Honda FCX: Brennstoffzellen-Testfahrten für die Serienreife

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Mit einer Testflotte von Brennstoffzellenfahrzeugen für Leasingkunden bereitet Honda ab 2008 die Massenproduktion der alternativen Antriebstechnik vor.

Jährlich sollen 80 bis 100 der Wasserstoffautos in den USA und Japan den Alltagstest absolvieren. Einige deutsche Autofahrer sollen die Mittelklassenlimousine Honda FCX in etwa drei Jahren testen können, falls bis dann eine ausreichende Tankstellen-Infrastruktur besteht. Die Großserienfertigung der ersten emissionsfreien Brennstoffzellenfahrzeuge wird allerdings erst für das Jahr 2020 erwartet.

Kein Zögern, kein Lärm, einfach nur Tempo…

Für überraschend flotten Vortrieb in dem coupéartig gezeichneten Honda FCX sorgen drei von der Brennstoffzelle mit Strom versorgte Elektromotoren; ein Aggregat treibt die Vorderachse an, zwei Radnabenmotoren sorgen an den Hinterrädern für Bewegung. Gemeinsam leisten die Aggregate 95 kW/129 PS und beschleunigen den Japaner auf 160 km/h. Die Reichweite liegt bei langstreckentauglichen 570 Kilometern. Höchst unspektakulär beginnt die Fahrt mit dem FCX Concept. Die blauen und grünen Anzeigen leuchten nach dem fast geräuschlosen Startvorgang auf. Dann aber: Der geringste Druck auf das Gaspedal führt zu nachdrücklichem Beschleunigen, wie man es sonst nur von weit leistungsstärkeren Hybridautos kennt. Kein Zögern, kein Lärm, einfach nur Tempo. Nur das markante hochfrequente Pfeifen des Kompressors, der die Brennstoffzelle mit Luftsauerstoff versorgt, weist auf die außergewöhnliche Antriebstechnik hin. Die Lenkung ist erfreulich direkt und das Fahrverhalten völlig unkompliziert, wie wir bei Testfahrten auf einer Rennstrecke feststellten. Der FCX ist kein Sportwagen, aber flotte Kurvenfahrten bereiten durchaus Freude.

Die Tankstelle am eigenen Haus…

Der Strom für die Elektromotoren wird von einem im extra breiten Mitteltunnel platzierten Brennstoffzellenstack erzeugt. Besonders leistungsfähige Lithium-Ionen-Batterien dienen zur Zwischenlagerung der Energie. Der über der Hinterachse gelegene Tank wird an speziellen Wasserstofftankstellen gefüllt, von denen es derzeit allerdings erst sechs in Deutschland gibt. Oder an der Tankstelle im eigenen Haus. Honda will nämlich so genannte Home Energy Stations (HES) für Privathaushalte anbieten, die Wasserstoff aus Erdgas erzeugen. Zusätzlich ermöglichen es die HES, Strom und Warmwasser für den Privathaushalt zu erzeugen. Vorerst ist Wasserstoff allerdings noch deutlich teurer als Diesel oder Benzin. So kostet eine Tankfüllung des Honda FCX derzeit rund 400 Euro. Im Vergleich zum Benzinmotor ist die CO2-Bilanz einer Wasserstoff-Brennstoffzelle allerdings um rund 60 Prozent besser. Und wird der Wasserstoff aus Biomasse gewonnen, lassen sich sogar CO2-Einsparpotenziale von über 90 Prozent erzielen.

Noch Einschränkungen in der Alltagstauglichkeit

Im Vergleich zu den meisten Brennstoffzellen-Prototypen europäischer Wettbewerber gibt sich das Concept Car von Honda bereits erstaunlich alltagstauglich. Dennoch: Bis zu einer wirklichen Großserie sind zahlreiche Probleme zu lösen. So sind nicht nur die Kosten für Technik und Kraftstoff noch deutlich zu hoch. Bei der Brennstoffzelle gibt es zudem Schwierigkeiten beim Betrieb unter extremen Temperaturbedingungen. Auch die Dauerhaltbarkeit und die Möglichkeiten des Recyclings haben noch nicht das Niveau konventioneller Verbrennungsmotoren erreicht.

Technische Daten Honda FCX

Viertürige Limousine der Mittelklasse mit Brennstoffzellenantrieb

Leistung 95 kW/129 PS, maximale Motordrehzahl 12 500 U/min,

Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h (abgeregelt), max. Drehmoment: 256 Nm,

Wasserstofftank mit 171 Liter Volumen, Reichweite 570 km.

mid/ni

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