Audi

Zwei Audis im Test: Fährt die Kanzlerin künftig A8?

Die Fahrzeuge der Security Line der Ingolstädter waren auf der IAA zu sehen und genügen höchsten Sicherheitsansprüchen. Die Scheiben sind gepanzert, Stahlplatten sichern das Auto gegen Explosionen von unten ab. Audi bestätigte den Test auf Anfrage, ein Sprecher sagte, Details zu dem hochsensiblen Thema werde der Autobauer mit Rücksicht auf die Kunden nicht nennen.
Audi A8 Security. Foto: Auto-Reporter/Audi
Die Beschusssicherheit des Audi A8 Security wurde bereits im Vorfeld unabhängig durch das Bundeskriminalamt bewertet. Das Fahrzeug erhielt die Zertifizierung in den höchsten Beschussklassen B6+ und B7. Für diese Bewertungen gibt es Normen innerhalb der Europäischen Union. Zu Kosten oder zur Ausstattung der Kanzlerinnen-Dienstautos machte Audi keine Angaben.
Über mangelnde Leistung kann sich der Chauffeur von Angela Merkel sicher nicht beklagen. Der Zwölfzylinder leitet 331 kW/450 PS und bringt die 580 Newtonmeter mit dem permanenten Allradantrieb "quattro" auf die Straße. Zur Höchstgeschwindigkeit schweigen die Ingolstädter sich aus – zu sensibel sind solche Daten. Das Auto verfügt über Pax-Reifen und kann selbst mit defekten Pneus noch 100 Kilometer weit fahren – wenn auch "nur" mit 80 km/h. Auch das Platzangebot im Fond dürfte wenig Anlass zur Klage geben, handelt es sich bei den Testfahrzeugen um Langversionen.
Eine Nachrichtenagentur hatte auch über die Luxusausstattung des Autos spekuliert. So war von einem rollenden Büro mit Telefon- und Faxanlage und WLAN-Technik ebenso die Rede wie von einer Mini-Bar oder DVD-Player. Aber weder zur Ausstattung noch zum Preis macht Audi in solchen Fällen konkrete Angaben. Ein Audi-Sprecher: "Kein Kommentar".
Ex-Kanzler Gerhard Schröder hat seinen Dienstwagen in seiner sieben Jahre andauernden Regierungszeit mehrfach gewechselt und dabei fast die gesamte deutsche Oberklasse getestet. Er wurde in einem Volkswagen Phaeton, dem Vorläufer des aktuellen A8, einer Mercedes S-Klasse und auch in einem 7er BMW chauffiert. So scheint es nur logisch, dass auch Audi jetzt wieder zum Zug kommt. Ob die Spezialisten sich für das Modell der Ingolstädter entscheiden, wird sich spätestens zeigen, wenn die Kanzlerin künftig Tag für Tag mit einem A8 vor die Fernsehkameras rollt. (ar/sb).
29. November 2005, Quelle: Auto-Reporter

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