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Zetsche: Daimler hat ein glänzendes Comeback hingelegt

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„Daimler hat im vergangenen Jahr ein glänzendes Comeback hingelegt“, sagte Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, auf der Jahrespressekonferenz in Stuttgart. Daimler erzielte im Geschäftsjahr 2010 nach vorläufigen und ungeprüften Ergebniszahlen für den Konzern ein EBIT von 7274 Mio Euro (i. V. -1513) Mio Euro. Der Daimler-Konzern geht davon aus, dass der Absatz in diesem Jahr steigen und der Umsatz mit geringerer Dynamik weiter zunehmen wird. Das Wachstum wird voraussichtlich von allen automobilen Geschäftsfeldern getragen.

Obwohl das Geschäftsjahr 2009 noch stark von der Finanz- und Wirtschaftskrise beeinflusst war, entwickelte sich das operative Ergebnis im Jahr 2010 in allen Geschäftsfeldern deutlicher als noch zu Jahresbeginn erwartet. Die positive EBIT-Entwicklung führte zu einer signifikanten Verbesserung des Konzernergebnisses auf 4674 Mio Euro (i. V. -2.644 Mio Euro). Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich entsprechend auf 4,28 Euro (i. V. -2,63 Euro). Nachdem Daimler im vergangenen Jahr auf die Ausschüttung einer Dividende verzichtet hatte, sollen mit einer Dividende von 1,85 Euro je Aktie nun mehr als 40 Prozent des auf die Daimler-Aktionäre entfallenden Konzernergebnisses ausgeschüttet werden.

Im vergangenen Jahr hat Daimler insgesamt 1,9 Mio Fahrzeuge abgesetzt. Das sehr niedrige Vorjahresniveau wurde damit um 22 Prozent übertroffen. Der Konzernumsatz stieg um 24 Prozent auf 97,8 Mrd Euro, bereinigt um Wechselkurseffekte war ein Zuwachs um 19 Prozent zu verzeichnen. Durch die gestiegene Nachfrage hat sich die Zahl der Beschäftigten leicht erhöht. Am 31. Dezember 2010 beschäftigte das Unternehmen weltweit 260 100 (i. V. 256 407) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Davon waren 164 026 (i. V. 162 565) in Deutschland tätig. Die Zahl der Auszubildenden belief sich auf 8 841 (i. V. 9151). Aufgrund der sehr guten Ergebnisentwicklung haben Vorstand und Gesamtbetriebsrat vereinbart, die besonderen Leistungen des Jahres 2010 mit einer hohen Ergebnisbeteiligung von 3150 Euro pro anspruchsberechtigtem Mitarbeiter der Daimler AG zu honorieren. Aus Anlass des 125sten Jahrestags der Erfindung des des Automobils erhalten die Mitarbeiter außerdem einen Sonderbonusvon bis zu 1000 Euro.[foto id=“344347″ size=“small“ position=“right“]

Daimler hat im vergangenen Jahr die Forschungs- und Entwicklungsleistungen auf 4,8 Mrd Euro (i. V. 4,2 Mrd Euro) erhöht. Schwerpunkte der Aktivitäten waren kraftstoffeffiziente und umweltschonende Antriebstechnologien. Es ging dabei um die Optimierung konventioneller Antriebstechnologien, um weitere Effizienzsteigerung durch die Hybridisierung und um Elektroautos mit Brennstoffzelle und Batterie. Ein weiterer Schwerpunkt waren neue Sicherheitstechnologien. Mercedes-Benz Cars mit den Marken Mercedes-Benz, Maybach und Smart hat im vergangenen Jahr den Absatz um 17 Prozent auf 1 276 800 (i. V. 1 093 900) Fahrzeuge erhöht. Da sich die Absatzstruktur zugunsten besonders hochwertiger Fahrzeuge verändert hat, stieg der Umsatz deutlich stärker um 29 Prozent auf 53,4 Mrd Euro. Das Geschäftsfeld erzielte ein EBIT von 4656 Mio Euro (i. V. -500 Mio Euro). Die Umsatzrendite betrug 8,7 Prozent (i. V. -1,2 Prozent). Vor allem in den USA und China konnte Mercedes-Benz Cars den Fahrzeugabsatz deutlich steigern. Weitere Faktoren, die das Ergebnis positiv beeinflussten, waren ein vorteilhafterer Produkt-Mix, eine verbesserte Preisdurchsetzung sowie Effizienzsteigerungen.

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Daimler Trucks erhöhte den Absatz um 37 Prozent auf 355.300 (i. V. 259 300) Fahrzeuge. Der Umsatz nahm um 31 Prozent auf 24 Mrd Euro zu. Das EBIT des Geschäftsfelds betrug 1323 Mio Euro (i. V. -1.001 Mio Euro). Die Umsatzrendite belief sich auf 5,5 Prozent (i. V. -5,5 Prozent). Diese Ergebnisverbesserung ist vor allem auf die Absatzentwicklung zurückzuführen, zu der alle Kernmärkte (Europa, USA, Lateinamerika und Japan) beitrugen. Weitere positive Ergebniseffekte ergaben sich aus den Maßnahmen zur Kostensenkung, insbesondere aus der Neuausrichtung von Daimler Trucks North America und Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation.

Mercedes-Benz Vans setzte 224 200 (i. V. 165 600) Einheiten ab. Der Umsatz übertraf mit 7,8 Mrd Euro(i. V. 6,2 Mrd Euro) ebenfalls das Vorjahresniveau. Das Geschäftsfeld verbuchte mit einem EBIT von 451 Mio Euro (i. V. 26) Mio Euro eine deutliche Ergebnisverbesserung. Die Umsatzrendite lag mit 5,8 Prozent über dem Vorjahreswert von 0,4 Prozent. Die Ergebnisentwicklung resultierte im Wesentlichen aus dem höheren Fahrzeugabsatz insbesondere in Westeuropa, in den USA und in China sowie aus einer besseren Preisdurchsetzung.

Daimler Buses erzielte einen Absatz von 39 100 (i. V. 32 500) Komplettbussen und Fahrgestellen. Der Umsatz betrug 4,6 Mrd Euro (i. V. 4,2) Mrd Euro. Das Geschäftsfeld konnte sein EBIT auf 215 Mio Euro (i. V. 183 Mio Euro) steigern und erzielte eine Umsatzrendite von 4,7 Prozent (i. V. 4,3 Prozent). Diese Ergebnisverbesserung ist im Wesentlichen auf die im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren Auslieferungen von Fahrgestellen in Lateinamerika zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich ein geringerer Absatz von Komplettbussen in Westeuropa und Nordamerika aus. Das weltweite Vertragsvolumen von Daimler Financial Services lag mit 63,7 Mrd Euroi und neun Prozent über dem Vorjahreswert. Bereinigt um Wechselkurseffekte gab es einen Anstieg um drei Prozent. Das Neugeschäft stieg im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf 29,3 Mrd Euro. Bereinigt um Wechselkurseffekte lag der Zuwachs bei elf Prozent. Das Geschäftsfeld konnte das Ergebnis ebenfalls deutlich auf 831 Mio Euro (i. V. 9 Mio Euro) steigern. Die erwirtschaftete Eigenkapitalrendite lag bei 16,1 Prozent (i. V. 0,2 Prozent).Maßgeblich für den Ergebnisanstieg waren nach dem Krisenjahr 2009 geringere Aufwendungen für die Risikovorsorge sowie höhere Zinsmargen.

Nach heutiger Einschätzung von Daimler wird die weltweite Automobilnachfrage im Jahr 2011 weiter wachsen, allerdings nicht mehr so dynamisch wie im Vorjahr. Der globale Pkw-Markt könnte in der Größenordnung von fünf bis sieben Prozent zulegen und damit auf ein neues Rekordniveau ansteigen. Die asiatischen Schwellenländer und besonders der chinesische Markt werden dabei weiterhin eine tragende Rolle spielen.

Mit Blick auf die Triademärkte ist dagegen weiterhin ein gemischtes Bild zu erwarten. Der US-Markt sollte seinen Erholungskurs fortsetzen, während für Westeuropa in Summe mit einer Stagnation der Pkw-Verkäufe zu rechnen ist. In Deutschland hingegen ist nach dem zweistelligen Marktrückgang im Jahr 2010 nun mit einem spürbaren Zuwachs zu rechnen. Mercedes-Benz Cars geht für 2011 angesichts der insgesamt weiterhin günstigen Marktperspektiven sowie zahlreicher Modellwechsel und Produktneuheiten von einer weiteren Steigerung des Absatzes der Marke Mercedes-Benz aus. Das Geschäftsfeld erwartet auch 2011, von der hohen Nachfrage nach den Modellen der E-Klasse und vom Markterfolg der S-Klasse profitieren. Darüber hinaus wird seit Ende Januar die Neuauflage des viertürigen Coupés CLS ausgeliefert. Für zusätzliche Absatzimpulse werden dann von März an die neue Generation der Limousine und des T-Modells der C-Klasse und der neue Roadster SLK sorgen. Im Juni folgt das Coupé der C-Klasse, ab September die Neuauflage der M-Klasse und im vierten Quartal die Roadster-Variante des Mercedes-Benz SLS AMG. Im November geht die neue B-Klasse an den Start, das erste Modell von insgesamt vier neuen Fahrzeugen im Kompaktwagensegment. Für die Marke Smart wird aufgrund der vollen Verfügbarkeit der neuen Generation des Smart Fortwo ein Absatzniveau in der Größenordnung des Jahres 2010 erwartet.

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Daimler Trucks geht für 2011 von einer nochmals erheblichen Absatzsteigerung aus. Die Absatzerwartungen stützen sich auf zahlreiche Produktneuheiten. Dazu zählen der neue Atego sowie der Atego Blue Tec Hybrid, beide Truck of the Year 2011. Die Neuauflage des Axor bietet als erstes Fahrzeug seiner Klasse im oberen Leistungsbereich in Deutschland serienmäßig die Schaltautomatik Mercedes Power Shift. Das Geschäftsfeld geht davon aus, mit den neuen Motoren von der in Nordamerika erwarteten Bestandserneuerung besonders profitieren zu können. Im November 2010 wurde der komplett neu entwickelte, leichte Lkw Canter eingeführt, der bei Wirtschaftlichkeit, Umweltfreundlichkeit, Sicherheit und Design Maßstäbe setzt. Das umfangreiche Angebot an Sicherheitstechnologien wurde bei Mercedes-Benz Lkw mit der zweiten Generation des Active Brake Assist erweitert, der im Ernstfall auch vor stehenden Hindernissen eine Notbremsung einleiten kann.

Bei Mercedes-Benz Vans dürfte sich der positive Absatztrend in diesem Jahr fortsetzen. Auf der Produktseite werden die neue Generation des Vito und Viano sowie weitere Blue Effociency-Modelle für Impulse sorgen. Die Produktion in Argentinien wird zum Jahresende 2011 auf die aktuelle Modellgeneration des Sprinter umgestellt. Darüber hinaus wird der Sprinter 2011 in China eingeführt. Über die Fertigung vor Ort soll der Absatz in diesem vielversprechenden Zukunftsmarkt deutlich gesteigert werden. Hierzu wird in dem 50:50-Gemeinschaftsunternehmen Fujian Daimler Automotive ab 2011 zusätzlich zu den Modellen Vito und Viano der Sprinter als Bus produziert.

Daimler Buses erwartet, an den hohen Absatz des Jahres 2010 anknüpfen zu können. Aufgrund des geringen Wachstumsspielraums der Kernmärkte Westeuropa und Lateinamerika ist der Zuwachs aber eher begrenzt. Diesen Wachstumschancen stehen Herausforderungen gegenüber. Das Jahr 2011 wird durch hohe Ausgaben für neue Produkte und Technologien sowie die Erschließung neuer Märkte gekennzeichnet sein. Die Belebung der Weltwirtschaft dürfte zu steigenden Preisen für Öl und anderen für Daimler wichtigen Rohstoffen führen. Auf der Wechselkursseite wird die Volatilität zumindest hoch bleiben. Die Risiken, die sich aus großen Wechselkursschwankungen für das Geschäft von Daimler ergeben, wurden jedoch für 2011 bereits weitgehend abgesichert.

Auf der Basis der aktuellen Einschätzungen erwartet Daimler für 2011 ein EBIT aus dem laufenden Geschäft, das deutlich über dem Niveau des Jahres 2010 liegt. In den kommenden Jahren soll das Ergebnisniveau der einzelnen Geschäftsfelder und damit des Unternehmens insgesamt erhöht und nachhaltig die Zielrenditen erreicht werden. Vom erwarteten Wachstum der Automobilmärkte will der Konzern dabei überproportional profitieren. Für das Automobilgeschäft wird über die Markt- und Produktzyklen hinweg eine jahresdurchschnittliche Umsatzrendite von neun Prozent angestrebt, die ab dem Jahr 2013 nachhaltig erreicht werden soll. Basis hierfür sind die Zielrenditen der einzelnen Geschäftsfelder: Zehn Prozent für Mercedes-Benz Cars, acht Prozent für Daimler Trucks, neun Prozent für Mercedes-Benz Vans und sechs Prozent für Daimler Buses. Für das Geschäftsfeld Daimler Financial Services hat sich der Konzern eine Eigenkapitalrendite von 17 Prozent vorgenommen. Im Zeitraum von 2011 bis 2012 wird Daimler insgesamt 20,4 Mrd Euro für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (10,3 Mrd Euro) sowie für Sachinvestitionen (10,1 Mrd. €) einsetzen. Das sind rund 5,3 Mrd Euro mehr als in den Jahren 2009 und 2010. Umfangreiche Mittel sind unter anderem für den Ausbau der Produktionskapazitäten in den USA, in China, in Indien und Ungarn vorgesehen. Daimler geht davon aus, dass sich die Zahl der Beschäftigten vor dem Hintergrund steigender Produktionsumfänge und der angestrebten Produktivitätsfortschritte 2011 leicht erhöhen wird.

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