VW Crafter 2.0 TDI: Der hat was im Kasten
VW Crafter 2.0 TDI: Der hat was im Kasten Bilder

Copyright: auto.de

VW Crafter 2.0 TDI: Der hat was im Kasten Bilder

Copyright: auto.de

VW Crafter 2.0 TDI: Der hat was im Kasten Bilder

Copyright: auto.de

Der Volkswagen Crafter ist in vielen verschiedenen Ausführungen am Markt und bewährt sich bei Kurierfahrern sowie bei vielen anderen Einsätzen. Mit seiner geradlinigen Gestaltung strahlt das Fahrzeug viel Stärke aus. Das gilt auch für die überprüfte Version mit mittlerem Radstand und Hochdach, die sich beim Transport von drei Motorrädern zum Einsatz bei der Enduromania bestens bewährte.

Den Crafter Kastenwagen gibt es auch mit kurzem und langem Radstand sowie langem Radstand mit Überhang. Die beiden letzteren Ausführungen sind zudem mit Superhochdach erhältlich. Den Crafter gibt es als Versionen mit 3,0 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht sowie mit 3,5 Tonnen und 5,0 Tonnen. An bedarfsgerechten Varianten herrscht somit kein Mangel.

Die Bedienung macht in jedem Erinnerungen an Vor-Vorgänger vom Typ LT schnell vergessen: Die Türen entriegeln sich per Funkfernbedienung, sie werden an stabilen Griffen geöffnet. Die Handgriffe zur Erleichterung des Einstiegs sind günstig platziert. Der straff gepolsterte Fahrersitz lässt sich somit bequem erreichen und ist vielfach verstellbar. Die Fenster öffnen sich elektrisch. Für den Fahrer gibt es einen Airbag, für Zusatzgeräte eine 12-V-Steckdose.

Das Cockpit verleugnet das Nutzfahrzeug nicht komplett, doch der Eindruck ist recht gediegen und erinnert an normale Pkw. Dazu tragen die fein gezeichneten Rundinstrumente ebenso bei, wie das höhen- und weitenverstellbare Lenkrad. Eine günstige Position ist damit leicht gefunden. Links gibt es einen Lenkstockhebel zur Bedienung von Blinker und Wischer, bei der Option „Temporegelanlage“ findet sich ein zweiter Hebel ebenfalls links. Es gibt reichlich Ablagen über den Anzeigeinstrumenten, der Mittelkonsole, oberhalb der Frontscheibe unter dem Dach, ein geräumiges Handschuhfach und große Türtaschen. Irgendwo tief zwischen den Sitzen findet sich der Handbremshebel.

Neben dem Fahrersitz hatte der Testwagen eine Doppelsitzbank, die auf beiden Plätzen ebenfalls guten Langstreckenkomfort bietet. Und wir sind wirklich weit gefahren: Tagesetappen von bis zu 1 000 Kilometer sind insbesondere wegen des niedrigen Geräuschpegels in der Kabine keine Strapaze. Der Tankinhalt von 75 Litern reicht dabei für über 700 Kilometer, wenn auf Vollgas verzichtet wird. Bei Geschwindigkeiten um 130 km/h dreht das Triebwerk ungefähr 2 500 Mal pro Minute und bietet dabei ausreichend Kraft für Zwischenspurts. Der Vortrieb endet erst jenseits der 160 km/h.

Selbst bei hohen Geschwindigkeiten überzeugt der Geradeauslauf. Die Lenkung arbeitet leichtgängig und direkt. Überzeugen kann auch der Abrollkomfort. Das elektronische Stabilisierungsprogramm sorgt für viel Fahrsicherheit, der Bremsassistent erleichtert perfekte Verzögerung im Notfall. Elektronische Differenzialsperre, ABS und Antriebsschlupfregelung sind ebenfalls serienmäßig an Bord. Die Klimaautomatik kostet Aufpreis. Die Auswahl an optionaler Ausstattung ist riesig.

Das Laderaumvolumen des Crafter mit mittlerem Radstand und Hochdach beträgt 10,5 qm. Die seitliche Schiebetür gibt eine Ladebreite von 1300 mm frei. Sie öffnet leicht und muss mit Schwung zugeworfen werden. Die Nutzlast des Crafter 35 beträgt 890 Kilogramm bis 1479 Kilogramm. Hinten gibt eine zweiflügelige Öffnung mit automatischer Türarretierung. Wenn sie ausgehängt wird, lassen sich die Flügel seitlich ans Fahrzeug klappen. Am Boden gibt es reichlich stabile Verzurrösen zur Ladegutsicherung.

Die gefahrene Version mit 2,0 Liter-Vierzylinder Diesel in Blue Motion-Ausführung leistet 120 kW/163 PS und ist mit Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert. Wer eine Automatik bevorzugt, muss zum 2,5 Liter Dieselmotor mit 100 kW/136 PS greifen. Weitere erhältliche Motoren mit Blue Motion-Technik haben 80 kW/120 PS, 100 kW/136 PS, 105 kW/143 PS.

Die Preise für den Crafter beginnen bei 27 795 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer (32 618 Euro inkl. MwSt.) für den kurzen Radstand mit Normaldach. Die getestete Version mit mittlerem Radstand und Hochdach ist ab 29 655 Euro (34 802 Euro inkl. MwSt.) erhältlich. Für einen Crafter mit langem Radstand und Überhang sowie Superhochdach werden mindestens 42 739 Euro samt Mehrwertsteuer fällig.

UNSERE TOP-ANGEBOTE FÜR SIE

MEHR ERFAHREN AUS DEM BEREICH NEWS

Fahrvorstellung Porsche 911 Turbo: Noch immer Platzhirsch

Fahrvorstellung Porsche 911 Turbo: Noch immer Platzhirsch

Fahrbericht Ford Puma 1.0 Hybrid: Nicht immer geschmeidig wie eine Raubkatze

Fahrbericht Ford Puma 1.0 Hybrid: Nicht immer geschmeidig wie eine Raubkatze

Beiß‘ nicht gleich in jeden Apfel

Beiß‘ nicht gleich in jeden Apfel

zoom_photo