E-Mobile in den USA – Markt unter Spannung

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Der Chevrolet Volt entwickelt sich für General Motors zum Standfahrzeug. Angesichts der zunehmenden Konkurrenz für Elektrofahrzeuge auf dem US-Markt haben sich die Lagerbestände des Modells, das auf dem deutschen Markt als Opel Ampera erhältlich ist, deutlich aufgebaut. Nach einem Bericht der „Detroit News“ steht bei Händlern und Hersteller ein Absatzvolumen von 140 Tagen auf dem Hof – das ist ungefähr doppelt so viel wie üblich. General Motors reagiert nun und bietet großzügige Rabatte für den Volt an. 2012er-Modelle gehen mit einem Nachlass von 5.000 Dollar, aktuelle Exemplare aus Modelljahr 2013 werden mit einem Rabatt von 4.000 Dollar angeboten. Leasingkunden kommen noch bis zum 1. Juli in den Genuss eines Abschlages in Höhe von 3.000 Dollar. Unabhängig davon können Käufer eines Elektroautos in den USA bis zu 7.500 Dollar an staatlichen Zuschüssen kassieren.

General Motors bleibt nicht viel Zeit, seine Lager zu räumen, weil die Produktion für das kommende Modelljahr bereits gegen Ende des Sommers anläuft. Offensichtlich wissen das auch potenzielle Kunden und setzen auf weitere Nachlässe. Ein Indiz dafür sind die Volt-Zulassungszahlen, die sich bis Mai im Vergleich zum Vorjahr  um 1,4 Prozent auf 7.157 Einheiten gesteigert haben, gegen Ende dieser Zeitspanne aber bereits nachgaben. Nach Angaben eines General-Motors-Sprechers hat sich der Wettbewerb im Segment der Elektrofahrzeuge in den vergangenen Monaten zunehmend verschärft, was nicht zuletzt daran liegt, das Unternehmen wie Ford, Honda und Nissan sowie Fiat und demnächst auch Tesla mit einer aggressiven Preispolitik auf den Markt drängen.

Nissan bietet den inzwischen in einem Werk in Tennessee produzierten Leaf für 28.000 Dollar (21.000 Euro) an. Im Mai allein stiegen die Leaf-Zulassungen auf rund 2.100 Einheiten, und die Japaner arbeiten zusammen mit ihren Händlern daran, dieses Absatzniveau in Zukunft weiter zu steigern. Ford reduzierte Anfang des Monats die Leasingraten für den Focus Electric von 350 auf 285 Dollar. Als Anzahlung werden 930 Dollar fällig. Honda dreht ebenfalls an der Preisschraube und verringert die Leasingrate für den Fit EV von 389 auf 259 Dollar. Die niedrigeren Raten gelten zudem auch für Kunden, die bereits vor der Reduzierung einen Vertrag unterschrieben hatten. Mit diesen Nachlässen will Honda die kalifornischen Vorschriften für abgasfreie Fahrzeuge erfüllen, die einen bestimmten Absatz derartiger Modelle verlangen.

In dem Rennen um die niedrigste Leasingrate schickt General Motors für das Modelljahr 2014 auch den Spark EV1LT als batterieelektrisches Modell für einen monatlichen Betrag von 199 Dollar ins Rennen. Auch der Fiat 500e wird demnächst für diese Summe angeboten werden. Gegen Ende des Monats plant GM, die Preise und die Ausstattungsdetails für den Volt des kommenden Modelljahrs zu veröffentlichen. Aktuell laufen die Rechner der Marketing- und Vertriebsabteilungen noch auf Hochtouren.

Wahrscheinlich werden die General-Motors-Taschenrechner und die der anderen Hersteller demnächst noch heißer laufen, wenn Tesla seine Ankündigung wahr macht und sich im Modelljahr 2016 aus dem Sport- und Luxussegment herunter in die Mittelklasse wagt. Tesla-Chef Eon Musk kündigte jetzt die Entwicklung eines Elektrofahrzeugs an, das nicht mehr kosten soll als der Nissan Leaf und dabei eine Reichweite von 320 Kilometern bieten wird.

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