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Volkswagen in den USA – Neue SUV sollen helfen
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Volkswagen ist in den beiden Wachstumssegmenten der Vereinigten Staaten chancenlos weil nicht passend aufgestellt. Besserung ist erst ab 2016 in Sicht, mit greifbarem Erfolg ist erst ab 2018 zu rechnen. Denn dann will die Marke VW mit dem bislang Cross Blue genannten und einem neuen Tiguan mit verlängertem Radstand und drei Sitzreihen im SUV-Segment konkurrenzfähig sein.

„Bis dahin muss man einfach ein wenig Geduld haben“, sagt Michael Horn, seit Januar verantwortlich für das USA-Geschäft der Volkswagen Group, und fügt mit einem Schmunzeln an: „Auch in der Wolfsburger Zentrale“. Dort hatte man vor bereits einiger Zeit das Ziel von rund 800.000 verkauften Autos ab 2018 formuliert. In den vergangenen zwölf Monaten aber hatte VW USA nur 407.000 Käufer überzeugen können. 2012 – im bisherigen Rekordjahr der Marke – hatte es noch 436.000 Vertragsabschlüsse gegeben.

„Von Januar bis März hat der US-Markt um 1,7 Prozent zugelegt. Allerdings nicht in dem Bereich, in dem wir vertreten sind. Die Pkw-Zahlen gingen runter, die Verkäufe der SUV um noch einmal zehn Prozent hoch“, erklärt Horn. „Wir sprechen da von 4,4 Millionen Einheiten bei insgesamt rund 15 Millionen Neulassungen jährlich. Zum Vergleich: In Deutschland geht man für 2014 von insgesamt 3,4 Millionen Pkw-Neuzulassungen aus.

Ein weiteres, allerdings generelles Problem deutscher und europäischer Hersteller, sind die deutlich längeren Produktionszyklen der einzelnen Baureihen. „In Deutschland läuft ein Modell im Schnitt sieben Jahre lang. Nach gut vier Jahren bringen wir meist das Facelift“, so Michael Horn. In den USA aber erwarten die Kunden alle fünf Jahre ein „All-New-Model“, ein komplett neues Fahrzeug, nach drei Jahren eine „Fast-neu-Fassung“. „Da werden wir möglichst schnell umdenken müssen“, betont Horn die Bedeutung des US-amerikanischen und auch des chinesischen Marktes, für den vergleichbares gelte.

Auch die Preisstrategie müsse gründlich überdacht werden. Der amerikanische Kunde wisse sehr wohl „German Engineering“, die deutsche Technologie zu schätzen, auch die Materialauswahl und Verarbeitungsqualität, ohne allerdings dafür viel mehr als für ein Modell heimischer Hersteller ausgeben zu wollen. Dabei hatte die „Vorort-Produktion“ im 2009 eröffneten Werk Chattanooga (US-Bundesstaat Tennessee) und im mexikanischen Puebla VW bereits eine deutliche Kostenreduzierung ermöglicht.

Bis zur Einführung der A- und B-SUV will VW mit seinen Pkw-Baureihen Jetta, Golf und Passat durch-  und die Verkaufszahlen auf zumindest leicht ansteigendem Niveau halten. Der Jetta – in den USA mit 130.000 Verkäufen auch 2013 das „beste Pferd im Stall“ vor dem Passat mit 110.000 Einheiten – wurde auf der New York Auto Show in gründlicher überarbeiteter Fassung und mit sehr guter Basisausstattung gezeigt. Auch der Kombi ist neu, läuft jetzt aber wieder als Golf und nicht mehr als Jetta.

Die siebte Generation der Golf-Limousine steht vor ihrer US-Einführung, der GTI macht den Auftakt, der E-Golf im November den Abschluss. 200 der 640 VW-Händler in den USA werden ihn verkaufen, der Großteil dürfte im Riesenmarkt Kalifornien abgesetzt werden. Hätte Michael Horn einen Wunsch frei, wäre es die Rückkehr einer großen Limousine: „Eine neue Generation des Phaeton würde uns hier sicherlich richtig gut zu Gesicht stehen.“

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