Mercedes-Benz

Fahrbericht Mercedes SLK: Der neue SLK weckt viele Emotionen

Über 308 000 SLK der ersten Generation wurden ausgeliefert. Der neue SLK soll jetzt an die Erfolgsgeschichte anknüpfen. Ende März kommt zunächst der neue SLK 200 Kompressor (33 524 Euro) auf den deutschen Markt. Von Peter Hartmann
Der neue Mercedes SLK. Fotos: auto-reporter
Im Juli folgt der SLK 350 (43 384 Euro), der mit dem neuen 272 PS starken 3,5-Liter V6 ausgerüstet ist. Und als Sperrspitze des Angebots wird im Herbst der SLK 55 AMG (V8 mit 360 PS) für 63 974 Euro angeboten.
Mit dem neuen SLK hat Mercedes-Benz jene Formsprache seines Designs zitiert, die aus dem Formel-1-Rennsport kommt – auch Parallelen zum SLR McLaren sind hier durchaus erwünscht. Die Frontpartie des keilförmigen SLK trifft genau ins Herz. Klar ist, dass hier der größere SL optisch zurückstecken muss. Das Heck des neuen SLK erinnert wiederum an den SL. Insgesamt vermittelt der vier Meter lange Roadster jene optische Harmonie, die man vom offenen Zweisitzer erwartet. Der neue SLK ist gegenüber dem Vorgänger gewachsen: 72 mm in der Länge, 65 mm in der Breite und 20 mm in der Höhe. Besonders im Innenraum ist der Zuwachs des Radstandes um 30 mm spürbar, so ist der Bewegungsfreiraum für Fahrer und Beifahrer gestiegen.
Die Möglichkeit etwas Gepäck auch bei geöffnetem Dach, das im Kofferraum ruht, mit zunehmen ist bei der zweiten SLK-Generation gestiegen. Das Volumen wurde um 63 Liter auf 208 Liter vergrößert – dies wird beim neuen SLK durch die drehbare Heckscheibe ermöglicht. "Ähnlich wie beim SL legt sich die Scheibe nach dem Öffnen eng in die gewölbte Fläche der Dachschale, wodurch das Fassungsvermögen des Kofferraums gewinnt", erklärte Hans-Dieter Multhaupt, Leiter Entwicklung Pkw Fahrzeugproduktgruppe S-/SL-/SLK-Klasse und Maybach, während der Vorstellung in Spanien. Bei geschlossenem Dach fasst der Kofferraum respektable 300 Liter. Das Variodach des SLK, mit dem der Roadster vor Jahren während der Markteinführung für Aufsehen sorgte, wurde in der zweiten Generation weiterentwickelt. In nur 22 Sekunden lässt sich das Dach per Knopfdruck öffnen – drei Sekunden schneller als beim Vorgänger.
Mit dem neuen "Airscarf", der sich wie ein unsichtbarer Schal um Nacken, Hals und Kopf hüllt, bereitet die Ausfahrt im SLK auch bei kühleren Temperaturen viel Spaß. Wir haben es bei mäßigen Temperaturen auf der Sonneninsel Mallorca erprobt: Höchst empfehlenswert. Das Heizsystem "Airscarf" ist in den Sitzlehnen des SLK integriert. Per Tastendruck strömt aus Belüftungsöffnungen in den Kopfstützen währen der Fahrt wohltemperierte Luft. Der Aufpreis von 458 Euro ist sehr sinnvoll, schließlich lässt sich hierdurch so manche Erkältung vorbeugen. Schon heute wird Airscarf von den SLK-Kunden erfreulich gut angenommen, "der Bestelleingang ist recht hoch", versicherte Daniel Wild, DaimlerChrysler Vertrieb Deutschland, im Gespräch. Mit dieser Technik setzt Mercedes-Benz wieder einmal einen Maßstab, im Segment der Roadster vergleichbar mit dem innovativen Variodach. Leider ist Airscarf nicht nachrüstbar sowie für die Modelle SL und CLK Cabriolet derzeit nicht verfügbar.
Mit dem SLK feiert auch die neu entwickelte Sechszylinder-Motorengeneration ihre Premiere. Der SLK ist der erst Mercedes-Benz mit dem neuen V6, der aus 3,5-Liter Hubraum 272 PS mobilisiert. Er vereint durch sein angenehmes Drehmomentprofil hohe Drehfreudigkeit mit einer kraftvollen Leistungsentfaltung. Dieses Treibwerk zählt mit einem Drehmoment von 350 Nm zu den stärksten V6-Motoren seiner Hubraumklasse. Gegenüber dem Vorgänger stieg die Leistung um 50 PS und das Drehmoment um 35 Nm. Viel Mühe haben sich die Entwickler auch beim Sound-Engineering gemacht, aus den beiden Auspuffendrohren klingt der SLK 350 einfach "super gut". Serienmäßig ist der 250 km/h schnelle SLK 350 mit einem manuellen Sechsganggetriebe ausgerüstet. Eine dringende Empfehlung ist allerdings die neue Siebengang-Automatik "7G-Tronic" für 2169 Euro. Sie harmoniert beispielhaft mit dem neuen V6.
Im SLK 55 AMG ist der gut abgestimmte Schaltautomat serienmäßig. Hier überträgt die Siebengang-Automatik die 360 PS des 5,5-Liter V8-Motors. Schon die reinen Leistungsdaten lassen ein ultimatives Fahrerlebnis erahnen. Das Einstiegmodell, das schon Ende März ausgeliefert wird, ist der SLK 200 Kompressor. Der 1,8-Liter Vierzylinder leistet dank Kompressor-Aufladung 163 PS und ermuntert den SLK zu einer Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h. Hier macht ein Schaltgetriebe im SLK erstmals richtig Freude. Das Sechsganggetriebe lässt sich knackig schalten und ist für den "kleinen" Roadster erste Wahl. Wer möchte, bekommt für 2053 Euro die konventionelle Fünfstufen-Automatik. Das SLK-Vergnügen beginnt bei 33 524 Euro. Zwei aufpreispflichtige Extras sollten neben Airscarf aber einkalkuliert werden: Die Klimaanlage für 1392 Euro (Klimaautomatik 2001 Euro) und die Sitzheizung für 342 Euro. Und lederüberzogene Sitze (ab 1218 Euro) dürften in einem Roadster eigentlich auch nicht fehlen.
Seit Anfang Januar 2004 wurden bereits 8300 SLK bestellt; der offizielle Verkaufsstart beginnt Ende März mit dem neuen SLK 200 Kompressor. Bei einem Produktionsvolumen von rund 53 000 Einheiten in diesem Jahr will DaimlerChrysler "unangemessene Wartezeiten" vorbeugen. Im Werk in Bremen können im vollen Jahr 2005 über 60 000 SLK produziert werden. Mercedes-Benz will mit dem neuen SLK seinen Spitzenplatz im Segment der Roadster halten. "Mit einer Eroberungsrate von rund 42 Prozent hat der SLK nicht nur viele neue Kunden für die Marke gewonnen. Er hat auch in erheblichem Maße dazu beigetragen unsere Produkt-Familie zu dynamisieren und zu verjüngen sowie ein neues Markenbild zu schaffen", sagt Entwicklungsleiter Hans-Dieter Multhaupt.
18. März 2004. Quelle: Auto-Reporter

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