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Tesla baut Netz von Ladestationen in den USA – Roadtrips jetzt auch elektrisch
Tesla baut Netz von Ladestationen in den USA - Roadtrips jetzt auch elektrisch Bilder

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Es ist der ultimative Roadtrip – von Los Angeles nach New York, rund 4.500 Kilometer quer durch Amerika. Egal, ob auf der Harley oder im Samba-Bus, für viele ist diese Strecke ihr persönlicher Traum der amerikanischen Freiheit. Dass man sich den auch im Elektroauto erfüllen kann, schien bis vor kurzem noch unmöglich – wer will schon alle 200 bis 500 Kilometer stundenlang pausieren, bis der Akku wieder geladen ist. Elektroauto-Pionier Tesla verpasst der Freiheit im E-Mobil jetzt einen Stromstoß: In den nächsten beiden Jahren will der Hersteller ein Netz von Schnellladestationen, sogenannte Supercharger, über die USA und Kanada ausbreiten.

Gedacht ist das neue Netz vor allem für die Limousine Model S (maximale Reichweite 500 Kilometer). Aktuell betreibt Tesla entsprechende Anlagen bereits in Kalifornien und Nevada an der US-Westküste sowie rund um Washington und Boston an der Ostküste. Seit der Einführung dieser Ladestationen im Oktober 2012 haben die Kunden der Marke in den beiden Regionen geschätzte 1,6 Millionen Kilometer zurückgelegt. Mit dem neuen Netz sollen nun auch längere Überlandreisen möglich werden. Nach drei Stunden Fahrt, so die Vorstellungen des Herstellers, werden die Energiespeicher der Limousine in 20 bis 30 Minuten zur Hälfte wieder aufgeladen. Die Stationen sind 24 Stunden am Tag ladebereit und befinden sich neben Restaurants oder Imbissbuden, sodass Model-S-Kunden gleichzeitig ihren persönlichen Akku aufladen können.

Innerhalb der kommenden zwölf Monate soll das Schnellladenetz den gesamten Kontinent abdecken und so  rein elektrische Reisen von New York nach San Francisco oder von Montreal nach Miami ermöglichen, ohne dass der Besitzer eines Model S auch nur einen Cent für Energie zahlen muss, denn die Ladestationen geben den Strom gratis ab – und das so lange, wie das Model S läuft. Im Jahr 2015, so die ehrgeizigen Pläne des Unternehmens, an dem Toyota und Daimler beteiligt sind, sollen 98 Prozent der USA und Kanada abgedeckt sein.

Das kostenlose Aufladen ist allerdings nur Besitzern des Model S mit der 85 kWh-Batterie vornehalten. Alle anderen Modelle müssen für die Energie bezahlen. Die Preisliste für dieses Modell beginnt in Europa bei 81.750 Euro. Für den größeren Akku, der auch nachträglich gegen den 60-kWh-Akku ausgetauscht werden kann, verlangt Tesla 2000 Dollar Aufpreis.

Mit einer Kapazität von 120 kW liefert der Tesla-Supercharger 16 Mal mehr Strom als die meisten öffentlichen Ladestationen. Die Energie wird über ein spezielles Kabel an die Batterie geleitet. Einige der Ladestationen sind mit Solardächern ausgerüstet, um nachhaltig erzeugte Energie bereitzustellen. Tesla lässt sich die Aktion einiges kosten. Pro Station investiert das Unternehmen zwischen 150.000 und 300.000 Dollar (113.000 bis 225.000 Euro) inklusive Solarpaneele.

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