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Citroen C6 V6 HDi: Tristesse adieux
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Endlich wieder ein Citroen für die Oberklasse. Der C6 lockt mit kühnem Blechdesign und Technik voll französischer Raffinesse. "Bonjour", sagte uns der Bi-Turbodiesel 2.7 V6 HDi.

Wieder da

Fast schon reflexartig suchte die Presse bei der Präsentation des C6 den Vergleich zur legendären DS. Die avantgardistische Göttin ist seit den 60er Jahren der Maßstab für jeden neuen Citroen. Im Rückspiegel der Geschichte ist dabei offenbar das oftmals kapriziöse Wesen der Diva verblasst. In Erinnerung geblieben sind neben der unkonventionellen Stromlinienform das erste hydropneumatische Fahrwerk und die mitlenkenden Scheinwerfer der späteren Baujahre. All das findet sich in aktualisierter Form auch im C6 wieder.

Jenseits der Norm

Der C6 wäre kein echter Citroen, wenn es beim ersten Kennenlernen keine Überraschung gäbe. So lohnt ein Blick auf die nach innen gewölbte Heckscheibe und die wie ein Bumerang geformten Rückleuchten. Dazwischen findet sich ein Heckspoiler, der ab Tempo 65 in zwei Stufen ausfährt. Er sorgt bei hohem Tempo für mehr Anpressdruck und er soll – laut Citroen – auch den Bremsweg verkürzen. Obwohl die Silhouette nach hinten flach abfällt, handelt es sich um ein klassisches Stufenheck, ohne Heckklappe. Mit 421 Litern Fassungsvermögen liegt die flache Koffermulde allerdings deutlich unter dem Oberklasse-Gardemaß. Umklappbare Lehnen sorgen immerhin für etwas Variabilität. Von der 4,90 Meter langen Karosserie profitieren eindeutig die Passagiere. Innen gibt es Platz in Hülle und Fülle. Besonders im Fond, wo sich die Beine ganz leger entfalten können.

Innovation im Detail

Die Ausstattungsliste lockt mit Bi-Xenon-Kurvenlicht, 18-Zoll-Alufelgen, elektrischer Parkbremse, elektronisch gesteuerter Federung, einem Head-up-Display – das aktuelle Tempo wird auf die Windschutzscheibe projiziert – und dem AFIl-Spurassistenten. Er warnt mit Vibrationen in der Sitzfläche vor unbeabsichtigten Spurwechseln. Wenn der Fahrer beispielsweise wegen Müdigkeit unkonzentriert wird, ist das eine dringende Mahnung unverzüglich eine Pause einzulegen. Inklusive Seitenairbags hinten und dem Knieairbag für den Fahrer sind neun aufblasbare Lebensretter an Bord. Der C6 denkt jedoch auch an andere: Für einen besseren Fußgänger-Unfallschutz wurde eine aktive Motorhaube entwickelt. Im Notfall schnellt sie an der Windschutzscheibe blitzschnell um einige Zentimeter empor. So entsteht zusätzlicher Sicherheitsabstand zum harten Motorblock.

Viel drin

Das Topmodell "Exclusive", mit 2,7-Liter-Turbodiesel (204 PS/ 150 kW), treibt den Preis auf stolze 54.900 Euro. Dann lässt sich beispielsweise vom Fond aus der Beifahrersitz per Knopfdruck nach vorne schieben. In der ersten Reihe empfangen gemütliche Ledersitze – für den Fahrer fünffach elektrisch justierbar und mit Memory-Funktion. Ein echtes Highlight sind die bogenförmig geschwungenen Echtholz-Türtafeln im XXL-Format, hinter denen sogar ein A4-Büroordner verschwindet. Bei den Instrumenten setzt Citroen auf ein digitales Mäusekino, analoge Rundinstrumente gibt es nicht. Ungewöhnlich ist das Head-up-Display: Das aktuelle Tempo wird dabei auf der Windschutzscheibe angezeigt, die Augen müssen nicht vom Verkehr abgewendet werden. Allerdings stört, dass sich bei Sonnenschein der Projektionsschacht in der Scheibe spiegelt. Zur Komplettausstattung fehlen dem C6 Exclusive nur noch die Metallic-Lackierung, das Glasschiebedach und elektrisch einstellbare Einzelsitze für den Fond. Wer es günstiger mag: Das Basismodell – mit 3,0-Liter-V6-Benziner (211 PS/ 155 kW) unter der flachen Haube – ist ab 42.500 Euro zu haben. Alle Versionen verfügen serienmäßig über eine sanft schaltende 6-Gang-Automatik.

Sanfter Bulle

Der Diesel erwacht mit kehligem Schnurren aus der kalten Nacht. Unterwegs ist der Selbstzünder dann kaum mehr zu hören. Die elektronisch gesteuerte Federung klebt den C6 nicht nur auf der Autobahn sicher auf den Asphalt, sie unterdrückt auch auf Landstraßen fast jegliche Seitenneigung. Beim Bremsen und Gasgeben macht sie sich steif, was den Federungskomfort kaum schmälert. Richtig sanft werden die Passagiere über lange Wellen getragen. Wenn es denn sein soll, beschleunigt der V6-Diesel in 9,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h. Dennoch bleibt der Normverbrauch mit 8,7 Litern im zivilen Rahmen. Dass der C6 trotz des bulligen Antriebs nicht zum Rasen animiert, liegt an der fast schon gefühllos leichtgängigen Servolenkung. Zuerst ein ungewohntes Gefühl, das aber schon bald zu einer sehr relaxten Fahrweise führt. Und das ist gut so. Schließlich ist der Alltag schon hektisch genug.

Fazit: Der Citroen C6 ist keine Konkurrenz zu BMW, Audi und Mercedes. Der Franzose schafft sich seine eigene Klasse – eine charmante Alternative für alle, die auf sportliche Trends und klassenübliche Zwänge pfeifen.

mototype.de, Holger Schilp

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