht so souverän fahren lassen. Auch leidet die Kupplung schnell unter dem hohen Drehmoment, das sie bereits beim Anfahren übertragen muss.

Beim Autokauf müssen also Vor- und Nachteile der jeweiligen Getriebekonzeptionen mit den individuellen Wünschen abgeglichen werden. In der Regel sind Fahrer größerer Autos mit der Automatik besser bedient. Bei häufigen Fahrten im zähflüssigen Stadtverkehr ist die Automatik ebenfalls sinnvoll. Auch Kleinwagen, die besonders häufig in der Stadt gefahren werden, würden von dem Komfort-Plus profitieren. Allerdings sind in diesem preissensiblen Segment moderne Getriebekonzepte noch nicht so stark verbreitet und der Aufpreis ist verhältnismäßig hoch.

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